Überweisung von kreditkarte auf fremdes konto: wann es sich lohnt

Überweisung von kreditkarte auf fremdes konto: wann es sich lohnt

Wer schon einmal versucht hat, Geld direkt von seiner Kreditkarte auf ein fremdes Konto zu überweisen, kennt das Problem: Es funktioniert einfach nicht so wie bei einem normalen Girokonto. Eine klassische SEPA-Überweisung direkt aus dem Kreditkartenkonto heraus ist in Deutschland die absolute Ausnahme und wird von den meisten Banken gar nicht erst angeboten. Warum ist das so? Ganz einfach: Eine Kreditkarte ist als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen konzipiert, nicht als Werkzeug für Geldtransfers.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen genau das nötig ist. Glücklicherweise existieren einige Umwege, um das Ziel zu erreichen – doch Vorsicht ist geboten, denn die können schnell teuer werden.

Warum die direkte überweisung eine ausnahme ist

Eine Person hält ein Smartphone und eine Kreditkarte, mit der Aufschrift „Direktüberweisung Möglich“ für einfache und schnelle Zahlungen.

Wenn eine Bank eine solche Überweisung doch zulässt, wird sie fast immer wie eine Bargeldverfügung (auch Cash Advance genannt) behandelt. Das ist ein entscheidender Unterschied zum normalen Bezahlen im Laden. Bei einer Bargeldverfügung gibt es keinen zinsfreien Zeitraum. Ab dem Moment der Transaktion fallen hohe Sollzinsen an, die nicht selten bei über 20 % pro Jahr liegen.

Und damit nicht genug. Obendrauf kommt noch eine saftige Barabhebungsgebühr. Diese liegt in der Regel zwischen 2 % und 5 % des Überweisungsbetrags. Bei einer Überweisung von 1.000 € wären das also sofort bis zu 50 € Gebühr – plus die Zinsen, die ab dem ersten Tag ticken.

Der sonderfall für punktesammler

Besitzer von Premium-Kreditkarten, wie beispielsweise einer American Express Platinum, fragen sich an dieser Stelle vielleicht: Könnte sich das nicht lohnen, um schnell Membership Rewards Punkte zu sammeln? Die Antwort ist in 99 % der Fälle ein klares Nein.

Die Kosten durch Gebühren und Zinsen sind fast immer deutlich höher als der Wert der Bonuspunkte, die man dafür bekommt. Finanziell ist das ein schlechtes Geschäft und sollte wirklich nur im äußersten Notfall erwogen werden.

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Ausland, Ihr Online-Banking fürs Girokonto streikt und Sie müssen dringend einen lokalen Handwerker bezahlen. In so einer Zwangslage könnte die Überweisung von der Kreditkarte die letzte Rettung sein. Man sollte diese Option aber nicht mit der Möglichkeit verwechseln, Rechnungen mit Kreditkarte zu bezahlen, was über spezielle Dienstleister oft viel unkomplizierter und günstiger ist.

Am Ende des Tages bleibt die direkte Überweisung von der Kreditkarte eine teure Notlösung. Smarte Alternativen über Drittanbieter sind fast immer die bessere und vor allem kostengünstigere Wahl.

Was eine Überweisung von der Kreditkarte wirklich kostet

Ein Rechner, eine Kreditkarte, ein Dokument und ein Stift auf einem Holztisch mit dem Text 'KOSTEN & ZINSEN'.

Bevor Sie überhaupt darüber nachdenken, eine Überweisung von der Kreditkarte auf ein fremdes Konto zu tätigen, sollten Sie sich die Kosten ganz genau ansehen. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht unkompliziert, aber in der Praxis entpuppt sich dieser Weg oft als eine der teuersten Methoden, um Geld zu bewegen. Es geht hier um viel mehr als nur den reinen Betrag, den Sie überweisen möchten.

