Miles and more flug nachtragen damit keine meile verfällt

Miles and more flug nachtragen damit keine meile verfällt

Jeder, der regelmäßig fliegt, kennt das: Man loggt sich ins Miles & More-Konto ein, schaut auf den Meilenstand und... irgendwas fehlt. Die Meilen vom letzten Flug sind einfach nicht da. Aber keine Panik, das ist ein alltägliches Problem und zum Glück schnell gelöst. Das nachträgliche Gutschreiben von Meilen ist ein fester Bestandteil des Programms und sorgt dafür, dass Ihnen keine wertvolle Prämie durch die Lappen geht.

Hier zeige ich Ihnen, wie Sie sich jede einzelne Meile zurückholen – Schritt für Schritt und ohne Kopfzerbrechen.

Meilen fehlen? Warum das passiert und was jetzt zu tun ist

Der Moment ist immer ärgerlich. Voller Vorfreude checkt man sein Konto, aber die Meilengutschrift für den letzten Trip fehlt. Meistens liegt die Ursache in kleinen, unscheinbaren Details, die beim Buchen oder Einchecken schiefgelaufen sind.

Ein Mann überprüft auf seinem Smartphone und Laptop seine Meilen, vor einem lila Schild mit 'Meilen fehlen?'.

Die typischen verdächtigen für eine fehlende gutschrift

Normalerweise läuft die Gutschrift vollautomatisch ab. Wenn das System aber über eine Unstimmigkeit stolpert, stoppt der Prozess. Die häufigsten Fehlerquellen habe ich schon unzählige Male erlebt:

  • Keine Miles & More-Nummer hinterlegt: Manchmal vergisst man schlicht, die Nummer bei der Buchung oder am Check-in anzugeben. Ohne diese Info weiß das System natürlich nicht, wohin mit den Meilen.
  • Der Name passt nicht exakt: Schon ein kleiner Tippfehler, ein fehlender zweiter Vorname oder ein Bindestrich zu viel können die Zuordnung verhindern. Der Name auf dem Flugticket muss 1:1 mit dem Namen in Ihrem Miles & More-Profil übereinstimmen.
  • Falsche Buchungsklasse: Das ist der Klassiker. Gerade bei extrem günstigen Economy-Angeboten kann es vorkommen, dass die Buchungsklasse gar nicht zum Meilensammeln berechtigt ist.

Mit über 36 Millionen Teilnehmern ist Miles & More das größte Vielfliegerprogramm in Europa. Die Regeln sind fair: Sie haben bis zu sechs Monate nach dem Flugdatum Zeit, um fehlende Meilen anzufordern. Das ist mehr als genug Puffer, um alle Unterlagen in Ruhe zusammenzusuchen.

Mein persönlicher Tipp aus der Praxis: Gewöhnen Sie sich an, nach jedem Flug einen Screenshot von Ihrer digitalen Bordkarte zu machen oder die physische Bordkarte kurz abzufotografieren. So haben Sie Ticketnummer, Buchungscode und Flugdaten immer parat, falls Sie sie später brauchen. Das erspart lästiges Suchen.

Die gute Nachricht ist: Der Prozess, um Meilen nachtragen zu lassen, ist wirklich unkompliziert. In den nächsten Abschnitten führe ich Sie genau durch die Schritte. Wir klären, welche Dokumente Sie bereithalten sollten, wie Sie das Online-Formular richtig ausfüllen und was bei komplizierteren Fällen wie Flügen mit Partner-Airlines zu beachten ist.

Und denken Sie daran: Es geht hier nicht nur um Prämienmeilen, sondern oft auch um wichtige Statusmeilen. Deren Gültigkeit ist, wie Sie wissen, zeitlich begrenzt. Mehr dazu, wann Miles & More Meilen verfallen, können Sie übrigens in unserem separaten Guide nachlesen.

Erst mal checken: Lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Bevor Sie sich jetzt die Mühe machen und Formulare ausfüllen, halten Sie kurz inne. Ein schneller, aber entscheidender Vorab-Check kann Ihnen eine Menge Zeit und Frust ersparen. Denn nicht jeder Flug bringt automatisch Meilen, und das System von Miles & More ist da ziemlich streng.

Wenn bestimmte Kriterien nicht erfüllt sind, wird der Antrag auf Meilengutschrift postwendend abgelehnt. Damit Ihnen das nicht passiert, schauen wir uns die drei wichtigsten Stolpersteine an: die Buchungsklasse, die genaue Namensübereinstimmung und natürlich die geltenden Fristen.

