Qualifying Points Lufthansa erklärt in einfachen Schritten

Qualifying Points Lufthansa erklärt in einfachen Schritten

Willkommen in der neuen Welt des Miles & More Programms! Wer heute einen Vielfliegerstatus anstrebt, muss umdenken. Vorbei die Zeiten komplizierter Meilenberechnungen – das neue System setzt auf ein einfaches und transparentes Punktemodell. Im Mittelpunkt stehen dabei die sogenannten Qualifying Points, die Sie ausschließlich auf Flügen mit der Lufthansa Group und ihren engsten Partner-Airlines sammeln.

Das neue Statussystem von Lufthansa – einfach erklärt

Miles & More hat sein Vielfliegerprogramm von Grund auf modernisiert. Vergessen Sie die alten Statusmeilen, denn die Logik dahinter ist jetzt deutlich klarer. Ihr Weg zum Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Member hängt von drei neuen „Währungen“ ab:

  • Points: Das ist die Basiswährung. Sie sammeln sie auf Flügen mit allen Airlines der Star Alliance, also zum Beispiel auch bei United, Singapore Airlines oder Thai Airways.
  • Qualifying Points (QP): Hier wird es entscheidend! Diese wertvolleren Punkte gibt es ausschließlich für Flüge, die von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und weiteren direkten Partnern durchgeführt werden.
  • HON Circle Points: Die exklusivste Kategorie. Diese Punkte sammeln Sie nur auf Flügen in der Business und First Class mit den eben genannten Kern-Airlines.

Die Logik hinter dem System

Die neue Struktur macht die Statusjagd deutlich berechenbarer. Statt unzähliger Faktoren wie Buchungsklasse, Ticketpreis und exakter Entfernung zählen jetzt nur noch zwei einfache Kriterien:

  1. Ihre Reiseklasse (also Economy, Business etc.)
  2. Die Art des Fluges (kontinental oder interkontinental)

Das bedeutet ganz konkret: Ein kurzer Hüpfer von München nach Berlin in der Business Class bringt Ihnen exakt dieselben Punkte wie ein deutlich längerer Flug von Frankfurt nach Lissabon. Die genaue Distanz ist irrelevant geworden. Diese Vereinfachung macht es viel leichter, den Weg zum Wunschstatus zu planen.

Warum die Wahl der Airline jetzt alles entscheidet

Die wichtigste Regel, die Sie verinnerlichen müssen, ist die „50-Prozent-Hürde“. Um einen Status zu erreichen, genügt es nicht, nur die erforderliche Gesamtpunktzahl zu sammeln. Mindestens die Hälfte davon müssen Qualifying Points sein.

Wo man früher für den Frequent Traveller Status 35.000 Statusmeilen brauchte, sind es heute 650 Points. Die Bedingung: Davon müssen mindestens 325 Qualifying Points sein. Mehr zu den neuen Statusanforderungen finden Sie in dieser Analyse auf Frankfurtflyer.de.

Diese Regel soll sicherstellen, dass Statuskunden auch wirklich loyal zur Lufthansa Group stehen. Es reicht also nicht mehr, wild innerhalb der Star Alliance zu fliegen – ein Großteil Ihrer Reisen muss mit den Kern-Airlines stattfinden.

Die wertvollen Qualifying Points gibt es unter anderem bei Flügen mit Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Air Dolomiti, Croatia Airlines und LOT Polish Airlines. Ein Flug mit einer anderen Star-Alliance-Airline wie Air Canada bringt Ihnen zwar normale Points, aber eben keine Qualifying Points. Genau das ist der entscheidende Unterschied.

Für alle, die ihren Status nicht jedes Jahr mühsam neu erfliegen wollen, könnte übrigens auch unser Status Match Guide 2025 eine interessante Alternative sein. Dieses Grundprinzip der Qualifying Points ist der Schlüssel zum Erfolg, bevor wir uns gleich die besten Strategien zur Optimierung ansehen.

Was genau sind Qualifying Points und wie sammelt man sie?

Nachdem wir die Grundlagen des neuen Systems beleuchtet haben, kommen wir jetzt zum Herzstück: den Qualifying Points (QP). Stellen Sie sich diese Punkte am besten als die „Kernwährung“ für Ihren Status bei der Lufthansa Group vor. Sie sind der entscheidende Maßstab, mit dem Ihre Treue zu Lufthansa, SWISS & Co. gemessen und belohnt wird.