Der erste Kostenblock, der Ihnen begegnet, ist die sogenannte Cash Advance Fee. Ihre Bank betrachtet eine solche Überweisung nämlich nicht als normalen Einkauf, sondern stuft sie als Bargeldabhebung ein. Dafür fällt direkt eine prozentuale Gebühr an, die meist zwischen 2 % und 5 % des Überweisungsbetrags liegt. Bei einer Summe von 1.000 Euro sind das also schon mal bis zu 50 Euro, die sofort fällig werden.

Doch das ist leider erst der Anfang. Der wirklich teure Teil kommt erst noch: die Zinsen.

Zinsen ab dem ersten Tag – die versteckte Kostenfalle

Normalerweise genießen Sie bei Kreditkartenzahlungen ein zinsfreies Zahlungsziel von oft mehreren Wochen. Dieser Puffer ist ein riesiger Vorteil im Alltag. Bei einer Überweisung, die als Bargeldbezug gewertet wird, fällt dieser Vorteil komplett weg.

Das bedeutet: Ab dem Moment der Transaktion fallen hohe Sollzinsen auf den gesamten Betrag an. Diese Zinsen klettern nicht selten auf über 20 % pro Jahr. Wenn Sie den offenen Betrag also nicht sofort wieder ausgleichen, wird die Sache extrem schnell extrem teuer.

Genau diese sofortige Zinsbelastung macht eine solche Überweisung zu einer finanziellen Notlösung, die man tunlichst vermeiden sollte.

Lohnt sich das für Punktesammler? Eine ehrliche Rechnung

Für Inhaber von Premium-Kreditkarten, die fleißig Meilen und Punkte sammeln, stellt sich natürlich die Frage: Kann ich so mein Punktekonto füllen? Nehmen wir als Beispiel die beliebte Miles & More Kreditkarte. Hier werden pro Überweisung satte 2,5 % Gebühren fällig. Bei 1.000 Euro sind das also 25 Euro extra – nur für die Transaktion. Zwar wächst das Meilenkonto, aber die Kosten sind erheblich. Wer sich für die Gebührenstrukturen anderer Premiumkarten interessiert, findet in unserem Leitfaden zu den Amex Kosten nützliche Einblicke.

Auch wenn Kartenzahlungen in Deutschland immer beliebter werden – ihr Anteil am Zahlungsmix stieg laut Deutscher Bundesbank von 2017 bis 2021 auf 6 Prozent –, bleiben direkte Überweisungen von der Kreditkarte eine teure Nische. Die meisten Banken blockieren diesen Weg entweder komplett oder verlangen saftige Gebühren.

Als Punktesammler müssen Sie sich also immer zwei Kernfragen stellen:

  • Wie viel ist ein Punkt wert? Rechnen Sie den monetären Wert der gesammelten Meilen oder Punkte realistisch aus.
  • Was sind die Gesamtkosten? Addieren Sie die Cash Advance Fee, eventuelle Servicegebühren von Drittanbietern und die sofort fälligen Sollzinsen.

Nur wenn der Wert Ihrer gesammelten Punkte die Summe aller Kosten deutlich übersteigt, könnte sich das Ganze lohnen. Die ehrliche Antwort ist aber: In den allermeisten Fällen ist das Ergebnis ernüchternd und Sie machen schlichtweg ein Minusgeschäft.

Smarte Alternativen, die Geld und Nerven sparen

Reisender am Flughafen mit Smartphone, Gepäck und Dokumenten, über dem der Text 'GÜNSTIGE ALTERNATIVEN' liegt.

Die direkte Überweisung von einer Kreditkarte auf ein fremdes Konto ist ein teurer Spaß. Die saftigen Gebühren und sofort fälligen Zinsen machen das Ganze schnell unattraktiv. Aber zum Glück gibt es clevere Umwege, die nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern oft sogar noch das Punktekonto füllen. Gerade für Reisende und Meilensammler, die flexibel bleiben wollen, sind diese Methoden Gold wert.

Der ganze Trick liegt darin, einen Zwischenschritt einzubauen. Statt direkt von der Karte zu überweisen, laden Sie einfach Ihr Konto bei einem Finanzdienstleister wie PayPal, Wise oder Revolut auf. Das Geld landet dann als Guthaben auf Ihrem Account, von wo aus Sie es ganz normal per SEPA-Überweisung weiterschicken können. So wird aus einer teuren Bargeldverfügung ein ganz gewöhnlicher Kauf.