Die Buchungsklasse: Der heimliche Star über Meilen oder Nieten

Das ist mit Abstand der häufigste Grund für abgelehnte Anträge. Jedes Ticket hat eine Buchungsklasse, die durch einen einfachen Buchstaben wie K, L oder Y gekennzeichnet ist. Wichtig zu verstehen: Das hat nichts mit der Reiseklasse (Economy, Business, First) zu tun, sondern definiert die Tarifregeln im Hintergrund.

Gerade bei den supergünstigen Economy-Angeboten sind bestimmte Buchungsklassen oft komplett vom Meilensammeln ausgeschlossen. Jede Airline kocht hier ihr eigenes Süppchen. Die genauen Regeln finden Sie aber transparent auf der Miles & More-Webseite im Profil der jeweiligen Partner-Airline.

Wo finden Sie Ihre Buchungsklasse?

  • Auf dem E-Ticket: Meistens steht der Buchstabe direkt neben der Flugnummer.
  • In der Buchungsbestätigung: Halten Sie Ausschau nach Begriffen wie „Booking Class“ oder „Fare Class“.

Ein typisches Beispiel: Ein Lufthansa-Flug in der Buchungsklasse „K“ bringt Ihnen Meilen. Ein Flug in der Klasse „X“ hingegen nicht – das ist nämlich die Klasse für Prämientickets. Ganz logisch: Wer mit Meilen fliegt, kann dafür nicht erneut Meilen sammeln.

Mein Tipp aus der Praxis: Manchmal kostet ein Flugticket in einer meilenberechtigten Klasse nur ein paar Euro mehr. Dieser kleine Aufpreis kann sich schnell bezahlt machen, wenn Sie dafür eine ordentliche Meilengutschrift erhalten. Ein kurzer Blick in die Meilentabellen vor der Buchung ist Gold wert.

Der Name muss 100 % passen – keine Kompromisse

Stellen Sie sich das System von Miles & More wie einen peniblen Türsteher vor: Steht auf dem Ticket nicht exakt derselbe Name wie in Ihrem Profil, kommen Sie nicht rein. Schon die kleinste Abweichung wirft den automatischen Abgleich aus der Bahn.

Achten Sie deshalb pedantisch auf diese Details:

  • Alle Vornamen: Heissen Sie laut Profil „Maximilian Johannes Schmidt“, auf dem Ticket steht aber nur „Maximilian Schmidt“? Das ist bereits eine potenzielle Fehlerquelle.
  • Doppelnamen: „Müller-Weber“ ist für das System etwas völlig anderes als „Müller Weber“.
  • Tippfehler: Ein simpler Buchstabendreher reicht aus, um die Gutschrift zu blockieren.

Nehmen Sie sich also kurz Zeit und vergleichen Sie den Namen auf Ihrer Bordkarte oder dem E-Ticket Buchstabe für Buchstabe mit Ihrem Miles & More-Profil. Falls Ihr Profil fehlerhaft ist, korrigieren Sie es am besten direkt, bevor Sie den Antrag stellen.

Die 6-Monats-Frist: Ein Countdown, den Sie nicht ignorieren sollten

Miles & More ist hier recht grosszügig. Sie haben volle sechs Monate nach Ihrem Flug Zeit, um vergessene Meilen nachzufordern. Aber Vorsicht: Diese Frist ist in Stein gemeisselt. Ein Antrag, der auch nur einen Tag zu spät eingeht, wird ohne Wenn und Aber abgelehnt.

Trotzdem sollten Sie nicht bis zur letzten Sekunde warten. Je schneller Sie den Prozess anstossen, desto eher landen die Meilen auf Ihrem Konto. Ich habe mir angewöhnt, mein Konto immer so sieben bis zehn Tage nach einem Flug zu prüfen. Fehlt dann etwas, ist das der perfekte Moment, um aktiv zu werden.

Hier eine kurze Checkliste, um auf Nummer sicher zu gehen, bevor Sie loslegen:

Kriterium Status Meine Notiz
Buchungsklasse geprüft Buchstabe "K" – ist laut Tabelle meilenberechtigt.
Name identisch Passt perfekt, keine Abweichungen.
Flug innerhalb der 6 Monate Flug war vor 2 Monaten, also alles im grünen Bereich.
Kein Prämienticket Wurde normal mit Geld bezahlt, nicht mit Meilen.

