Lohnt sich die miles and more goldene kreditkarte wirklich?
Die Miles & More Goldene Kreditkarte ist für viele nicht einfach nur ein Stück Plastik im Portemonnaie. Sie ist vielmehr ein cleveres Werkzeug, das alltägliche Ausgaben in wertvolle Prämienmeilen für Flüge, Upgrades und andere Erlebnisse verwandelt. Ein ganz entscheidender Punkt dabei: Sie bewahrt Ihre mühsam gesammelten Meilen vor dem Verfall, was sie gerade für Langzeit-Strategen unter den Meilensammlern so interessant macht.
Was ist die Miles & More Goldene Kreditkarte?
Stellen Sie sich die Karte am besten wie einen Schlüssel zu Ihren nächsten Reiseplänen vor. Jeder Euro, den Sie damit im Supermarkt, an der Tankstelle oder beim Online-Shopping ausgeben, bringt Sie ein kleines Stück näher an Ihr Traumziel. Statt Geld einfach nur auszugeben, investieren Sie quasi in zukünftige Reisen – und das ganz nebenbei.

Der wohl größte Vorteil, der oft übersehen wird, ist der Schutz vor dem Meilenverfall. Normalerweise sind Prämienmeilen bei Miles & More nur 36 Monate gültig und verfallen danach ungenutzt. Mit der goldenen Karte im Geldbeutel passiert das nicht. Solange Sie die Karte besitzen, bleibt Ihr Meilenkonto sicher. Das nimmt enormen Druck raus.
Die wichtigsten Leistungen der Karte
Die Miles & More Gold Card ist nicht ohne Grund eine der beliebtesten Kreditkarten für Meilensammler in Deutschland. Für eine Jahresgebühr von 138 € (oder 11,50 € im Monat) bekommen Neukunden oft einen soliden Willkommensbonus, aktuell beispielsweise 4.000 Meilen, was den Einstieg versüßt. Das Alleinstellungsmerkmal bleibt aber die unbegrenzte Gültigkeit der Meilen, die sie von vielen anderen Karten am Markt abhebt. Mehr Details dazu finden Sie auch in diesem ausführlichen Überblick zur Miles & More Kreditkarte auf reisetopia.de.
Der wahre Wert der Karte zeigt sich nicht nur beim täglichen Meilensammeln. Er liegt vor allem in der Gewissheit, dass die eigenen Meilen sicher sind. So kann man entspannt auf ein großes Ziel wie einen Business-Class-Flug nach Asien hinarbeiten, ohne ständig das Ablaufdatum im Nacken zu haben.
Um Ihnen einen schnellen Überblick zu geben, haben wir die zentralen Merkmale in einer Tabelle zusammengefasst. So sehen Sie auf einen Blick, ob die Karte Ihr idealer Reisebegleiter sein könnte.
Die Top-Leistungen der Goldenen Karte auf einen Blick
Diese Tabelle fasst die wichtigsten Merkmale der Miles & More Goldenen Kreditkarte zusammen und soll Ihnen eine schnelle Entscheidungsgrundlage bieten.
| Merkmal | Details und Vorteile |
|---|---|
| Meilen sammeln | 1 Prämienmeile pro 2 € Umsatz. Die Business-Version ist mit 1 Meile pro 1 € sogar noch attraktiver. |
| Meilenschutz | Ihre Prämienmeilen sind vor dem Verfall geschützt, solange Sie die Karte besitzen. |
| Willkommensbonus | Attraktive Meilenpakete für Neukunden erleichtern den Start und füllen das Konto direkt zu Beginn. |
| Versicherungspaket | Ein umfangreiches Paket aus Reiserücktritts-, Auslandsreisekranken- und Mietwagenvollkaskoversicherung ist inklusive. |
Diese Zusammenfassung zeigt: Die Karte ist kein Allrounder für jedermann, sondern richtet sich klar an eine bestimmte Zielgruppe.
Wer profitiert also am meisten? Ganz klar regelmäßige Reisende und Vielflieger, die viel im Lufthansa-Netzwerk und bei Star-Alliance-Partnern unterwegs sind. Für sie ist die Kombination aus Meilenschutz und einem soliden Versicherungspaket ideal. Um das Maximum herauszuholen, sollte man die Karte konsequent für alltägliche wie auch größere Ausgaben einsetzen und die Augen nach Partnerangeboten offenhalten.
