Verfallen miles and more meilen: So stoppen Sie den Meilenverfall

Verfallen miles and more meilen: So stoppen Sie den Meilenverfall

Ja, Ihre wertvollen Miles & More Meilen können verfallen. Die wichtigste Regel, die Sie kennen müssen, ist eigentlich ganz einfach: Prämienmeilen sind ab dem Tag, an dem sie Ihrem Konto gutgeschrieben werden, genau 36 Monate gültig. Danach ist Schluss – zumindest, wenn man nichts unternimmt. Aber keine Sorge, es gibt bewährte Strategien, um den Verfall zu stoppen und Ihr mühsam gesammeltes Meilenguthaben zu schützen.

Die grundlagen des meilenverfalls verstehen

Die Angst, dass die Meilen plötzlich weg sind, kennt wohl jeder Sammler. Ein gut gefülltes Konto kann schnell an Wert verlieren, wenn man die entscheidenden Fristen nicht im Blick hat. Das Herzstück des Systems ist diese 36-Monats-Regel, doch es gibt eine kleine, aber entscheidende Feinheit, die oft übersehen wird.

Der Verfall Ihrer Meilen tritt nämlich nicht auf den Tag genau nach drei Jahren ein. Miles & More verschiebt das Verfallsdatum immer auf das Ende des laufenden Quartals. Das verschafft Ihnen ein wenig Puffer und macht die Stichtage sehr berechenbar. Die vier magischen Daten im Jahr sind also immer der 31. März, 30. Juni, 30. September und der 31. Dezember.

Ein beispiel aus der praxis

Stellen Sie sich vor, Sie haben am 12. Dezember 2022 bei einem Flug nach New York ordentlich Meilen gesammelt. Rein rechnerisch endet die 36-Monats-Frist am 12. Dezember 2025. Dank der Quartalsregelung haben Sie aber Glück: Diese Meilen verfallen erst zum 31. Dezember 2025. Diese kundenfreundliche Handhabung schenkt Ihnen wertvolle Wochen, um noch eine passende Prämie zu finden oder eine Schutzmaßnahme zu ergreifen.

Mein persönlicher Tipp: Sehen Sie den Miles & More Newsletter nicht als reine Werbung. Er ist Ihr persönliches Frühwarnsystem. Ungefähr zwei Monate vor dem Stichtag informiert Sie Miles & More ganz transparent darüber, wie viele Ihrer Meilen vom Verfall bedroht sind. Das ist Gold wert.

Wer diese einfachen Regeln kennt, kann proaktiv handeln und muss nicht in letzter Minute in Panik verfallen.

Der folgende Entscheidungsbaum fasst die einfachste Logik zusammen, um den Meilenverfall zu beurteilen.

Entscheidungsbaum zum Meilenverfall: Status oder Kreditkarte verhindern den Verfall von Meilen, sonst ist er möglich.

Die Grafik zeigt es ganz klar: Der direkteste Weg, sich um das Thema gar keine Sorgen machen zu müssen, ist ein Vielfliegerstatus oder die richtige Kreditkarte.

So behalten sie den überblick

Am besten werfen Sie regelmäßig einen Blick in Ihr Miles & More Konto, entweder online oder in der App. Dort sehen Sie eine detaillierte Aufstellung, die Ihnen ganz genau zeigt, wie viele Meilen zu welchem Quartalsende verfallen werden. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, hier mindestens einmal im Quartal reinzuschauen.

Wichtig zu wissen: Jede einzelne Meilengutschrift hat ihr eigenes Ablaufdatum. Selbst wenn Sie Meilen in einem Familien-Pool zusammenlegen, behält jede Meile ihre ursprüngliche Gültigkeit von 36 Monaten. Mehr zu den Fallstricken des Meilenpoolings erklären wir später. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Der einfachste Weg, den Überblick zu behalten, ist tatsächlich, einen Status zu erreichen oder eine der schützenden Kreditkarten zu nutzen. Vertiefende Informationen zu den Grundlagen finden Sie auch im Guide zum Meilenverfall bei reisetopia.de.