Wenn Sie hier überall einen Haken setzen können, sieht es sehr gut aus. Sie sind bestens vorbereitet, um jetzt das Online-Formular für die Gutschrift auszufüllen.

So geht's am schnellsten: das Online-Formular richtig nutzen

Wenn Sie sicher sind, dass Ihr Flug alle Kriterien für eine Meilengutschrift erfüllt, ist der direkteste Weg zu Ihren Meilen das Online-Formular auf der Miles & More Webseite. Das Ganze ist eigentlich ziemlich unkompliziert gestaltet, aber wie so oft liegt der Hund im Detail.

Schon ein kleiner Tippfehler oder eine verwechselte Ziffer kann den Antrag ins Stocken bringen oder sogar zur Ablehnung führen. Aber keine Sorge, wir gehen das jetzt gemeinsam Feld für Feld durch, damit Ihr Antrag auf Anhieb klappt. Wenn alle Daten stimmen, ist die Sache meist in wenigen Tagen erledigt.

Die richtigen Nummern finden und eintragen

Der Erfolg Ihrer Meilennachtragung steht und fällt mit zwei ganz entscheidenden Nummern: der Ticketnummer und dem Buchungscode. Wer die beiden korrekt identifiziert, hat schon die halbe Miete.

Für die Nachkreditierung brauchen Sie einige spezifische Daten von Ihren Flugunterlagen. Die folgende Tabelle fasst zusammen, welche Informationen Sie benötigen und wo Sie diese am wahrscheinlichsten finden.

Information Beschreibung Typischer Fundort
Ticketnummer Eine 13-stellige Nummer, die Ihr Flugticket eindeutig identifiziert. E-Ticket-Beleg, Buchungsbestätigung, Bordkarte
Buchungscode (PNR) Ein sechsstelliger alphanumerischer Code, der Ihre gesamte Buchung kennzeichnet. Buchungsbestätigung, E-Ticket, Bordkarte
Flugnummer Kombination aus Airline-Kürzel und Nummer (z. B. LH 400). Bordkarte, Buchungsbestätigung
Flugdatum Das exakte Datum des Abflugs. Bordkarte, Buchungsbestätigung

Es ist wirklich entscheidend, die richtigen Codes zu verwenden. Besonders der PNR wird oft verwechselt.

Fangen wir mit der 13-stelligen Ticketnummer an. Das ist sozusagen der Personalausweis Ihres Flugscheins. Bei Flügen der Lufthansa Group (also Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines) fängt diese Nummer fast immer mit 220, 724, 257 oder 082 an. Halten Sie auf Ihrer Buchungsbestätigung oder dem E-Ticket nach einer langen Zahlenreihe Ausschau, die oft als „Ticket Number“ oder „Ticketnummer“ bezeichnet wird.

Der zweite wichtige Code ist der Buchungscode, auch PNR (Passenger Name Record) genannt. Das ist ein sechsstelliger Code aus Buchstaben und Zahlen, zum Beispiel „YHX3V7“. Er fasst Ihre gesamte Reise zusammen, auch wenn sie aus mehreren Flügen besteht. Wichtig: Verwechseln Sie ihn nicht mit der Flugnummer (wie LH202), die kürzer ist und immer mit dem Kürzel der Airline beginnt.

Ein Klassiker aus der Praxis: Viele geben aus Versehen die Buchungsreferenz ihres Reisebüros an. Der ist aber oft nicht identisch mit dem PNR der Airline. Schauen Sie immer auf die Dokumente, die direkt von der Fluggesellschaft kamen, um den korrekten PNR zu finden.

Schritt für Schritt durch das Formular

Sobald Sie die Webseite für die nachträgliche Meilengutschrift aufgerufen haben, führt Sie eine übersichtliche Eingabemaske durch den Prozess. Hier ist Sorgfalt das A und O, denn Ihre Eingaben werden automatisch mit den Flugdaten der Airline abgeglichen.

Achten Sie besonders auf diese Felder:

  • Flugdatum: Hier gehört das exakte Datum des Abflugs rein. Bei Nachtflügen, die über Mitternacht gehen, zählt immer der Tag des Starts.
  • Flugnummer: Tippen Sie die vollständige Nummer mit Airline-Code ein, also zum Beispiel „LH 400“ statt nur „400“.
  • Abflug- und Zielflughafen: Am besten nutzen Sie die dreistelligen IATA-Codes (z. B. FRA für Frankfurt, MUC für München), wenn Sie sie parat haben. Ansonsten geht's auch mit den ausgeschriebenen Städtenamen.