Die wichtigste Regel ist dabei ebenso einfach wie strikt: Qualifying Points gibt es ausschließlich für Flüge. Es gibt keinerlei Umwege über Kreditkartenumsätze, den Transfer von Amex-Punkten oder irgendwelche Sonderaktionen. Ihr Status bei Miles & More hängt direkt davon ab, wie oft Sie mit den „richtigen“ Airlines in der Luft sind.

Die goldene Regel: Nur Flüge mit der Lufthansa-Familie zählen

Der entscheidende Punkt ist, mit wem Sie fliegen. Qualifying Points werden nämlich nur für Flüge gutgeschrieben, die von der Lufthansa Group selbst oder von den engsten, vollintegrierten Miles & More Partnern durchgeführt werden. Das ist im Grunde die neue „50-Prozent-Regel“, die sicherstellt, dass mindestens die Hälfte Ihrer Statuspunkte aus diesem exklusiven Airline-Kreis stammt.

Konkret bedeutet das, dass Sie mit folgenden Airlines fliegen müssen, um QP zu sammeln:

  • Lufthansa und Lufthansa City Airlines
  • SWISS (inklusive Edelweiss, wenn als LX-Flug gebucht)
  • Austrian Airlines
  • Brussels Airlines
  • Eurowings und Discover Airlines
  • Air Dolomiti
  • Croatia Airlines
  • LOT Polish Airlines
  • Luxair

Ein Flug mit United Airlines von Frankfurt nach Chicago oder mit Singapore Airlines nach Asien bringt Ihnen zwar reguläre „Points“ für Ihr Gesamtkonto, aber null Qualifying Points. Genau diese Unterscheidung ist fundamental und muss bei jeder Flugbuchung im Hinterkopf behalten werden.

Die folgende Grafik zeigt sehr schön, wie sich die Anforderungen für den Frequent Traveller Status gewandelt haben und welche zentrale Rolle die Qualifying Points heute spielen.

Eine Grafik, die den Übergang von alten zu neuen Anforderungen für den Frequent Traveller Status zeigt.

Man sieht sofort: Neben der Gesamtpunktzahl ist jetzt eine feste Hürde an Flügen mit der Kerngruppe eingezogen worden. Loyalität wird also viel direkter belohnt.

Die Punktematrix: So viele QP gibt es pro Flug

Einer der größten Vorteile des neuen Systems ist seine erfrischende Einfachheit. Wie viele Qualifying Points Sie pro Flugsegment bekommen, hängt nur noch von zwei simplen Faktoren ab: der Reiseklasse und ob der Flug als kontinental oder interkontinental gilt. Ob Sie 500 oder 5.000 Kilometer fliegen oder wie teuer das Ticket genau war, spielt keine Rolle mehr.

Ein kurzer Hüpfer von Frankfurt nach Mailand in der Business Class bringt Ihnen exakt die gleichen 40 Qualifying Points wie ein deutlich längerer Flug von München nach Helsinki. Was zählt, ist allein die Kombination aus Klasse und Streckentyp.

Die Gutschrift erfolgt nach einem absolut festen Schema, was die Planung Ihres Statuslaufs so viel einfacher macht.

Hier ist eine Übersicht, wie viele Qualifying Points Lufthansa und ihre Partner pro Flugsegment vergeben. Diese Tabelle sollte Ihr ständiger Begleiter bei der Flugplanung sein.

Übersicht der Qualifying Points pro Flugsegment

Diese Tabelle zeigt, wie viele Qualifying Points (QP) Sie pro Flugsegment basierend auf Reiseklasse und Flugstrecke bei Airlines der Lufthansa Group und direkten Partnern sammeln.

Reiseklasse Kontinentale Flüge Interkontinentale Flüge
Economy Class 20 QP 60 QP
Premium Economy Class 20 QP 80 QP
Business Class 40 QP 200 QP
First Class 40 QP 300 QP

Mit dieser Matrix können Sie auf einen Blick ausrechnen, wie viele Flüge Sie in einer bestimmten Klasse noch benötigen, um Ihr Ziel zu erreichen. Jeder Flug wird zu einem fest kalkulierbaren Baustein auf dem Weg zum Status.