Um Ihnen einen schnellen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu geben, fasst die folgende Tabelle die gängigsten Strategien zusammen.

Übersicht der strategien gegen den meilenverfall

Diese Tabelle fasst die wichtigsten Methoden zusammen, um den Verfall von Miles & More Meilen zu verhindern, und bewertet ihre Effektivität sowie den damit verbundenen Aufwand.

Strategie Effektivität Aufwand Ideal für
Vielfliegerstatus (FTL, Senator, HON) Sehr hoch (kompletter Schutz) Hoch Viel- und Geschäftsreisende
Miles & More Kreditkarte Sehr hoch (kompletter Schutz) Gering Alle, die regelmäßig Meilen sammeln
Prämienmeilen einlösen Hoch (Meilen werden genutzt) Mittel Sammler mit konkretem Einlöseziel
Meilen in Payback-Punkte umwandeln Mittel (Wertverlust) Gering Als "Notlösung" vor dem Verfall
Spenden oder Zeitschriften-Abo Gering (schlechter Gegenwert) Gering Wenn nur wenige Meilen verfallen

Jede dieser Strategien hat ihre Vor- und Nachteile, die wir in den folgenden Abschnitten genauer beleuchten werden. So können Sie die für Sie passende Methode finden.

Mit diesem Grundwissen sind Sie jetzt bestens gerüstet, um die fortgeschrittenen Taktiken kennenzulernen, die wir Ihnen als Nächstes zeigen.

Der Vielfliegerstatus als ultimativer Schutzschild

Nahaufnahme von Reisedokumenten und einem lila Schild mit der Aufschrift „Status Schützt Meilen“ am Flughafen.

Für jeden, der das Thema Meilenverfall ein für alle Mal vom Tisch haben möchte, gibt es eine Königslösung: den Vielfliegerstatus. Das ist die mit Abstand eleganteste und umfassendste Methode, die weit über kurzfristige Tricks hinausgeht.

Ein Status wie der Frequent Traveller (FTL), Senator oder sogar der HON Circle Member ist eben nicht nur ein nettes Symbol auf der Bordkarte. Er ist der stärkste Schutzschild für Ihr gesamtes Meilenkonto. Sobald Sie eines dieser Level erreichen, ist der Meilenverfall komplett ausgesetzt. Einfach so.

Das Geniale daran: Der Schutz gilt auch rückwirkend. Alle Meilen auf Ihrem Konto – egal ob vor fünf Jahren oder erst gestern gesammelt – sind ab dem Moment sicher, in dem Sie den Status in der Tasche haben. Die 36-Monats-Frist wird quasi auf Eis gelegt.

Wie der Statusschutz in der Praxis funktioniert

Die Logik dahinter ist erfrischend unkompliziert. Solange Sie Ihren Status halten, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Ihre Meilen sind sicher. Kein Kopfzerbrechen mehr über Quartalsenden oder Verfallsdaten.

Und was passiert, wenn Sie den Status mal verlieren, weil Sie im Qualifikationsjahr weniger unterwegs waren? Auch dann gibt es keinen Grund zur Panik. Ihre Meilen verfallen nicht sofort am Tag des Statusverlusts. Stattdessen startet die 36-monatige Gültigkeitsfrist für Ihr gesamtes Meilenguthaben an genau diesem Tag von vorn.

Das ist ein unschätzbarer Vorteil, der eine enorme Planungssicherheit schafft. Gerade wer langfristig auf große Prämien wie einen First-Class-Flug hinarbeitet, muss sich nicht ständig Sorgen um das Ablaufdatum der ältesten Meilen machen.

Diese offizielle Regelung ist tatsächlich einer der wertvollsten Vorteile des ganzen Programms. Wer den Meilenverfall bei Miles & More stoppen will, findet im Elite-Status den smartesten Weg. Die Regeln sind klar: Für Inhaber eines Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Status ist der Verfall für die Dauer der Statuszugehörigkeit ausgesetzt. Alle Meilen bleiben erhalten und laufen erst nach einem eventuellen Statusverlust wieder 36 Monate. Das ist besonders für Geschäftsreisende und alle, die regelmäßig mit der Lufthansa Gruppe fliegen, ein entscheidender Vorteil. Die genauen Details dazu kann man jederzeit auf der Miles & More Website nachlesen.