Ganz wichtig: Sie müssen jeden Flugabschnitt einzeln einreichen. Wenn Ihre Reise also von Hamburg über Frankfurt nach New York ging, stellen Sie zwei separate Anträge: einen für Hamburg-Frankfurt (HAM-FRA) und einen zweiten für Frankfurt-New York (FRA-JFK).

Diese Grafik zeigt nochmal auf einen Blick, worauf es für eine erfolgreiche Gutschrift ankommt – von der richtigen Buchungsklasse bis zur Einhaltung der Frist.

Flussdiagramm mit drei Schritten für den Gutschriftsprozess: Buchungnklasse, Namensgleichheit und 6-Monats-Frist.

Man sieht deutlich: Die Kriterien schon vor dem Antrag zu prüfen, ist der Schlüssel, damit alles glatt läuft.

Die clevere Alternative: Meilen per App nachtragen

Für alle, die es noch bequemer mögen, hat die Miles & More App eine geniale Funktion eingebaut. Statt alle Daten mühsam abzutippen, scannen Sie einfach Ihre Bordkarte.

So einfach geht's: Öffnen Sie in der App den Bereich für die Meilengutschrift (meist unter „Mehr“ > „Gutschrift von Meilen und Points“). Die App aktiviert dann die Kamera Ihres Handys. Halten Sie die Kamera über den Barcode auf Ihrer Bordkarte – das klappt sowohl mit der digitalen Version auf dem Smartphone als auch mit der ausgedruckten Papier-Bordkarte.

Die App zieht sich alle wichtigen Infos wie Flugnummer, Datum und Ticketnummer direkt aus dem Barcode. Sie müssen die Daten nur noch kurz checken und abschicken. Das Ganze dauert oft keine Minute und reduziert das Risiko von Tippfehlern auf null. Diese Funktion ist wirklich ein Segen und meine absolute Empfehlung, wenn Sie schnell und unkompliziert Ihren miles and more flug nachtragen wollen.

Egal, ob per App oder Webseite – nach dem Absenden bekommen Sie normalerweise eine Bestätigung per E-Mail. Die Gutschrift selbst taucht dann meist innerhalb von 7 bis 10 Tagen auf Ihrem Konto auf. Wenn es mal länger dauert, kein Grund zur Sorge. Gerade bei Partner-Airlines kann die Prüfung etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Behalten Sie Ihre Flugunterlagen auf jeden Fall so lange, bis die Meilen verbucht sind. So sind Sie für eventuelle Rückfragen immer bestens vorbereitet.

Partner-Airlines und Codeshare-Flüge: So klappt die Meilengutschrift

Jetzt wird's spannend. Sobald mehr als eine Fluggesellschaft ins Spiel kommt, stolpern die meisten beim Meilennachtrag. Fliegen Sie zum Beispiel mit einem Star-Alliance-Partner wie United oder Air Canada? Oder haben Sie einen Codeshare-Flug gebucht, bei dem eine Airline verkauft, aber eine andere fliegt? Genau hier lauern die typischen Fallstricke.

Aber keine Panik, mit ein paar Insider-Tipps navigieren Sie sicher durch diesen Dschungel. Das A und O ist, den sogenannten „Operating Carrier“ zu kennen – also die Airline, in deren Maschine Sie tatsächlich saßen.

Nahaufnahme eines Schreibtisches mit Laptop, Lupe und lila Karten, die Codeshare-Fluginformationen prüfen.

Wer hat den Flug wirklich durchgeführt?

Stellen Sie sich ein ganz klassisches Szenario vor: Sie buchen auf lufthansa.com einen Flug von Frankfurt nach Singapur. In Ihrer Bestätigung steht eine LH-Flugnummer. Am Gate merken Sie dann aber: Der Flug wird von Singapore Airlines durchgeführt. Das ist ein Paradebeispiel für einen Codeshare-Flug.

Für die Meilengutschrift ist nur eine Sache relevant: Wer hat den Flug wirklich durchgeführt? Das ist der Operating Carrier. Diese Info finden Sie meistens kleingedruckt in Ihrer Buchungsbestätigung mit dem Vermerk „operated by“ oder „durchgeführt von“. Spätestens auf Ihrer Bordkarte steht es aber schwarz auf weiß.