Alle Kosten und Gebühren der Karte im Detail
Die 138 € Jahresgebühr der Miles & More Gold Kreditkarte sind meist der erste Betrag, den man im Kopf hat. Aber um den wahren Wert der Karte zu beurteilen, müssen wir genauer hinschauen – vor allem auf die Kosten, die erst im Alltag oder auf Reisen anfallen. Genau diese Gebühren entscheiden am Ende darüber, ob sich die Karte für Ihr persönliches Ausgabeverhalten wirklich rechnet.

Wer die Kostenstruktur analysiert, merkt schnell: Die Jahresgebühr ist nur ein Puzzleteil. Klar, die Miles & More Blue Credit Card ist mit 66 € jährlich auf den ersten Blick deutlich günstiger. Bei der goldenen Variante kommen aber weitere Posten ins Spiel, die gerade für Reisende wichtig sind. Eine detaillierte Kostenaufstellung der Miles & More Gold Karte auf reisetopia.de hilft dabei, alle Zahlen im Blick zu behalten.
Die Gebühren für Auslandseinsatz und Bargeld
Gerade wenn Sie außerhalb der Eurozone unterwegs sind, können schnell unerwartete Kosten lauern. Bei der Miles & More Gold Karte sollten Sie zwei Gebühren unbedingt kennen:
- Fremdwährungsgebühr: Jedes Mal, wenn Sie in einer anderen Währung als Euro bezahlen – egal ob US-Dollar oder Schweizer Franken –, werden 1,95 % des Umsatzes als Gebühr fällig. Das klingt erstmal nicht viel, aber bei einer hohen Hotelrechnung oder der Mietwagenbuchung summiert sich das schnell.
- Bargeldabhebungsgebühr: Für Bargeld am Automaten fallen 2 % des Betrags an, aber mindestens 5 €. Und Achtung: Diese Gebühr gilt weltweit, also auch innerhalb der Eurozone.
Diese Kosten machen die Karte für häufige Bargeldabhebungen ziemlich unattraktiv. Mein Tipp: Haben Sie für diesen Zweck immer eine zweite Karte ohne Abhebegebühren im Portemonnaie.
Zinsen und weitere Kostenpunkte
Ein weiterer Punkt, den man nicht unterschätzen sollte, sind die Sollzinsen. Wenn Sie die Teilzahlungsfunktion nutzen, also Ihre Abrechnung nicht komplett am Monatsende begleichen, wird es teuer. Der effektive Jahreszins liegt bei 9,80 %. Das ist im Marktvergleich zwar moderat, kann aber Ihre gesammelten Vorteile schnell auffressen.
Wichtiger Hinweis: Die hohen Sollzinsen können die Vorteile des Meilensammelns zunichtemachen. Ich kann nur dringend empfehlen, den offenen Saldo immer vollständig auszugleichen. Nur so nutzen Sie die Karte wirklich wirtschaftlich.
Denken Sie auch daran, dass für Partnerkarten ebenfalls Kosten anfallen. Eine zusätzliche Karte kostet rund 95 € pro Jahr. Diesen Betrag sollten Sie in Ihre Gesamtrechnung einbeziehen, falls Sie die Kartenvorteile mit jemandem aus der Familie teilen möchten.
Praxisbeispiel: Eine USA-Reise
Machen wir es konkret. Stellen Sie sich eine zweiwöchige Reise in die USA vor, bei der Sie Ausgaben von insgesamt 3.000 € mit der Karte tätigen.
- Flug- und Hotelbuchungen: 2.000 €
- Mietwagen: 500 €
- Ausgaben vor Ort (Essen, Shopping): 500 €
Allein die Fremdwährungsgebühr von 1,95 % auf die 3.000 € würde sich auf 58,50 € belaufen. Heben Sie zusätzlich zweimal 100 $ (ca. 92 €) am Automaten ab, kämen pro Vorgang die Mindestgebühr von 5 € dazu, also insgesamt 10 €. Das macht fast 70 € an zusätzlichen Gebühren für eine einzige Reise – mehr als die Hälfte der Jahresgebühr!
Dieses kleine Rechenbeispiel zeigt, wie wichtig es ist, die "versteckten" Kosten zu kennen. Nur so können Sie realistisch einschätzen, ob die Vorteile wie das Versicherungspaket und der Meilenschutz diese Gebühren für Ihr individuelles Reiseverhalten am Ende aufwiegen.