Strategien, um den Status effizient zu erreichen

Der Weg zum Status führt über das Sammeln von Points, Qualifying Points und HON Circle Points. Seit der Systemumstellung ist das Ganze deutlich transparenter geworden. Entscheidend sind die Qualifying Points und HON Circle Points, die es ausschließlich für Flüge mit der Lufthansa Group und ihren engsten Airline-Partnern gibt.

Um den Status so effizient wie möglich zu erreichen, haben sich in der Praxis ein paar Strategien bewährt:

  • Fokus auf die richtigen Airlines: Konzentrieren Sie Ihre Flüge auf die Lufthansa Group (Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, Eurowings) und die Partner Croatia Airlines, LOT Polish Airlines sowie Luxair. Nur hier gibt es die wichtigen Qualifying Points.
  • Business Class als Beschleuniger: Es ist eine simple Rechnung. Flüge in der Business oder First Class bringen deutlich mehr Points als ein günstiger Economy-Flug. Manchmal ist ein etwas teureres Ticket auf der Langstrecke der schnellere und bequemere Weg zum Ziel.
  • Clever umsteigen: Sogenannte „Mileage Runs“ oder „Segment Runs“ können sich rechnen. Ein innereuropäischer Flug mit Umstieg bringt oft mehr Points als der Direktflug. Wer seine Geschäftsreisen geschickt plant, kann hier einiges herausholen.
  • Angebote mitnehmen: Halten Sie die Augen offen. Airlines haben immer wieder Aktionen, bei denen es doppelte Points auf bestimmten Strecken gibt. Ein Abo der richtigen Newsletter ist hier Gold wert.

Klar, ein Status erfordert eine gewisse Reisefrequenz und ein klares Bekenntnis zum Programm. Aber der Lohn – der komplette Schutz vor dem Meilenverfall und unzählige weitere Annehmlichkeiten auf Reisen – macht diesen Weg für viele zur attraktivsten Option, um den Wert ihrer Meilen langfristig zu sichern.

Die richtige Kreditkarte als Schutzschild für Ihre Meilen

Mal ehrlich, wer nicht gerade wöchentlich im Flieger sitzt, für den ist ein Vielfliegerstatus oft unerreichbar. Trotzdem will man seine mühsam gesammelten Meilen natürlich nicht einfach verfallen sehen. Genau hier kommt eine spezielle Kreditkarte ins Spiel – der wohl einfachste und zugänglichste Weg, den Meilenverfall bei Miles & More zu stoppen.

Es ist die pragmatischste Lösung für alle, die langfristig auf große Prämien wie einen Business- oder First-Class-Flug hinarbeiten.

Der direkte Weg: Die Miles & More Kreditkarte

Die von der DKB herausgegebene Miles & More Kreditkarte ist hier das Mittel der Wahl. Sobald Sie eine dieser Karten – egal ob Blue oder Gold – in den Händen halten, sind alle Ihre Prämienmeilen vor dem Verfall geschützt. Das Ganze ist an zwei simple Bedingungen geknüpft: Sie müssen die Karte seit mindestens einem Monat besitzen und jeden Monat mindestens eine meilenfähige Zahlung damit tätigen. Das kann schon der morgendliche Kaffee sein.

Dieser direkte Schutz ist unglaublich praktisch. Sie müssen nicht mehr nervös auf irgendwelche Daten im Kalender schauen. Solange die Karte aktiv ist und genutzt wird, ist die 36-Monats-Frist für Ihr Meilenkonto quasi ausgesetzt.

Das macht die Karte besonders für zwei Gruppen von Meilensammlern interessant:

  • Gelegenheitssammler: Leute, die über das Jahr verteilt immer mal wieder Meilen mitnehmen, aber bei Weitem nicht genug fliegen, um einen Status zu erreichen.
  • Langzeit-Sparer: Sammler, die ein großes Ziel vor Augen haben – zum Beispiel einen First-Class-Flug für die ganze Familie. So ein Vorhaben kann gut und gerne mehrere Jahre dauern.