Wenn Sie einen Miles & More Flug nachtragen möchten, bei dem ein Partner beteiligt war, müssen Sie im Online-Formular zwingend die Airline auswählen, die den Flug tatsächlich durchgeführt hat.

Der richtige Weg beim Antrag für Partner-Airlines

Die gute Nachricht zuerst: Für fast alle Airlines der Star Alliance und viele weitere Partner wie Eurowings oder LATAM nutzen Sie einfach das gewohnte Online-Formular auf der Miles & More-Seite. Die Liste der unterstützten Airlines ist lang und deckt die allermeisten Fälle ab.

Wählen Sie im Drop-down-Menü also nicht die gebuchte, sondern die durchführende Airline aus – in unserem Beispiel Singapore Airlines. Danach geben Sie die Flugnummer ein, die auf Ihrer Bordkarte steht. Das ist in der Regel die Nummer des Operating Carriers, nicht die Codeshare-Nummer von Lufthansa.

Tipp aus der Praxis: Bei ganz wenigen Partnern, die nicht im Online-Formular gelistet sind, müssen Sie den Antrag direkt bei dieser Airline stellen. Das ist aber wirklich die Ausnahme. In 95 % der Fälle ist das Miles & More-Portal der richtige Ansprechpartner.

Die Tücke mit den Buchungsklassen

Hier lauert eine oft übersehene Falle. Jede Partner-Airline kocht ihr eigenes Süppchen, was die meilenfähigen Buchungsklassen angeht. Nur weil eine bestimmte Buchungsklasse bei Lufthansa Meilen bringt, heißt das noch lange nicht, dass dies auch bei einem Flug mit Air Canada in derselben Klasse der Fall ist.

  • Vor dem Flug: Werfen Sie vor der Buchung einen Blick in die Meilentabelle des Partners auf der Miles & More-Webseite. Das erspart späteren Frust.
  • Nach dem Flug: Fehlt die Gutschrift, ist der Abgleich Ihrer Buchungsklasse mit der Tabelle des Operating Carriers der erste und wichtigste Schritt zur Fehlersuche.

Diese Tabellen sind öffentlich einsehbar und zeigen Ihnen schnell, ob sich der Aufwand für den Nachtrag überhaupt lohnt. Manchmal stellt man dann leider fest, dass der supergünstige Tarif in einer nicht meilenberechtigten Klasse gebucht war.

Ein typisches Beispiel aus der Praxis

Machen wir es mal konkret:

  • Gebucht: Flug LH 9776 von Frankfurt (FRA) nach Singapur (SIN).
  • Durchgeführt von: Singapore Airlines, Flugnummer SQ 325.
  • Buchungsklasse: Y (laut Ticket)

Um diese Meilen korrekt zu beantragen, gehen Sie so vor:

  1. Öffnen Sie das Online-Formular für die Meilengutschrift bei Miles & More.
  2. Wählen Sie als Fluggesellschaft „Singapore Airlines“ aus.
  3. Geben Sie als Flugnummer „SQ 325“ an (die Nummer von der Bordkarte!).
  4. Füllen Sie den Rest wie gewohnt aus: Flugdatum, Strecke und Ihre Ticketnummer.

Das System gleicht Ihre Daten nun mit den Flugdaten von Singapore Airlines ab. Da die Buchungsklasse Y bei dieser Airline für Meilen qualifiziert, sollte die Gutschrift ohne Probleme klappen. Der Prozess kann bei Partner-Airlines manchmal ein paar Tage länger dauern, weil die Systeme miteinander kommunizieren müssen.

Haben Sie also etwas Geduld und heben Sie Ihre Unterlagen auf, bis die Meilen auf dem Konto sind. Das Prinzip der Partner-Gutschriften gilt übrigens nicht nur für Flüge. Ähnliche Regeln gibt es auch bei anderen Partnern, wie Sie in unserem Artikel zur nachträglichen Gutschrift von Meilen bei der Deutschen Bahn und Miles & More nachlesen können.

Was tun, wenn die Meilengutschrift abgelehnt wird?