Das Versicherungspaket als heimlicher Star
Klar, die meisten holen sich die Miles & More Goldene Kreditkarte, um fleißig Meilen zu sammeln. Aber der wahre, oft übersehene Wert der Karte steckt in ihrem Versicherungspaket. Man kann es sich wie ein unsichtbares Sicherheitsnetz vorstellen, das auf Reisen immer dabei ist und im Notfall den Unterschied zwischen einer ärgerlichen Unannehmlichkeit und einer finanziellen Katastrophe ausmachen kann.

Aber wie gut ist dieser Schutz wirklich? Hier kommt es auf die Details an, und ein Punkt ist absolut entscheidend: der Karteneinsatz. Die meisten Versicherungsleistungen greifen nämlich nur, wenn die Reise, der Flug oder der Mietwagen auch tatsächlich mit der Karte bezahlt wurde. Das ist die wichtigste Spielregel, die man kennen muss.
Was passiert, wenn die Reise platzt? Die Reiserücktrittskostenversicherung
Stellen Sie sich vor, der lang ersehnte Trip nach Thailand ist komplett gebucht. Flüge, Hotels, alles bezahlt. Und dann, wenige Tage vor Abflug, werden Sie krank – oder ein naher Angehöriger. Ohne Versicherungsschutz bleibt man auf den Stornokosten sitzen, und das können schnell mal ein paar tausend Euro sein.
Genau hier springt die Reiserücktrittskostenversicherung ein. Sie erstattet die fälligen Stornogebühren bis zu einer bestimmten Summe und bewahrt Sie vor dem finanziellen K.o. Das allein ist für viele schon einer der überzeugendsten Gründe für diese Karte.
Der wahre Wert der Reiserücktrittsversicherung zeigt sich oft erst, wenn man sie braucht. Eine einzige stornierte Reise kann die Jahresgebühr der Karte für mehrere Jahre rechtfertigen.
Einen kleinen Haken gibt es aber: den Selbstbehalt. Im Schadensfall müssen Sie einen kleinen Teil der Kosten selbst tragen. Es lohnt sich also, die genaue Höhe vorher zu prüfen, um im Ernstfall nicht überrascht zu werden.
Sicher unterwegs: Auslandsreisekrankenversicherung und Mietwagenschutz
Zwei weitere Schwergewichte im Versicherungspaket sind die Auslandsreisekrankenversicherung und die Mietwagen-Vollkaskoversicherung. Wer schon mal im Ausland zum Arzt musste oder einen Kratzer am Mietauto hatte, weiß, wie wertvoll dieser Schutz sein kann.
- Auslandsreisekrankenversicherung: Ein medizinischer Notfall im Ausland kann unfassbar teuer werden. Diese Versicherung ist Ihr Joker und deckt Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und im schlimmsten Fall sogar den medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland ab. Sie bietet eine solide Grundsicherung, egal wo auf der Welt Sie unterwegs sind.
- Mietwagen-Vollkaskoversicherung: Jeder kennt das Spiel am Mietwagenschalter: Man wird gedrängt, eine teure Zusatzversicherung abzuschließen. Mit der goldenen Karte können Sie da ganz entspannt ablehnen. Die integrierte Vollkasko deckt Schäden am Mietfahrzeug ab und spart bei jeder Anmietung bares Geld.
Diese Leistungen sind nicht nur ein gutes Gefühl, sie haben auch einen handfesten finanziellen Wert. Wenn Sie sich tiefer mit den Unterschieden beschäftigen möchten, lohnt sich ein Blick in den allgemeinen Vergleich von Reiseversicherung vs. Kreditkartenversicherung.
Rechnet sich die Jahresgebühr allein durch die Versicherungen?
Das ist die entscheidende Frage: Sind die 138 € Jahresgebühr allein durch den Versicherungsschutz gerechtfertigt? Für die meisten, die regelmäßig reisen, lautet die Antwort ganz klar: ja. Machen wir mal eine simple Überschlagsrechnung.
Was würde der Schutz für einen typischen Jahresurlaub separat kosten?
- Reiserücktrittsversicherung: Für eine Reise im Wert von 3.000 € sind da schnell 80 bis 120 € fällig.
- Auslandsreisekrankenversicherung: Eine solide Jahrespolice für die ganze Familie kostet etwa 20 bis 40 €.
- Mietwagen-Vollkasko: Die Reduzierung des Selbstbehalts kostet oft 10 bis 20 € pro Tag. Bei einer zweiwöchigen Miete sind das locker über 140 €.