Die Kosten für die Karte, beispielsweise 5,50 € pro Monat für die Blue Card, kann man im Grunde als Versicherungsprämie für das Meilenkonto betrachten. Aus unserer Erfahrung rechnet sich diese kleine Investition sofort, wenn man dadurch auch nur ein paar Tausend Meilen vor dem sicheren Verfall bewahrt. Wenn Sie tiefer in die Details und Vorteile der verschiedenen Modelle einsteigen wollen, finden Sie alles in unserem umfassenden Guide zur Miles & More Kreditkarte Gold.

Ein ganz wichtiger Tipp aus der Praxis: Sobald Sie die Karte kündigen, erlischt auch der Schutz. Ab genau diesem Tag beginnt die 36-Monats-Frist für Ihr gesamtes Meilenguthaben wieder von vorn zu laufen.

Der strategische Umweg: American Express Platinum

Während die Miles & More Karte eine direkte, aber auch sehr fokussierte Lösung ist, eröffnet eine American Express Platinum Card eine völlig andere, strategische Welt. Sie schützt Ihre Punkte nicht direkt bei Miles & More, sondern bietet einen viel flexibleren, indirekten Schutz.

Die bei Amex gesammelten Membership Rewards Punkte verfallen nämlich grundsätzlich nicht, solange Sie die Karte besitzen. Der wahre Kniff liegt aber in der Flexibilität: Sie können Ihre Punkte bei Bedarf zu einem Dutzend verschiedener Airline-Programme transferieren.

Stellen Sie sich zwei Szenarien vor:

Szenario 1: Der direkte Weg mit der Miles & More Karte
Sie sammeln Meilen direkt bei Miles & More und sichern diese mit der Co-Branding-Kreditkarte. Einfach und sicher, aber Sie sind eben an das Miles & More Programm gebunden.

Szenario 2: Die flexible Strategie mit Amex Platinum
Sie sammeln Membership Rewards Punkte. Wenn Sie einen Prämienflug buchen wollen, checken Sie die Verfügbarkeiten bei mehreren Airlines (z. B. British Airways, Singapore Airlines, Emirates). Erst dann, wenn Sie den perfekten Flug gefunden haben, transferieren Sie die exakt benötigte Punktemenge zum jeweiligen Programm.

Dieser Ansatz hat einen riesigen Vorteil: Sie sind nicht von den Launen, Regeln oder Verfügbarkeiten eines einzigen Vielfliegerprogramms abhängig. Sie picken sich einfach immer das Rosinen-Angebot heraus. Der Transfer zu Miles & More klappt zwar nur über den kleinen Umweg via Payback, aber die strategische Freiheit, die man dadurch gewinnt, ist unbezahlbar.

Die Wahl der richtigen Karte hängt also stark von Ihrer persönlichen Strategie ab:

Kartentyp Schutzmechanismus Ideal für...
Miles & More Kreditkarte Direkter Stopp des Meilenverfalls bei Miles & More. ...Sammler, die sich voll auf Miles & More konzentrieren und Planungssicherheit wollen.
American Express Platinum Indirekter Schutz durch eine flexible Punktewährung. ...strategische Sammler, die maximale Flexibilität und den Zugang zu vielen Programmen suchen.

Für viele erfahrene Sammler ist eine Kombination aus beiden Welten der goldene Mittelweg. Die Amex für die täglichen Ausgaben und die flexible Punkteverwendung, und dazu eine günstige Miles & More Blue Card als reine „Versicherung“, um die direkt bei Flügen gesammelten Meilen abzusichern.

Meilen clever einlösen, statt sie verfallen zu lassen

Person nutzt Laptop, um Miles & More Meilen einzulösen, mit Koffer am Flughafen.

Mal ehrlich, wenn ein Vielfliegerstatus oder eine spezielle Kreditkarte gerade nicht zur Debatte stehen, gibt es immer noch die beste Verteidigung gegen den Meilenverfall: die Meilen rechtzeitig und klug auszugeben. Das ist keine Notlösung, sondern eine echte Chance, den Wert Ihrer gesammelten Treue endlich zu realisieren.