Sie haben alles richtig gemacht, das Formular sorgfältig ausgefüllt und wochenlang gewartet – doch dann die Ernüchterung: Ihr Antrag wurde abgelehnt, oder schlimmer noch, Sie hören einfach gar nichts. Das ist frustrierend, aber noch lange kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen und die Meilen abzuschreiben. Oft lässt sich das Problem mit der richtigen Taktik doch noch lösen.

Jetzt ist der Moment für einen gut durchdachten Plan B. Schauen wir uns gemeinsam an, woran es meistens hakt, wie Sie professionell nachfassen und wie Sie sogar ohne Bordkarte ans Ziel kommen.

Die häufigsten Gründe für eine Ablehnung – erst prüfen, dann handeln

Wenn Miles & More einen Antrag ablehnt, passiert das selten willkürlich. In der Ablehnungs-E-Mail steckt meist ein Standardsatz, der den entscheidenden Hinweis liefert. Bevor Sie also zum Hörer greifen, gehen Sie diese typischen Fehlerquellen durch:

  • Meilen schon woanders gutgeschrieben? Das passiert schneller, als man denkt. Vielleicht haben Sie bei der Buchung aus Versehen Ihre Vielfliegernummer von United MileagePlus oder einem anderen Star-Alliance-Partner hinterlegt. Ein Flug kann immer nur einem einzigen Programm gutgeschrieben werden – eine nachträgliche Umschichtung ist leider ausgeschlossen.
  • Falsche Buchungsklasse: Das ist der Klassiker unter den Ablehnungsgründen. Selbst wenn alle Daten stimmen, führt eine nicht meilenberechtigte Buchungsklasse (wie zum Beispiel „X“ für Prämientickets) unweigerlich zur Ablehnung. Hier ist ein zweiter Versuch leider zwecklos.
  • Name auf Ticket und Profil stimmen nicht überein: Manchmal fällt erst bei der manuellen Prüfung auf, dass Ihr Name auf dem Ticket nicht exakt mit dem in Ihrem Miles & More-Profil hinterlegten Namen übereinstimmt. Schon ein fehlender zweiter Vorname kann hier Probleme machen.

Trifft keiner dieser Punkte zu? Dann liegt wahrscheinlich ein technischer Fehler oder ein einfaches Missverständnis vor. In diesem Fall lohnt es sich definitiv, höflich, aber bestimmt nachzuhaken.

Die Bordkarte fehlt – was nun?

Die Bordkarte ist der Goldstandard unter den Nachweisen. Aber was, wenn sie im Eifer des Gefechts im Papierkorb gelandet ist oder der digitale Screenshot versehentlich gelöscht wurde? Keine Panik, es gibt eine hervorragende Alternative, die besonders für Inhaber von Premium-Kreditkarten interessant ist.

Ihre Kreditkartenabrechnung kann als starker sekundärer Beleg dienen. Das gilt vor allem für Karten wie die American Express Platinum, die oft sehr detaillierte Transaktionsinformationen ausweisen.

Praxistipp aus Erfahrung: Schauen Sie sich die Detailansicht Ihrer Amex-Abrechnung genau an. Oft finden Sie dort im Verwendungszweck der Airline-Abbuchung die komplette 13-stellige Ticketnummer. Machen Sie davon einen Screenshot oder erstellen Sie ein PDF – das ist ein fast genauso guter Beweis wie die Bordkarte selbst.

Dieser Beleg zeigt unmissverständlich, dass Sie das Ticket mit der fraglichen Nummer persönlich bezahlt haben. Zusammen mit dem E-Ticket oder der Buchungsbestätigung schnüren Sie so ein überzeugendes Paket für das Service Center.

Professionell nachhaken mit einer E-Mail-Vorlage

Wenn Ihr Online-Antrag nach mehreren Wochen unbeantwortet bleibt oder aus Ihrer Sicht zu Unrecht abgelehnt wurde, ist eine freundliche E-Mail der nächste logische Schritt. Eine klare, strukturierte Nachricht erhöht die Chance auf eine schnelle und positive Antwort ungemein.

Vermeiden Sie dabei einen fordernden Ton. Legen Sie stattdessen sachlich alle Fakten auf den Tisch und hängen Sie alle relevanten Dokumente direkt an.

Hier ist eine Vorlage, die sich in der Praxis bewährt hat und die Sie einfach anpassen können:

Betreff: Nachfrage zur fehlenden Meilengutschrift – Flug [Ihre Flugnummer] am [Datum]

Sehr geehrte Damen und Herren des Miles & More Service Teams,

ich wende mich heute an Sie, da eine Meilengutschrift für meinen Flug am [Datum des Fluges] noch aussteht. Den Antrag zur Nachkreditierung hatte ich bereits am [Datum des Online-Antrags] über das Formular auf Ihrer Webseite eingereicht.