Wenn man nur diese drei Punkte zusammenzählt, liegt man bereits deutlich über der Jahresgebühr der Miles & More Gold Card. Für jeden, der mindestens einmal im Jahr eine größere Reise plant und sich dafür einen Mietwagen nimmt, lohnt sich die Karte also allein schon wegen der gesparten Versicherungskosten. Die gesammelten Meilen sind dann quasi nur noch der Bonus obendrauf.
Clevere Strategien, um richtig Meilen zu sammeln
Die Miles & More Gold Kreditkarte im Portemonnaie zu haben, ist schon mal die halbe Miete. Aber um das Meilenkonto wirklich zum Glühen zu bringen, braucht es die richtige Taktik. Es geht um viel mehr, als nur für jeden Einkauf passiv ein paar Meilen gutgeschrieben zu bekommen. Mit ein paar smarten Kniffen wird die Karte zur echten Meilenmaschine für Ihre alltäglichen Ausgaben.
Die Grundregel ist einfach: Für jeden 2 € Umsatz gibt es 1 Prämienmeile. Das füllt das Konto, aber nur im Schneckentempo. Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg liegt darin, gezielt die Partner des Miles & More Programms einzubinden und Sonderaktionen clever für sich zu nutzen.
So vervielfachen Sie Ihre Meilenausbeute mit Partnern
Der größte Hebel, um schnell an viele Meilen zu kommen, sind die offiziellen Partner von Miles & More. Hier kassieren Sie nicht nur die übliche Meile pro zwei Euro Umsatz, sondern oft ein Vielfaches davon obendrauf.
- Online-Shopping-Portale: Statt direkt bei Zalando, OTTO & Co. zu bestellen, gehen Sie den kleinen Umweg über das Online-Shopping-Portal von Miles & More. Für jeden Euro Umsatz gibt es dort oft zwischen einer und zehn zusätzlichen Meilen. Ein kleiner Klick mit großer Wirkung.
- Hotelbuchungen: Ihre nächste Übernachtung buchen Sie am besten über Partner wie Booking.com oder Hotels & Cars by Points. Hier winken oft Tausende von Meilen pro Aufenthalt, die weit über die normale Gutschrift für den Kartenumsatz hinausgehen.
- Mietwagen: Partner wie Avis oder Hertz spendieren nicht nur Rabatte, sondern auch pauschale Meilengutschriften. Pro Anmietung sind da schnell mal 500 bis 2.000 Meilen drin.
Ein kurzes Beispiel aus der Praxis: Ein Online-Kauf für 100 € bringt Ihnen normalerweise 50 Meilen. Wenn Sie denselben Einkauf über das Shopping-Portal bei einem Partner mit einer „5 Meilen pro Euro“-Aktion tätigen, sacken Sie zusätzlich 500 Meilen ein. Ihre Gesamtausbeute explodiert also auf 550 Meilen – das ist das Elffache!
Diese gezielte Partnernutzung ist mit Abstand der effektivste Weg, den Wert Ihrer goldenen Kreditkarte zu maximieren. Es erfordert nur eine minimale Umstellung Ihrer Gewohnheiten, aber der Effekt auf dem Meilenkonto ist gewaltig.
Der Turbo-Boost durch Aktionen und Abonnements
Behalten Sie neben den festen Partnern auch immer die zeitlich begrenzten Sonderaktionen im Auge. Sie sind oft der schnellste Weg, um mit einem Schlag eine riesige Menge an Meilen zu generieren und so einen gewaltigen Sprung in Richtung Ihrer Traumprämie zu machen.
Typische Aktionen, die sich richtig lohnen:
- Zeitungsabonnements: Verlage wie die FAZ oder Die Welt locken regelmäßig mit Abos, für die es als Bonus bis zu 30.000 Prämienmeilen gibt. Rechnet man den Wert der Meilen gegen den Abopreis, ist das oft ein unglaublich guter Deal.
- Finanzprodukte: Auch Banken oder Versicherungen sind manchmal spendabel und bieten hohe Meilengutschriften für die Eröffnung eines Kontos oder den Abschluss einer Police.
- Payback-Punkte umwandeln: Das ist einer meiner absoluten Lieblingstricks. Payback ist Partner von unzähligen Alltagsgeschäften (denken Sie an Rewe, dm, Aral), sodass sich hier quasi nebenbei Punkte ansammeln. Diese können Sie im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln. Wie man Payback Punkte zu Miles & More transferieren und dabei wirklich alles rausholen kann, ist eine kleine Wissenschaft für sich, die sich aber bezahlt macht.