Viele Sammler haben diesen einen großen Traum im Kopf – den perfekten Langstreckenflug in der First Class. Dabei übersehen sie oft die vielen kleineren, aber trotzdem wertvollen Prämien. Das Ganze endet dann nicht selten in hektischen Einlöse-Aktionen kurz vor Quartalsende, bei denen der Gegenwert alles andere als optimal ist. Ein bisschen vorausschauende Planung ist hier Gold wert.

Denken Sie über den reinen Prämienflug hinaus

Der klassische Prämienflug ist natürlich das Aushängeschild, aber das Miles & More Universum kann so viel mehr. Passt ein großer Flug gerade nicht in Ihre Pläne oder sind die Verfügbarkeiten einfach nur frustrierend? Dann werfen Sie unbedingt einen Blick auf die Alternativen, bevor die Meilen sang- und klanglos verschwinden.

Ein Upgrade ist zum Beispiel eine fantastische Möglichkeit, den Wert Ihrer Meilen zu maximieren. Statt einen kompletten Business-Class-Flug mit Meilen zu bezahlen, buchen Sie einfach ein günstiges Economy-Ticket und setzen Ihre Meilen für den Sprung in die nächsthöhere Klasse ein. Das ist oft deutlich meileneffizienter und macht aus einer anstrengenden Reise ein wirklich entspanntes Erlebnis.

Aber es gibt noch mehr sinnvolle Optionen:

  • Hotelbuchungen: Über die Miles & More Hotel- und Mietwagenplattform können Sie Ihre Meilen für Übernachtungen in Tausenden von Hotels weltweit auf den Kopf hauen.
  • Mietwagen: Auch Ihr nächster Mietwagen bei Partnern wie Sixt oder Avis lässt sich komplett mit Meilen bezahlen. Gerade bei längeren Anmietungen kommt da schnell eine ordentliche Ersparnis zusammen.
  • Sachprämien im WorldShop: Ob hochwertige Elektronik, neues Reisegepäck oder ein edles Weinpaket – der Lufthansa WorldShop hat eine riesige Auswahl. Klar, der Gegenwert pro Meile ist hier oft niedriger als bei Flugprämien, aber er ist immer noch unendlich viel besser als ein Totalverlust.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Bekannter von mir stand vor dem Verfall von 35.000 Meilen. Ein Flug kam für ihn nicht infrage. Statt die Meilen einfach aufzugeben, hat er sie für einen hochwertigen Rimowa-Koffer im WorldShop eingelöst, den er sich sowieso zulegen wollte. So hat er einen realen Wert von über 500 Euro gerettet.

Der Geheimtipp: Meilenschnäppchen

Wer flexibel ist und wirklich das Maximum aus seinen Meilen herausholen will, für den sind die „Meilenschnäppchen“ die mit Abstand beste Wahl. Jeden Monat stellt Miles & More ausgewählte Flugziele in der Economy und Business Class zu dramatisch reduzierten Meilenwerten online – oft mit einer Ersparnis von 50 % und mehr.

Stellen Sie sich vor: Ein Business-Class-Flug in die USA kostet plötzlich nur noch 55.000 Meilen statt der üblichen 112.000. Der Haken an der Sache? Die Reisezeiträume sind meist auf wenige Monate in der Zukunft begrenzt und gebucht werden muss im Aktionsmonat. Aber wer diese Flexibilität mitbringt, kann hier absolute Top-Deals landen.

Was tun mit kleineren Meilenbeträgen?

Aber was ist, wenn nur ein paar Tausend Meilen kurz vor dem Ablauf stehen? Auch dafür gibt es clevere Lösungen, die einen Wertverlust verhindern.