Achten Sie aber unbedingt darauf, dass auch wirklich alle Flüge korrekt auf Ihrem Miles & More Konto landen. Manchmal geht etwas schief und eine Gutschrift fehlt. In unserem Leitfaden erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ganz einfach Miles & More Flüge nachtragen können, damit Ihnen keine wertvollen Punkte durch die Lappen gehen.

Der Sammelzeitraum ist übrigens immer das Kalenderjahr, also vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Am Neujahrstag wird Ihr Zähler für die Qualifikation wieder auf null gesetzt – und die Jagd beginnt von vorn.

Der kleine, aber feine Unterschied: Points vs. Qualifying Points

Stolpern Sie auch immer wieder über die Begriffe Points und Qualifying Points? Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein – es ist die größte Hürde im neuen Miles & More System. Aber nach diesem Abschnitt werden Sie den Unterschied nicht nur kennen, sondern ihn auch gezielt für Ihre Statusjagd einsetzen.

Stellen wir uns das Ganze einmal wie bei einem Hotelprogramm vor. Nehmen wir an, Sie wollen bei einer großen internationalen Kette wie Marriott Bonvoy den höchsten Status erreichen.

  • Points sind wie Übernachtungen in jedem Hotel der Gruppe. Egal ob Sie im Ritz-Carlton, einem Sheraton oder einem Courtyard schlafen – jede einzelne Nacht bringt Sie Ihrem Ziel näher.

  • Qualifying Points sind hingegen nur die Nächte, die Sie ausschließlich in den absoluten Top-Marken der Kette verbringen, sagen wir nur im Ritz-Carlton und St. Regis.

Für Ihren Elite-Status brauchen Sie jetzt eine bestimmte Gesamtzahl an Nächten (Points), aber das Programm verlangt zusätzlich, dass mindestens die Hälfte davon in den exklusiven Premium-Hotels (Qualifying Points) stattgefunden hat. So wird sichergestellt, dass Sie Ihre Treue auch wirklich den Kernmarken schenken.

Warum das Ihre gesamte Flugstrategie auf den Kopf stellt

Genau dieses Prinzip wendet Miles & More jetzt an. Die Qualifying Points sind der harte Beweis Ihrer Loyalität zur Lufthansa Group und ihren engsten Partner-Airlines. Es reicht eben nicht mehr, einfach nur fleißig innerhalb der Star Alliance zu fliegen, um den Senator-Status zu erreichen.

Für den Senator Status brauchen Sie 2.000 Points – und davon müssen mindestens 1.000 Qualifying Points sein. Sie müssen also immer beide Zähler im Blick behalten.

Der häufigste Fehler, der Vielfliegern am Jahresende den Status kostet, ist ein prall gefülltes „Points“-Konto, während der „Qualifying Points“-Zähler hinterherhinkt. Der Gesamtpunktestand allein hat leider keine Aussagekraft.

Diese Zweiteilung zwingt Sie, viel bewusster zu buchen. Ein günstigerer Flug mit einer anderen Star-Alliance-Airline spart vielleicht kurzfristig Geld, bringt Sie aber Ihrem Statusziel unter Umständen keinen einzigen Schritt näher.

Zwei Beispiele aus der Praxis, die es deutlich machen

Schauen wir uns das an zwei typischen Szenarien an, um den Unterschied glasklar zu machen.

Szenario 1: Der Flug über den Atlantik

Sie planen eine Geschäftsreise von Frankfurt nach New York in der Business Class und haben zwei Optionen zur Auswahl:

  • Flug A: Der Direktflug mit Lufthansa. Dieser Flug bringt Ihnen 200 Qualifying Points (und natürlich auch 200 Points).
  • Flug B: Ein etwas günstigerer Flug mit United Airlines. Dieser Flug bringt Ihnen ebenfalls 200 Points, aber eben 0 Qualifying Points.

Obwohl beide Airlines zur Star Alliance gehören, füllt nur der Lufthansa-Flug Ihr wichtiges QP-Konto auf.

Szenario 2: Die Reise nach Asien

Sie fliegen in der Economy Class von München über Zürich nach Singapur und zurück.

  • Die Strecke München-Zürich wird von SWISS geflogen (Kontinentalflug). Das bringt Ihnen 20 QP.
  • Die Langstrecke Zürich-Singapur wird ebenfalls von SWISS durchgeführt (Interkontinentalflug). Das bringt Ihnen 60 QP.