Die Strategie im Alltag leben
Wie sieht das Ganze nun im täglichen Leben aus? Ganz einfach: Es geht darum, Ausgaben bewusst zu steuern. Der Wocheneinkauf ist dann kein reiner Kostenfaktor mehr, sondern wird zur Meilenquelle.
- eCoupons aktivieren: Bevor Sie einkaufen gehen, werfen Sie einen Blick in die Payback-App und aktivieren Sie alle relevanten eCoupons. So vervielfachen Sie Ihre Punkteausbeute.
- Mit der Gold-Karte zahlen: An der Kasse zücken Sie selbstverständlich Ihre Miles & More Gold Kreditkarte, um für den gesamten Betrag Meilen zu sammeln.
- Partnerportale nutzen: Wenn der Jahresurlaub ansteht, kann allein die Buchung über das richtige Portal schon genug Meilen für einen innereuropäischen Flug einbringen.
Zugegeben, am Anfang erfordert das ein wenig Disziplin. Aber es geht schnell in Fleisch und Blut über. Ein normaler Einkauf für 150 € bringt Ihnen vielleicht nur 75 Meilen über die Karte. Wenn Sie aber durch einen Payback-Coupon 10-fache Punkte abstauben (750 Punkte = 750 Meilen) und dazu die 75 Meilen für den Kartenumsatz bekommen, sind es auf einen Schlag 825 Meilen. Mit diesen cleveren Kombinationen verwandeln Sie Ihre alltäglichen Ausgaben systematisch in wertvolle Flugprämien.
Direkter Vergleich zur Amex Platinum
Wer regelmäßig auf Reisen ist und über eine Premium-Kreditkarte nachdenkt, landet früher oder später bei der Frage: Miles & More Goldene Kreditkarte oder doch lieber die American Express Platinum Card? Auf den ersten Blick wirken beide wie Konkurrenten, aber bei genauerem Hinsehen wird klar, dass sie ganz unterschiedliche Philosophien verfolgen. Es ist weniger ein Entweder-oder, sondern eher die Wahl zwischen einem treuen Begleiter für Lufthansa-Fans und einem luxuriösen Alleskönner für Weltenbummler.
Die Miles & More Gold Card ist ganz klar auf die Bedürfnisse von Vielfliegern der Lufthansa Group und der Star Alliance zugeschnitten. Ihr größter Pluspunkt ist einfach und wirkungsvoll: Prämienmeilen sammeln, sie vor dem Verfall schützen und dabei von einem soliden Versicherungspaket profitieren. Sie ist die Karte für alle, die dem Lufthansa-Universum treu sind und ihre Meilen sicher wissen wollen.
Die American Express Platinum Card spielt in einer anderen Liga. Hier geht es um maximale Flexibilität und eine breite Palette an Luxusvorteilen. Statt an eine Airline gebunden zu sein, sammelt man Membership Rewards Punkte, die sich zu Dutzenden von Flug- und Hotelprogrammen transferieren lassen. Das macht sie zur perfekten Wahl für Reisende, die sich nicht festlegen wollen und Wert auf exklusive Perks legen.
Ein Blick auf Kosten und Sammelraten
Schon bei der Jahresgebühr wird der erste große Unterschied deutlich. Die Miles & More Goldene Kreditkarte ist mit 138 € im Jahr recht zugänglich. Die Amex Platinum hingegen ist mit einer Jahresgebühr von 720 € eine echte Investition – ein Preisunterschied, der sich natürlich in den Leistungen widerspiegelt.
Auch beim Sammeln gehen die Karten getrennte Wege. Mit der Gold-Karte gibt es 1 Meile pro 2 € Umsatz. Die Amex Platinum lockt mit 1 Punkt pro 1 € Umsatz, was zunächst nach dem doppelten Wert klingt. Der entscheidende Punkt ist aber: Eine Meile ist fest an das Miles & More Programm gebunden, während ein Membership Rewards Punkt deutlich flexibler ist. Für treue Lufthansa-Flieger kann die Meile im richtigen Moment aber trotzdem wertvoller sein.
Wo der wahre Unterschied liegt: Die Vorteile
Die eigentliche Entscheidung fällt aber meist erst beim Blick auf die Extras. Hier zeigen beide Karten ihren wahren Charakter.
- Lounge-Zugang: In diesem Punkt ist die Amex Platinum unschlagbar. Karteninhaber erhalten Zugang zu über 1.400 Flughafen-Lounges weltweit, einschließlich der begehrten Centurion Lounges. Die Miles & More Gold Card bietet von sich aus keinen Lounge-Zugang – den gibt es nur in Verbindung mit einem Vielfliegerstatus.