  • Zeitschriftenabos: Wahrscheinlich eine der einfachsten Methoden. Oft bekommen Sie für 5.000 bis 10.000 Meilen ein komplettes Jahresabo Ihrer Lieblingszeitschrift.
  • Spenden: Über die HelpAlliance, die Hilfsorganisation der Lufthansa Group, können Sie Ihre Meilen für einen guten Zweck einsetzen. Eine wirklich sinnvolle Alternative, wenn eine materielle Prämie gerade keinen Sinn ergibt.
  • Gutscheine: Im WorldShop finden sich oft auch Gutscheine für verschiedene Partner, die man schon für eine geringe Meilenzahl bekommen kann.

Die goldene Regel lautet: Jede Einlösung, egal wie klein, ist besser, als wenn verfallen Miles and More Meilen ungenutzt vom Konto verschwinden. Sehen Sie Ihr Meilenkonto wie ein Sparkonto – es ist da, um genutzt zu werden. Ein regelmäßiger Blick darauf und ein wenig Planung verhindern böse Überraschungen und sichern den Wert, den Sie sich hart erflogen haben.

Warum Meilenpooling nicht vor dem Verfall schützt

Die Idee klingt erstmal genial: Gemeinsam mit der Familie oder Freunden in einem Pool sammeln, um schneller das große Prämienziel zu erreichen – der Traum vom Business-Class-Flug rückt so in greifbare Nähe. Aber genau hier lauert ein weitverbreitetes und teures Missverständnis: Das Zusammenlegen von Meilen in einem Pool schützt diese nicht vor dem Verfall.

Viele glauben, die Aktivität im Pool oder die schiere Menge an Meilen würde das Verfallsdatum irgendwie zurücksetzen oder für alle harmonisieren. Das ist leider ein Mythos, der am Ende bares Geld kosten kann.

Die kalte Logik des Meilenpools

Hinter dem Meilenpooling steckt eine ziemlich einfache Mechanik. Jede einzelne Meile, die ein Mitglied in den Pool einbringt, behält ihr ursprüngliches, ganz individuelles Verfallsdatum. Die 36-Monats-Frist, die mit dem Tag der Gutschrift begonnen hat, tickt für jede Meile unaufhaltsam weiter – völlig egal, ob sie allein auf einem Konto schlummert oder sich in einem Pool mit Millionen anderer Meilen befindet.

Man muss sich den Pool als einen gemeinsamen Topf vorstellen, aus dem alle Mitglieder Meilen für Prämien entnehmen können. Eine echte Übertragung oder Vermischung der Meilen findet dabei aber nicht statt.

Stellen Sie sich das Ganze wie einen gemeinsamen Obstkorb vor. Jedes Mitglied legt seine eigenen Äpfel hinein. Nur weil die Äpfel jetzt zusammenliegen, werden die älteren, die kurz vor dem Verderben stehen, nicht plötzlich wieder frisch. Sie müssen zuerst gegessen werden, sonst sind sie weg.

Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch das Einlösen aus dem Pool. Miles & More wendet hier automatisch das „First In, First Out“-Prinzip (FIFO) an. Das System greift bei einer Prämienbuchung immer zuerst auf die Meilen zu, die als Nächstes verfallen würden, ganz gleich, von welchem Mitglied sie ursprünglich stammen. Das ist zwar fair, löst aber nicht das grundsätzliche Verfallsproblem.

Ein typisches Szenario aus der Praxis

Um das Ganze greifbarer zu machen, schauen wir uns ein Beispiel an, wie es in vielen Familien vorkommt, die gemeinsam sammeln:

  • Person A (der Vielreisende): Hat 100.000 Meilen auf dem Konto. Davon stehen 20.000 Meilen kurz vor dem Verfall am 31. Dezember.
  • Person B (der Gelegenheitssammler): Hat 40.000 Meilen im Pool. Davon verfallen 5.000 Meilen aber erst im nächsten Jahr.

Das gemeinsame Ziel ist ein Meilenschnäppchen für 55.000 Meilen, das sie im November buchen. Das System geht nun clever vor: Es nimmt die 20.000 Meilen von Person A, die am dringendsten sind, und füllt die restlichen 35.000 Meilen mit den nächstältesten Meilen aus dem gesamten Pool auf. Perfekt.