Auf dem Rückweg finden Sie jedoch eine Verbindung, bei der die Langstrecke von Singapore Airlines geflogen wird. Dieser Flug bringt Ihnen zwar 60 reguläre Points, aber wieder keine Qualifying Points.

Am Ende des Jahres zählt jede dieser kleinen Entscheidungen. Wenn Sie zu oft die „falschen“ Partner gewählt haben, stehen Sie vielleicht mit 1.800 Points da, aber nur mit 800 Qualifying Points – und verpassen den Senator-Status haarscharf. Die Qualifying Points sind und bleiben der wahre Gradmesser für Ihren Fortschritt.

So holen Sie das Maximum aus den Qualifying Points heraus

Die Theorie hinter den Qualifying Points bei Lufthansa ist das eine, aber jetzt wird es ernst. Wie setzen Sie dieses Wissen geschickt in die Praxis um? Sehen Sie diesen Abschnitt als Ihr persönliches Playbook, um Ihren Vielfliegerstatus so schnell und gezielt wie möglich zu erreichen – und dabei jeden Euro Ihres Reisebudgets optimal zu investieren.

Laptop zeigt eine Europakarte mit Markierungen für Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines auf einem Schreibtisch.

Der wichtigste strategische Schwenk betrifft die Wahl der Airline. Früher konnte man getrost das günstigste Star-Alliance-Angebot nehmen. Heute ist absolute Treue zur Lufthansa Group der Schlüssel. Das heißt ganz konkret: Suchen Sie aktiv nach Flügen mit Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und den anderen direkten Partnern, selbst wenn ein anderer Partner auf den ersten Blick ein paar Euro billiger ist.

Voller Fokus auf die richtigen Fluggesellschaften

Der erste und entscheidende Schritt ist, sich auf die Airlines zu konzentrieren, die wirklich zählen. Jeder Flug, den Sie mit einer anderen Star-Alliance-Airline buchen, ist eine verpasste Chance, Ihr Qualifying-Points-Konto zu füllen.

So gehen Sie bei der Flugsuche strategisch vor:

  • Airline-Filter konsequent setzen: Nutzen Sie in Flugsuchmaschinen immer die Filterfunktion. Wählen Sie gezielt nur Airlines wie Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, LOT Polish Airlines & Co. aus.
  • Direktbuchung bevorzugen: Buchen Sie am besten direkt auf den Webseiten der Lufthansa-Airlines. So vermeiden Sie, dass sich in Ihrer Verbindung versteckte Codeshare-Flüge mit nicht qualifizierenden Partnern einschleichen.
  • Verbindungen genau prüfen: Achten Sie bei Umsteigeverbindungen darauf, dass wirklich alle Teilstrecken von den richtigen Airlines geflogen werden. Ein Zubringerflug mit Lufthansa bringt nichts, wenn die punktereiche Langstrecke von United durchgeführt wird.

Diese eiserne Disziplin stellt sicher, dass jeder Flug Sie Ihrem Statusziel ein Stück näherbringt.

Wann sich ein Upgrade in die Business Class wirklich auszahlt

Ein Upgrade ist weit mehr als nur ein angenehmer Luxus – es kann ein echtes strategisches Werkzeug für Ihre Statusjagd sein. Der Sprung von der Economy in die Business Class vervielfacht Ihre Punkteausbeute auf einen Schlag, ganz besonders auf der Langstrecke.

Stellen Sie sich das mal vor: Ein einziger Business-Class-Flug von Frankfurt nach New York und zurück bringt Ihnen satte 400 Qualifying Points. Um die gleiche Menge in der Economy Class zu sammeln, müssten Sie fast sieben Mal dieselbe Strecke fliegen!

Rechnen Sie es einfach mal durch. Oft ist ein bezahltes Upgrade oder ein von vornherein gebuchtes Business-Class-Angebot unterm Strich günstiger als all die Economy-Flüge, die Sie für dieselbe Punktzahl bräuchten. Halten Sie also die Augen nach Sales und Sonderangeboten für die Business Class offen – sie sind Ihre Abkürzung zum Status.