Der Umweg über Finanzdienstleister

Besonders spannend ist diese Methode für Inhaber einer American Express Platinum. Lädt man sein PayPal- oder Revolut-Konto mit der Amex auf, wird das in der Regel als ganz normaler Umsatz gewertet. Heißt für Sie: Sie sammeln wertvolle Membership Rewards Punkte, als hätten Sie gerade im Online-Shop eingekauft.

Ein paar Dienstleister haben sich in der Praxis besonders bewährt:

  • PayPal: Der absolute Klassiker. Einfach das PayPal-Konto per Kreditkarte aufladen und das Guthaben dann an Freunde senden oder Rechnungen begleichen.
  • Wise (früher TransferWise): Bekannt für seine transparenten Gebühren und fairen Wechselkurse. Wer Geld ins Ausland schicken muss, ist hier genau richtig. Die Aufladung per Karte ist ein Kinderspiel.
  • Revolut: Die Banking-App macht es ebenfalls super einfach, das Konto per Karte aufzuladen und das Geld dann wie von einem normalen Girokonto weiterzuleiten.

Aber Achtung, hier ein wichtiger Hinweis aus der Praxis: Übertreiben Sie es nicht mit riesigen oder ungewöhnlich häufigen Transaktionen. Finanzdienstleister unterliegen strengen Geldwäsche-Richtlinien. Wenn Sie plötzlich hohe Summen auf Ihr Konto laden und sofort wieder überweisen, kann das System Alarm schlagen und Ihr Account wird zur Prüfung vorübergehend gesperrt.

Worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten

Nicht jeder Dienst ist für jeden Zweck die beste Wahl. Schauen Sie sich die Gebühren genau an. Die Aufladung selbst ist oft gratis, aber für die anschließende Überweisung oder bei Währungsumrechnungen können Kosten entstehen. PayPal ist für Überweisungen innerhalb der Eurozone oft eine gute und günstige Option, während Wise gerade bei internationalen Transfers seine Stärken voll ausspielt.

Diese cleveren Umwege passen perfekt zur Entwicklung des Zahlungsverhaltens in Deutschland, vor allem für die Bedürfnisse von Vielfliegern. Eine Studie der Bundesbank von 2021 zeigt, dass der Anteil von Kreditkartenzahlungen seit 2017 auf 6 Prozent gestiegen ist – besonders bei Reisekosten. Da gleichzeitig 98 Prozent der Deutschen ein Girokonto nutzen, bleibt die SEPA-Überweisung der Standard. Dienste wie PayPal schließen genau diese Lücke.

Für uns Punktesammler ist der entscheidende Punkt aber ein anderer: Die Transaktion muss auf der Kreditkartenabrechnung als Kauf auftauchen, nicht als Bargeldbezug. Testen Sie das am besten mit einem kleinen Betrag, bevor Sie größere Summen bewegen. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass Ihr Punktekonto wächst und Sie die hohen Gebühren einer direkten Überweisung elegant umgehen.

Wie Sie sich vor Betrug und rechtlichen Fallstricken schützen

Ganz ehrlich: Jede finanzielle Transaktion, die nicht den direkten Weg nimmt – und eine Überweisung von der Kreditkarte auf ein fremdes Konto gehört definitiv dazu – erfordert ein gesundes Maß an Misstrauen. Diese digitalen Umwege sind zwar praktisch, schaffen aber leider auch Einfallstore für Betrüger. Es ist also absolut entscheidend, die gängigen Tricks zu kennen und zu wissen, wo Ihre eigenen Rechte und Pflichten liegen.