Problematisch wird es aber, wenn keine baldige Einlösung geplant ist. Liegen die 20.000 Meilen von Person A einfach nur im Pool, ohne dass eine Prämie gebucht wird, verschwinden sie am 31. Dezember unwiderruflich. Der Pool bietet davor keinen Schutz.

Dieser Irrglaube ist erstaunlich weit verbreitet. Im ersten Jahr nach Einführung der Funktion gründeten über 120.000 Mitglieder Pools. Eine beeindruckende Zahl von 85 Prozent ging jedoch fälschlicherweise davon aus, dies sei ein Schutzmechanismus. Jede Meile behält aber ihr 36-Monats-Ablaufdatum, selbst im Pool. Der Pool überträgt lediglich Nutzungsrechte, nicht die Gültigkeit. Wer tiefer in die Materie einsteigen will, findet alle Details in unserem umfassenden Guide zum Miles & More Meilenpooling.

Wie man als Pool-Sammler strategisch vorgeht

Wer im Pool sammelt, braucht also eine klare Strategie, damit die Freude am gemeinsamen Sammeln nicht durch verfallene Miles & More Meilen getrübt wird.

  • Kommunikation ist alles: Der Pool-Administrator sollte die Verfallsdaten aller Mitglieder regelmäßig im Blick haben und das Team auf dem Laufenden halten.
  • Gezielt einlösen: Planen Sie Prämienbuchungen bewusst um die Verfallsdaten herum. Wenn Meilen eines Mitglieds zu verfallen drohen, sollte die nächste Prämie so dimensioniert sein, dass genau diese Meilen sicher genutzt werden.
  • Individueller Schutz als Anker: Die beste Strategie ist, wenn mindestens eines der erwachsenen Pool-Mitglieder einen individuellen Meilenschutz genießt – entweder durch einen Vielfliegerstatus oder eine Miles & More Kreditkarte. Das sichert zwar nur die Meilen dieser einen Person, kann aber den Druck vom gesamten Pool nehmen, da ein großer Teil des Guthabens dauerhaft geschützt ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Meilenpooling ist ein exzellentes Werkzeug, um gemeinsam schneller ans Ziel zu kommen. Ein Schutzschild gegen den Meilenverfall ist es aber definitiv nicht. Ohne eine proaktive Strategie und regelmäßige Kontrolle der Ablaufdaten kann die vermeintliche Abkürzung zur Traumprämie schnell in einer herben Enttäuschung enden.

Häufig gestellte Fragen zum Meilenverfall bei Miles & More

Das Thema Meilenverfall sorgt immer wieder für Diskussionen und Unsicherheiten. Damit Sie nicht im Dunkeln tappen, habe ich hier die brennendsten Fragen zusammengetragen und beantworte sie mit meinen praxiserprobten Tipps. Sehen Sie das Ganze einfach als kleinen Spickzettel für Ihr Meilenkonto.

Kann ich bereits verfallene Meilen reaktivieren?

Kurz gesagt: Ja, das geht, aber es ist oft ein teurer Spaß. Miles & More bietet tatsächlich eine offizielle Möglichkeit, verfallene Meilen gegen eine Gebühr wiederzubeleben. Die Option finden Sie direkt in Ihrem Online-Konto unter dem Punkt „Meilen reaktivieren“.

Allerdings ist dieser Service alles andere als günstig. Die Kosten richten sich nach der Menge der Meilen, die Sie zurückholen wollen. Es wird also schnell zu einem Rechenexempel. Handelt es sich um eine wirklich große Summe, sagen wir mal 50.000 Meilen oder mehr, kann sich die Gebühr im Vergleich zum Wert eines Business-Class-Prämientickets vielleicht gerade noch lohnen.

Bei kleineren Meilenbeträgen fahren Sie aber fast immer besser, wenn Sie das Geld stattdessen in ein gutes Zeitschriftenabo mit hoher Meilengutschrift oder in ein Meilenpaket bei „Bundle&Go“ stecken. Prüfen Sie also ganz genau die Konditionen, bevor Sie Ihr Geld für die Reaktivierung ausgeben.