Die neue Kunst des „Mileage Run“

Der klassische „Mileage Run“ – also ein Flug, der primär dem Meilensammeln dient – feiert mit dem neuen Punktesystem ein Comeback. Da die Flugdistanz keine Rolle mehr spielt, sind jetzt nicht mehr die längsten, sondern die cleversten Routen gefragt.

Gesucht werden kurze, kontinentale Flüge mit einem Umstieg, die komplett von den richtigen Airlines durchgeführt werden.

Ein Beispiel für einen effektiven QP-Run:

  • Route: Hamburg → Frankfurt → Mailand (und wieder zurück)
  • Airlines: Alle vier Segmente mit Lufthansa
  • Reiseklasse: Business Class
  • Die Rechnung: Dieser Trip besteht aus vier Flugsegmenten (HAM-FRA, FRA-MXP, MXP-FRA, FRA-HAM). Jedes dieser kontinentalen Business-Segmente bringt 40 QP.
  • Das Ergebnis: Sie sammeln auf dieser relativ kurzen Reise beeindruckende 160 Qualifying Points an nur einem Tag.

Mit nur zwei solcher Wochenendtrips und einer einzigen Langstrecke in der Business Class haben Sie die Hürde für den Frequent Traveller Status (650 Points und 325 Qualifying Points) schon genommen. Solche gezielten Flüge sind auch perfekt, um am Jahresende noch schnell die letzten fehlenden Punkte für die Requalifikation einzusammeln.

Strategische Routenplanung für maximale Punkteausbeute

Ihre gesamte Reiseplanung wird zu einem entscheidenden Faktor. Suchen Sie nicht mehr nur nach dem schnellsten oder günstigsten Weg von A nach B, sondern ziehen Sie ganz bewusst Verbindungen mit Umstiegen innerhalb der Lufthansa Group in Betracht. Klar, ein Direktflug ist bequemer. Aber eine Umsteigeverbindung verdoppelt die Anzahl der Flugsegmente – und damit oft auch Ihre Punkte.

Ein Flug von Berlin nach Rom könnte direkt erfolgen oder über einen Hub wie Frankfurt oder Zürich führen.

  • Direktflug (Economy): Berlin → Rom = 20 QP
  • Umsteigeverbindung (Economy): Berlin → Frankfurt → Rom = 40 QP (20 für BER-FRA + 20 für FRA-ROM)

Wenn der Zeitaufwand und der Preisunterschied überschaubar sind, verdoppeln Sie so Ihre Punkteausbeute mit minimalem Mehraufwand. Es sind genau diese kleinen, bewussten Entscheidungen bei der Buchung, die sich über das Jahr summieren und am Ende den Unterschied machen können.

Typische Fehler und Fallstricke, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Auf den ersten Blick wirkt das neue Punktesystem von Miles & More erfrischend unkompliziert. Doch der Teufel steckt im Detail, und genau diese Details können Sie am Jahresende den ersehnten Status kosten. Ein falscher Klick bei der Buchung, eine kleine Unachtsamkeit bei der Wahl der Airline – und schon fehlen Ihnen die entscheidenden Qualifying Points.

Betrachten Sie diesen Abschnitt als Ihre persönliche Checkliste, um teure Fehler zu vermeiden. Wir decken die häufigsten und ärgerlichsten Fallstricke auf, damit Sie auf der sicheren Seite sind und Ihr Punktekonto am Ende des Jahres genau dort steht, wo Sie es haben wollen.

Person hält Informationsmaterial und ein Ticket mit 'Codeshare' vor einer Anzeigetafel am Flughafen.

Der wohl größte Irrtum ist die Annahme, dass jeder Flug mit einer Star-Alliance-Airline auch automatisch Qualifying Points bringt. Das ist leider ein Trugschluss, der regelmäßig für lange Gesichter sorgt.

Die „Operating Carrier“-Falle

Wenn es eine einzige Regel gibt, die Sie sich einprägen müssen, dann diese: Es zählt immer, wer den Flug tatsächlich durchführt (Operating Carrier), nicht, bei wem Sie das Ticket gekauft haben (Marketing Carrier).

Dieses Prinzip wird besonders bei sogenannten Codeshare-Flügen zur entscheidenden Frage. Stellen Sie sich einen Flug vor, der unter einer Lufthansa-Flugnummer (z.B. LH1234) verkauft wird, aber in Wahrheit von einer Partner-Airline wie Air Canada oder United Airlines geflogen wird. Genau das ist ein Codeshare.