Die größten Gefahren lauern oft im Verborgenen, zum Beispiel in Form von Phishing-Mails oder perfekt gefälschten Webseiten. Betrüger sind mittlerweile Meister darin, die Optik bekannter Zahlungsdienstleister zu kopieren, um an Ihre Kreditkartendaten und Passwörter zu kommen. Seien Sie also extrem skeptisch, wenn Sie eine E-Mail erhalten, die Sie unter Druck setzt und zu einer dringenden Anmeldung oder Datenbestätigung auffordert.

Kennen Sie Ihre Rechte und Pflichten

Die gute Nachricht ist: Sie sind als Verbraucher nicht allein gelassen. Der Gesetzgeber hat klare Spielregeln aufgestellt, falls doch mal jemand unbefugt auf Ihr Konto zugreift. Aber Achtung, dieser Schutz ist kein Freifahrtschein.

Der Dreh- und Angelpunkt ist Ihre eigene Sorgfaltspflicht. Geben Sie niemals Ihre PIN oder Ihr Passwort aus der Hand – nicht an die beste Freundin, nicht an die Familie. Juristisch wird das schnell als grobe Fahrlässigkeit eingestuft. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass Sie auf dem gesamten Schaden sitzen bleiben.

Entdecken Sie auf Ihrer Kreditkartenabrechnung eine Buchung, die nicht von Ihnen stammt, greift das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Nach § 675v BGB muss grundsätzlich Ihre Bank für den Schaden aufkommen. Ihr Eigenanteil ist dabei auf maximal 50 Euro begrenzt, vorausgesetzt, Sie haben nicht grob fahrlässig gehandelt. Wichtig ist nur: Melden Sie den Betrug sofort!

Die Gefahr ist alles andere als theoretisch. Allein im Jahr 2021 registrierte das Bundeskriminalamt rund 37.000 Betrugsfälle nur mit gestohlenen Debitkarten samt PIN. Bei Kreditkarten ist die Dunkelziffer vermutlich noch weitaus höher, da Maschen wie Phishing oder Skimming schwerer zu fassen sind. Ein guter Ratgeber, wie man im Ernstfall richtig reagiert, findet sich beispielsweise auf der Website von ra-kotz.de.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die Sie unbedingt nutzen sollten

Moderne Technik ist Ihr bester Freund im Kampf gegen Betrüger. Schauen Sie also, dass Sie wirklich alle Schutzmechanismen aktivieren, die Ihnen zur Verfügung stehen.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Ein absolutes Muss für jeden Finanzdienstleister, den Sie nutzen. Selbst wenn ein Dieb Ihr Passwort knackt, scheitert er ohne den zweiten Faktor – meist ein Code auf Ihrem Handy.
  • 3D-Secure-Verfahren: Bei Online-Zahlungen führt hieran kein Weg vorbei. Verfahren wie "Visa Secure" oder "Mastercard Identity Check" verlangen eine zusätzliche Bestätigung der Zahlung per App oder SMS-Code.
  • Regelmäßige Kontrolle: Werfen Sie mindestens einmal pro Woche einen Blick auf Ihre Kreditkartenumsätze. Je schneller Sie einen Betrug aufdecken, desto größer sind Ihre Chancen, das Geld zurückzubekommen.

Ein oft übersehener, aber wichtiger Punkt für die Sicherheit ist auch die korrekte Empfängerprüfung bei Überweisungen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Geld auch wirklich dort ankommt, wo es hinsoll.

Gerade für Reisende noch ein wichtiger Hinweis zu internationalen Überweisungen: Fließen Beträge über 12.500 Euro ins Ausland oder von dort nach Deutschland, müssen Sie das der Bundesbank melden. Das ist kein Grund zur Panik, sondern dient lediglich der Außenwirtschaftsstatistik. Man sollte es nur nicht vergessen, um sich rechtlichen Ärger zu ersparen.

Ein praxisleitfaden für reisende und punktesammler

Für Vielreisende und passionierte Punktesammler ist die Überweisung von der Kreditkarte auf ein fremdes Konto oft ein zweischneidiges Schwert. Richtig eingesetzt, kann sie ein geniales Werkzeug sein, um kurzfristig liquide zu sein oder eine Menge Bonuspunkte zu sammeln. Macht man es aber falsch, schnappt die Kostenfalle schnell zu.