Mein Tipp aus Erfahrung: Sehen Sie die Reaktivierung als absolute Notlösung. Eine vorausschauende Strategie, die den Verfall von vornherein verhindert, ist immer die smartere, günstigere und nervenschonendere Variante.

Verlängert der Kauf von Meilen die Gültigkeit meines Restguthabens?

Das ist einer der hartnäckigsten Mythen rund um Miles & More, und die Antwort ist ein klares Nein. Wenn Sie Meilen kaufen, zum Beispiel über Aktionen wie „Bundle&Go“, hat das absolut keinen Einfluss auf das Verfallsdatum Ihrer bereits gesammelten Meilen.

Stellen Sie es sich so vor: Jede einzelne Meile hat ihr eigenes, 36-monatiges Leben. Die neu gekauften Meilen starten ihren eigenen 36-monatigen Countdown an dem Tag, an dem sie Ihrem Konto gutgeschrieben werden. Sie stoppen aber nicht die Uhr für Ihre alten Meilen.

Anders als bei manchen US-Vielfliegerprogrammen stoppt bei Miles & More keine Kontoaktivität den Verfall – weder ein Meilenkauf noch eine Hotel- oder Mietwagenbuchung.

Es gibt nur zwei Wege, den Verfall durch eine Aktion aufzuhalten:

  • Sie erreichen einen Vielfliegerstatus (Frequent Traveller, Senator oder HON Circle).
  • Sie besitzen eine gültige Miles & More Kreditkarte und nutzen diese regelmäßig.

Was ist die beste Strategie für Inhaber einer Amex Platinum Karte?

Für alle, die eine American Express Platinum Karte in der Tasche haben, ist Flexibilität der größte Trumpf. Die mit Abstand schlechteste Idee wäre es, Membership Rewards Punkte prophylaktisch zu Miles & More zu transferieren, nur um das Konto aufzufüllen.

Sobald Ihre Punkte bei Miles & More angekommen sind (was sowieso nur über den Umweg Payback klappt), unterliegen sie sofort der unerbittlichen 36-Monats-Verfallsfrist. Das wollen Sie vermeiden.

Die cleverste Strategie ist es, die Punkte so lange wie möglich als Membership Rewards Punkte bei American Express zu parken. Dort sind sie sicher und verfallen nicht, solange Sie Karteninhaber sind.

Schieben Sie die Punkte erst dann zu einem der vielen Airline-Partner, wenn Sie eine konkrete Prämie im Auge haben und die Verfügbarkeit bereits geprüft haben. Das schützt Sie nicht nur vor dem Verfall bei einem einzelnen Programm, sondern gibt Ihnen die Freiheit, immer das Programm mit der besten Verfügbarkeit oder den niedrigsten Zuzahlungen zu wählen. Diese strategische Unabhängigkeit ist der wahre Wert Ihrer Amex-Punkte.

Stoppt das Spenden von Meilen den Verfall meines Guthabens?

Leider nein. Auch wenn Sie Meilen an wohltätige Organisationen wie die HelpAlliance spenden, hat das keinen Einfluss auf das Verfallsdatum Ihrer restlichen Meilen. Nichtsdestotrotz ist es eine wunderbare und sinnvolle Möglichkeit, Meilen zu nutzen, die Sie sonst unweigerlich verlieren würden.

Betrachten Sie die Spende als die letzte, wertvolle Option für Meilen, die kurz vor dem Stichtag stehen und für die Sie einfach keine andere Verwendung mehr finden. Es ist aber kein Schutzschild für Ihr gesamtes Meilenkonto.

Planen Sie Spenden also gezielt für die Meilen ein, deren Countdown fast abgelaufen ist. So geht Ihr Engagement nicht verloren und keine Ihrer hart gesammelten Meilen verfällt sinnlos.


Bei Reisen ohne Limit zeigen wir Ihnen, wie Sie das Maximum aus Ihren Punkten und Meilen herausholen. Entdecken Sie auf https://reisenohnelimit.de detaillierte Anleitungen und Strategien, um Ihr Reiseerlebnis mit Vorteilen wie der American Express Platinum auf ein neues Level zu heben.

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