Sie buchen voller Vorfreude einen Flug mit Lufthansa-Flugnummer von Frankfurt nach Chicago. Wenn dieser Flug aber von United Airlines durchgeführt wird, bekommen Sie zwar normale Points, aber null Qualifying Points. Auf Ihrem Ticket steht groß „Lufthansa“ drauf, aber im Cockpit sitzt eine andere Crew – und genau das ist entscheidend für die Statusjagd.

Achten Sie daher bei jeder einzelnen Buchung wie ein Luchs auf den kleinen, aber entscheidenden Vermerk „durchgeführt von“ oder „operated by“. Diese unscheinbare Zeile entscheidet, ob Sie wertvolle Qualifying Points kassieren oder für Ihren Status leer ausgehen.

Falsche Zuordnung der Airlines

Ein weiterer Klassiker ist die Verwechslung von Airlines, die man gefühlt zur Lufthansa-Familie zählt. Nur weil eine Fluggesellschaft deutsch ist oder eine enge Partnerschaft mit Lufthansa pflegt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch zum Sammeln von Qualifying Points berechtigt ist.

Hier sind die häufigsten Irrtümer, die Sie wertvolle Punkte kosten können:

  • Condor: Auch wenn Condor und Lufthansa eine lange gemeinsame Vergangenheit haben – für die Statusjagd ist diese Beziehung Geschichte. Condor ist kein Partner im Miles & More Statusprogramm. Flüge mit Condor bringen Ihnen weder Points noch Qualifying Points.
  • SunExpress: Dieses Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines ist ebenfalls nicht Teil des Programms, wenn es um das Sammeln von Statuspunkten geht.
  • Andere Star-Alliance-Partner: Airlines wie United, Singapore Airlines, Turkish Airlines oder Aegean sind zwar wichtige Partner innerhalb der Star Alliance, aber ihre Flüge bringen Ihnen eben keine Qualifying Points, sondern nur normale Points.

Halten Sie sich also strikt an die offizielle Liste: Nur Flüge mit Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, Eurowings, Discover Airlines, LOT, Croatia Airlines, Luxair und Air Dolomiti füllen Ihr QP-Konto. Jeder Flug mit einer anderen Airline ist für diese wichtige Hälfte Ihrer Statusqualifikation leider wertlos.

Die Gefahr von Buchungen über Fremdportale

Online-Reisebüros (OTAs) und Flugvergleichsportale locken oft mit attraktiven Preisen. Doch für die Statusjagd können sie zur Falle werden, denn Codeshare-Verbindungen werden hier oft weniger transparent dargestellt als auf den Webseiten der Airlines selbst.

Ein vermeintliches Schnäppchen entpuppt sich dann schnell als Bumerang. Sie stellen erst nach der Buchung fest, dass der punktereiche Langstreckenflug von einer nicht qualifizierenden Airline durchgeführt wird – und der Ärger ist groß.

Unser klarer Rat: Buchen Sie Ihre statusrelevanten Flüge am besten direkt über die Webseiten von Lufthansa, SWISS oder den anderen direkten Partnern. Nur so haben Sie die volle Kontrolle und sehen auf einen Blick, wer Sie tatsächlich von A nach B fliegt. Diese Disziplin ist der beste Schutz vor einer bösen Überraschung am 31. Dezember, wenn plötzlich die entscheidenden Punkte auf dem Konto fehlen.

Typische Fragen zu den Qualifying Points bei Lufthansa – kurz und bündig

Nach all der Theorie und den Strategien bleiben oft noch ganz konkrete Fragen im Raum stehen. Kein Problem! Dieser Abschnitt ist als schnelle Hilfe gedacht, um die häufigsten Unklarheiten rund um die Qualifying Points bei Lufthansa aus dem Weg zu räumen. Betrachten Sie es als Ihr persönliches Nachschlagewerk für klare Antworten.

Kann ich mit Kreditkartenpunkten Qualifying Points sammeln?

Ein klares und unmissverständliches Nein. Das ist wohl eine der wichtigsten Regeln im neuen System, die man verinnerlichen muss. Qualifying Points gibt es ausschließlich fürs Fliegen – und zwar nur mit Airlines der Lufthansa Group sowie einer Handvoll weiterer, fest definierter Partner. Es gibt keine Abkürzung und keinen Trick, um sie über Kreditkartenausgaben, den Transfer von Amex-Punkten oder irgendwelche Bonusaktionen zu generieren.