Die entscheidende Frage ist also nicht ob, sondern wann und wie man diese Methode klug einsetzt. Die Antwort darauf ist immer ganz individuell und hängt stark von Ihrer Situation ab. Es gibt aber durchaus Momente, in denen die Vorteile die Nachteile klar überwiegen.

Wann sich der umweg wirklich lohnt

Stellen Sie sich mal dieses Szenario vor: Sie stoßen auf ein einmaliges Reiseangebot – vielleicht ein Upgrade in die Business Class für einen Spottpreis – das aber sofort per Überweisung bezahlt werden muss. Ihr Girokonto gibt das gerade nicht her und die Zeit drängt. In so einem Fall kann die schnelle Liquidität über einen Drittanbieter den Unterschied machen. Die anfallenden Gebühren sind dann ein kleiner Preis für eine große Ersparnis oder ein unvergessliches Erlebnis.

Oder ein anderes klassisches Beispiel: eine finanzielle Notlage im Ausland. Sie müssen unerwartet eine Arztrechnung begleichen oder eine Kaution hinterlegen, aber der Empfänger akzeptiert partout nur eine lokale Banküberweisung. Anstatt wertvolle Zeit mit komplizierten Auslandsüberweisungen vom heimischen Girokonto zu verlieren, kann der Umweg über einen Dienstleister wie Wise oder Revolut die mit Abstand schnellste Lösung sein.

Checkliste für die clevere kreditkarten-überweisung

Bevor Sie eine Überweisung über einen Drittanbieter lostreten, gehen Sie am besten kurz diese Punkte durch. So stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Entscheidung treffen:

  • Wie dringend ist es wirklich? Ist die Überweisung absolut zeitkritisch? Oder würde eine normale, günstigere SEPA-Überweisung nicht vielleicht doch rechtzeitig ankommen?
  • Stimmen Kosten und Nutzen? Rechnen Sie kurz nach: Stehen die Gebühren des Anbieters in einem vernünftigen Verhältnis zum finanziellen Vorteil (z. B. der Ersparnis beim Reise-Deal) oder zum Wert der gesammelten Amex Punkte?
  • Welchen Anbieter wählen? Setzen Sie ausschließlich auf etablierte und regulierte Dienste. Prüfen Sie deren Gebührenstruktur ganz genau – sowohl für das Aufladen per Karte als auch für die eigentliche Überweisung.
  • Alles dokumentieren: Bewahren Sie alle Transaktionsbelege und E-Mails sorgfältig auf. Das ist nicht nur gut für Ihre eigenen Unterlagen, sondern Gold wert, falls es doch mal zu Unstimmigkeiten kommt.
  • Sofort ausgleichen: Planen Sie fest ein, den offenen Betrag auf Ihrer Kreditkartenabrechnung sofort zu begleichen. So umgehen Sie die oft horrenden Sollzinsen, die anfallen, wenn der Vorgang als „Cash Advance“ (Bargeldbezug) gewertet wird.

Dieser Entscheidungsbaum zeigt, wie kritisch die Haftungsfrage ist, besonders wenn Sie Ihre PIN weitergeben.

Entscheidungsbaum zum Haftungsrisiko bei unautorisierten Zahlungen, der die Verantwortung bei PIN-Weitergabe aufzeigt.

Die Grafik macht eines ganz klar: Sobald grobe Fahrlässigkeit wie die Weitergabe der PIN ins Spiel kommt, geht die Haftung bei unautorisierten Zahlungen fast vollständig auf Sie über.

Sehen Sie die Überweisung von einer Kreditkarte als das, was sie ist: ein Spezialwerkzeug in Ihrem Finanz-Repertoire. Sie ist definitiv nichts für den Alltag, kann aber in der richtigen Situation und mit dem nötigen Wissen extrem wertvoll sein, um Reiseträume zu verwirklichen und das Maximum an Vorteilen herauszuholen.