Leider wurde mein Konto bis heute nicht entsprechend aktualisiert (oder: wurde mein Antrag mit der Begründung [Grund, falls bekannt] abgelehnt).

Zur erneuten Prüfung habe ich Ihnen alle relevanten Unterlagen beigefügt:

  • Kopie des E-Tickets / der Buchungsbestätigung
  • Kopie der Bordkarte (falls vorhanden)
  • [Optional] Screenshot der Kreditkartenabrechnung mit der ausgewiesenen Ticketnummer

Zur einfacheren Zuordnung hier noch einmal die Flugdaten im Überblick:

  • Passagier: [Ihr vollständiger Name laut M&M-Profil]
  • Miles & More Nummer: [Ihre Servicekartennummer]
  • Flugnummer: [Ihre Flugnummer, z. B. LH 400]
  • Flugdatum: [Datum des Abflugs]
  • Flugstrecke: [z. B. Frankfurt (FRA) – New York (JFK)]
  • Ticketnummer: [Ihre 13-stellige Ticketnummer]

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie den Vorgang noch einmal prüfen und die Meilen meinem Konto gutschreiben könnten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

[Ihr Name]

Diese Vorlage ist präzise, liefert alle nötigen Infos auf einen Blick und macht es dem Service-Mitarbeiter leicht, Ihr Anliegen zu bearbeiten. Speichern Sie die gesendete E-Mail und die Anhänge gut ab. Oft ist beim Thema miles and more flug nachtragen einfach nur Geduld und eine saubere Dokumentation der Schlüssel zum Erfolg.

Prämienmeilen vs. Statusmeilen (Points): Was Sie wirklich nachtragen

Wenn Sie einen Flug für Ihr Miles & More Konto nachtragen, passiert im Hintergrund mehr, als Sie vielleicht denken. Sie füllen nämlich nicht nur ein Konto auf, sondern gleich zwei – und der Wert beider Konten ist grundverschieden. Das zu verstehen, ist der Schlüssel, um das Maximum aus jeder einzelnen Meile herauszuholen.

Prämienmeilen: Ihre Währung für die nächste Reise

Fangen wir mit den Prämienmeilen an. Stellen Sie sich diese einfach als Ihre persönliche Währung in der Welt von Miles & More vor. Das sind die Meilen, mit denen Sie sich belohnen: für den ersehnten Prämienflug, das Upgrade in die Business Class oder für Produkte aus dem Lufthansa WorldShop.

Diese Meilen sind in der Regel 36 Monate gültig. Eine wichtige Ausnahme gibt es aber: Wenn Sie einen Vielfliegerstatus oder eine Miles & More Kreditkarte besitzen, sind Ihre Prämienmeilen vor dem Verfall geschützt.

Points (früher Statusmeilen): Ihr Weg zu exklusiven Vorteilen

Parallel dazu sammeln Sie mit jedem qualifizierenden Flug sogenannte Points. Diese sind, anders als Prämienmeilen, nicht zum Ausgeben da. Ihr einziger Zweck ist es, Ihren Vielfliegerstatus zu definieren – also ob Sie Frequent Traveller, Senator oder sogar HON Circle Member werden.

Der Zähler für die Points wird jedes Kalenderjahr zurück auf null gesetzt. Das macht jeden einzelnen Flug so entscheidend.

Gerade zum Jahresende kann ein nachträglich gutgeschriebener Flug das Zünglein an der Waage sein. Fehlen Ihnen nur noch ein paar Points, um den Senator-Status für ein weiteres Jahr zu sichern? Eine erfolgreiche Gutschrift rettet Ihnen dann wertvolle Privilegien wie den Lounge-Zugang oder das Priority Boarding.

Die Bedeutung des Status ist in letzter Zeit sogar noch gewachsen. Seitdem Miles & More im Juni 2024 eine dynamische Preisgestaltung für Prämienflüge eingeführt hat, sind feste Meilenwerte passé. Ein Business-Class-Flug nach Johannesburg konnte dadurch plötzlich 40 Prozent mehr Meilen kosten als zuvor. Mehr zu diesen tiefgreifenden Änderungen können Sie bei aerotelegraph.com nachlesen.