Punkte von Kreditkartenprogrammen lassen sich in der Regel in Prämienmeilen umwandeln, mit denen Sie sich dann tolle Freiflüge oder Upgrades gönnen können. Für Ihren Vielfliegerstatus bringen sie aber exakt null. Ihr Status ist und bleibt direkt an Ihre Flugaktivitäten mit den Kern-Airlines gekoppelt.

Was passiert, wenn ich 650 Points, aber nur 300 Qualifying Points habe?

Dann haben Sie den Frequent Traveller Status leider nicht in der Tasche. Dieses Szenario ist ein klassisches Beispiel dafür, warum man immer beide Punktekonten im Blick behalten muss. Es gilt immer, beide Hürden zu nehmen: die Gesamtpunktzahl (in diesem Fall 650 für den FTL) und die Mindestanzahl an Qualifying Points (also 325 für den FTL).

Die Anforderung an Qualifying Points ist nicht verhandelbar. Lufthansa stellt damit sicher, dass Sie einen wesentlichen Teil Ihrer Reisen auch wirklich loyal mit der eigenen Airline-Gruppe bestreiten.

So eine Situation entsteht oft, wenn man viel mit anderen Star-Alliance-Partnern wie United oder Singapore Airlines unterwegs ist. Man sammelt zwar fleißig die allgemeinen Points, lässt das entscheidende QP-Konto aber links liegen. Ein regelmäßiger Blick in die Miles & More App auf beide Zähler ist daher absolute Pflicht.

Zählen Flüge mit Eurowings für Qualifying Points?

Ja, absolut und ohne Wenn und Aber. Eurowings, genauso wie ihre Schwester Discover Airlines, gehört fest zur Lufthansa Group. Flüge mit diesen Airlines sind daher eine hervorragende und oft auch preiswerte Methode, um wertvolle Lufthansa Qualifying Points zu sammeln.

Das gilt für das gesamte Streckennetz der beiden Airlines:

  • Innerdeutsche Flüge
  • Europäische Strecken zu Urlaubszielen und in Metropolen
  • Interkontinentale Langstreckenflüge

Jeder gesammelte Punkt auf diesen Flügen zählt zu 100 % auf Ihr QP-Konto, ganz genauso wie bei einem Flug mit Lufthansa oder SWISS. Das macht Eurowings und Discover Airlines zu einem strategisch wichtigen Baustein auf dem Weg zum Status, gerade wenn man etwas aufs Budget achten möchte.

Wie lange sind meine Qualifying Points gültig?

Hier gibt es eine ganz klare und strikte Regel: Qualifying Points sind immer nur für ein einziges Kalenderjahr gültig. Die Zählung startet am 1. Januar und endet unwiderruflich am 31. Dezember um Mitternacht.

Es spielt keine Rolle, ob Sie Ihren Status schon im Februar oder erst auf den letzten Drücker kurz vor Silvester erreichen – zum Jahreswechsel wird Ihr Punktekonto für die Statusjagd wieder auf null gesetzt. Sie müssen Ihren Status also jedes Jahr aufs Neue verteidigen, indem Sie im laufenden Kalenderjahr genügend fliegen. Eine Übertragung von Punkten ins nächste Jahr ist ausgeschlossen.

Zählen Flüge mit ITA Airways auch für Qualifying Points?

Ja, das ist seit Anfang 2025 der Fall. ITA Airways, die nationale Fluggesellschaft Italiens, wird schrittweise in die Lufthansa Group integriert. Seitdem können Miles & More Teilnehmer auf allen Flügen, die von ITA Airways durchgeführt werden, nicht nur Prämienmeilen, sondern eben auch Points, Qualifying Points und HON Circle Points sammeln.

Die Gutschrift läuft nach exakt dem gleichen Schema ab wie bei Flügen mit Lufthansa oder SWISS. Das erweitert Ihre Möglichkeiten auf dem Weg zum Status ganz erheblich, vor allem wenn Sie öfter von, nach oder über Italien reisen. ITA Airways wird damit zu einem weiteren wertvollen Partner für Ihre persönliche Status-Strategie.


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