Oft gestellte Fragen

Geld von der Kreditkarte zu überweisen ist kein alltäglicher Vorgang. Daher tauchen in der Praxis immer wieder dieselben Fragen und Unsicherheiten auf. Hier bekommen Sie klare und direkte Antworten auf die wichtigsten Punkte, damit Sie gut informiert sind und teure Fehler vermeiden.

Kann ich mit meiner American Express Karte direkt Geld überweisen?

Nein, eine direkte Überweisung von einer American Express auf ein Bankkonto ist in Deutschland nicht vorgesehen. Das ist eine Funktion, die Amex schlichtweg nicht anbietet.

Um trotzdem Geld von Ihrer Amex auf ein fremdes Konto zu bekommen, müssen Sie einen kleinen Umweg nehmen. Das Ganze funktioniert über Drittanbieter wie zum Beispiel PayPal oder andere spezialisierte Finanzdienstleister. Der Trick dabei: Die Zahlung an den Dienstleister wird oft als normaler Einkauf gewertet. So können Sie wertvolle Membership Rewards Punkte sammeln, während der Anbieter die eigentliche Überweisung für Sie erledigt. Wägen Sie aber immer die Gebühren des Dienstes gegen den Wert der gesammelten Punkte ab – nicht immer rechnet es sich.

Welche Gebühren sind bei einer Überweisung von der Kreditkarte typisch?

Die Kosten setzen sich in der Regel aus zwei Teilen zusammen. Zuerst verlangt der genutzte Drittanbieter eine eigene Servicegebühr. Diese liegt oft bei 1 % bis 3 % des Überweisungsbetrags und deckt die Abwicklung der Transaktion ab.

Der zweite, oft teurere Teil kommt von Ihrer eigenen Bank. Viele Kreditkartenanbieter stufen solche Transaktionen nämlich als Bargeldabhebung ein, auch „Cash Advance“ genannt. Das löst eine zusätzliche Barabhebungsgebühr aus, die schnell mal bei 2 % bis 4 % des Betrags liegen kann. Und das ist noch nicht alles: Ab dem Tag der Transaktion fallen hohe Sollzinsen an, da der sonst übliche zinsfreie Zeitraum bei einer Cash Advance komplett entfällt. Deshalb ist es extrem wichtig, den offenen Betrag auf der Karte sofort auszugleichen, um nicht in eine Zinsfalle zu tappen.

Ein kleines Rechenbeispiel: Eine Überweisung von 1.000 € könnte Sie leicht 30 € an Servicegebühren und weitere 40 € an Barabhebungsgebühren kosten. Das sind zusammen 70 € – die anfallenden Zinsen noch gar nicht eingerechnet.

Sind Drittanbieter für Kreditkarten-Überweisungen sicher?

Die Sicherheit steht und fällt mit dem Anbieter, den Sie wählen. Etablierte und staatlich regulierte Dienste wie PayPal, Wise oder Revolut gelten als sehr sicher. Sie setzen auf moderne Verschlüsselung und haben ausgeklügelte Systeme zur Betrugsprävention, um Ihr Geld und Ihre Daten zu schützen.

Trotzdem ist immer auch Ihre eigene Wachsamkeit gefragt. Mit ein paar einfachen Regeln minimieren Sie die Risiken erheblich:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Aktivieren Sie diese Schutzmaßnahme, wo immer es geht. Sie ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, falls Ihr Passwort doch einmal in die falschen Hände gerät.
  • Nur auf vertrauenswürdigen Seiten: Achten Sie darauf, Ihre Kartendaten nur auf sicheren Webseiten mit „https://“-Verschlüsselung in der Browserzeile einzugeben.
  • Vorsicht bei Lockangeboten: Seien Sie skeptisch bei unbekannten Anbietern, die mit unrealistisch niedrigen oder gar keinen Gebühren werben. Dahinter steckt oft ein Betrugsversuch.
  • Regelmäßige Kontrolle: Werfen Sie immer einen Blick auf Ihre Kreditkartenabrechnung. Melden Sie verdächtige Buchungen sofort Ihrer Bank.

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