Ein solider Vielfliegerstatus ist Ihr Schutzschild gegen solche Unwägbarkeiten. Er garantiert Ihnen handfeste Vorteile auf jeder Reise. Deshalb ist jeder nachträglich gutgeschriebene Flug ein doppelter Gewinn: Er füllt Ihr Prämienkonto und bringt Sie gleichzeitig einen Schritt näher an die Statusvorteile, die das Reisen so viel angenehmer machen. Achten Sie also bei jeder Gutschrift ganz genau darauf, ob sowohl die Prämienmeilen als auch die korrekte Anzahl an Points verbucht wurden.

Was Sie sonst noch wissen sollten: Antworten auf häufige Fragen

Selbst mit der besten Anleitung tauchen in der Praxis oft noch Detailfragen auf. Damit Sie wirklich für jeden Fall gewappnet sind, habe ich hier die häufigsten Unklarheiten rund um das Nachtragen von Miles & More Meilen zusammengefasst.

Wie lange muss ich auf die Gutschrift meiner Meilen warten?

Das ist eine der häufigsten Fragen, und die Antwort hängt von der Airline ab. Wenn Sie mit einer Airline der Lufthansa Group geflogen sind (also Lufthansa, SWISS, Austrian etc.), geht es meist recht schnell. Rechnen Sie hier mit 7 bis 10 Tagen, bis die Meilen auf Ihrem Konto auftauchen.

Bei Partner-Airlines dauert es oft etwas länger. Der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen braucht einfach seine Zeit. Hier sind zwei bis drei Wochen keine Seltenheit. Also, ein wenig Geduld ist gefragt.

Mist, ich habe meine Bordkarte weggeworfen – was nun?

Keine Panik! Die Bordkarte ist zwar der Goldstandard, aber zum Glück nicht der einzige Weg. Ein E-Ticket oder die ursprüngliche Buchungsbestätigung sind ebenfalls starke Beweise. Richtig überzeugend wird es, wenn Sie zusätzlich einen Screenshot Ihrer Kreditkartenabrechnung beilegen, auf dem die Ticketzahlung klar zu sehen ist. So haben Sie auch ohne Bordkarte gute Karten.

Spezialfälle, die immer wieder vorkommen

Kann ich Meilen für einen Flug bekommen, den ich vor meiner Anmeldung bei Miles & More gemacht habe?

Hier muss ich Sie leider enttäuschen. Das ist ein Punkt, bei dem Miles & More keine Ausnahme macht. Die Meilengutschrift funktioniert nur, wenn Sie zum Zeitpunkt des Fluges bereits angemeldetes Mitglied waren. Rückwirkend für Flüge vor der Mitgliedschaft geht es leider nicht.

Ein entscheidender Hinweis, den viele übersehen: Sie haben zwar bis zu sechs Monate nach dem Flug Zeit, die Meilen nachzufordern, aber die Mitgliedschaft zum Flugdatum ist eine unverhandelbare Grundvoraussetzung.

Mein Flug wurde gestrichen. Bekomme ich trotzdem Meilen?

Nein, Meilen und die wichtigen Points gibt es nur für Flüge, die Sie auch tatsächlich angetreten haben. Wenn ein Flug storniert wurde und Sie Ihr Geld zurückbekommen haben oder einfach nicht geflogen sind, gibt es auch keine Meilen. Das ist fair, denn es gab ja keine erbrachte Leistung.

Kann ich die Flüge meiner Kinder oder meines Partners auf meinem Konto sammeln?

Auch hier ein klares Nein. Miles & More ist streng personengebunden. Jeder sammelt für sich selbst. Selbst wenn Sie die Reise für die ganze Familie gebucht und bezahlt haben, müssen die Meilen auf die individuellen Konten der jeweiligen Fluggäste gutgeschrieben werden.


Wollen Sie das Beste aus Ihren Reisen herausholen und Ihre Meilen nicht nur sammeln, sondern auch clever für Upgrades oder Prämienflüge einsetzen? Bei Reisen ohne Limit tauchen wir tief in die Strategien ein, die wirklich funktionieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit dem richtigen Wissen und den Vorteilen Ihrer Kreditkarte jede Reise zu einem besseren Erlebnis machen. Schauen Sie auf https://reisenohnelimit.de vorbei und entdecken Sie, wie smartes Reisen geht.

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