- Statusvorteile: Auch hier hat die Amex die Nase vorn. Sie verschafft Ihnen direkt einen Elite-Status bei mehreren Hotelketten wie Hilton oder Marriott und bei Autovermietungen. Solche direkten Status-Vorteile bietet die Gold-Karte nicht.
- Guthaben: Die hohe Jahresgebühr der Amex Platinum wird durch eine Reihe von Guthaben spürbar gemildert. Dazu gehören zum Beispiel ein jährliches Reiseguthaben von 200 € und Guthaben für Services wie SIXT ride.
Die folgende Grafik zeigt, wie unterschiedlich die Strategien sind, um mit den jeweiligen Karten das Meiste aus seinen Ausgaben herauszuholen.

Man sieht deutlich: Bei beiden Karten liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, die Angebote der jeweiligen Partner gezielt zu nutzen.
Vergleichstabelle Miles & More Gold vs. Amex Platinum
Um die Wahl zu erleichtern, haben wir hier einen direkten Vergleich der wichtigsten Merkmale, Kosten und Vorteile beider Premium-Reisekreditkarten für Sie zusammengestellt.
| Merkmal | Miles & More Goldene Kreditkarte | American Express Platinum Card |
|---|---|---|
| Jahresgebühr | 138 € | 720 € |
| Sammelrate | 1 Meile pro 2 € Umsatz | 1 Punkt pro 1 € Umsatz |
| Meilenschutz | Ja, unbegrenzte Gültigkeit | Nein (Punkte verfallen nicht) |
| Lounge-Zugang | Nein (nur mit Vielfliegerstatus) | Ja, umfassendes globales Netzwerk |
| Versicherungen | Gutes Paket (Reiserücktritt, Auslandskranken) | Sehr umfassendes Premium-Paket |
| Hotel-Status | Nein | Ja (z. B. Hilton, Marriott) |
| Zusatzguthaben | Nein | Ja (z. B. 200 € Reise, 150 € Restaurant) |
Die Tabelle macht klar, wie unterschiedlich die Karten positioniert sind. Die eine ist ein kosteneffizienter Spezialist, die andere ein luxuriöser Generalist.
Am Ende ist die Entscheidung eine Frage der persönlichen Reisestrategie. Wer seine Loyalität zur Lufthansa Group pflegt und ein unkompliziertes, preiswertes Paket sucht, ist mit der Miles & More Goldenen Kreditkarte bestens bedient. Wer jedoch maximale Flexibilität, weltweiten Luxus und handfeste Statusvorteile will – und bereit ist, dafür auch den entsprechenden Preis zu zahlen –, für den ist die Amex Platinum die richtige Wahl.
Um die perfekte Karte für die eigenen Bedürfnisse zu finden, lohnt sich neben diesem direkten Vergleich auch ein umfassenden Kreditkartenvergleich. So stellen Sie sicher, dass Ihre Wahl nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern auch wirklich zu Ihren Reisegewohnheiten passt.
Für wen lohnt sich die Gold-Karte am Ende?
Jetzt haben wir die Karte von allen Seiten beleuchtet, aber die wichtigste Frage bleibt: Passt die Miles & More Goldene Kreditkarte wirklich zu Ihnen? Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht, denn es kommt ganz auf Ihre persönlichen Reise- und Konsumgewohnheiten an. Sehen Sie die Karte weniger als Alleskönner, sondern vielmehr als ein Spezialwerkzeug für eine klar definierte Zielgruppe.
Ihren wahren Wert spielt die Karte für Fans der Lufthansa Group aus. Wenn Sie ohnehin regelmäßig mit Lufthansa, SWISS oder Austrian Airlines unterwegs sind, wird sie schnell zu einem unverzichtbaren Begleiter. Der unbegrenzte Schutz vor dem Meilenverfall ist dabei das absolute Kernstück des Angebots – ein unbezahlbarer Vorteil für jeden, der geduldig auf eine große Prämie wie einen Flug in der Business Class hinarbeitet.
Ihre persönliche Checkliste zur Entscheidung
Um Ihnen die Sache leichter zu machen, hier eine kleine Checkliste. Wenn Sie die meisten Fragen mit „Ja“ beantworten, stehen die Chancen gut, dass sich die Karte für Sie rechnet:
- Lufthansa-Affinität: Fliegen Sie mehrmals pro Jahr mit Airlines der Lufthansa Group?
- Meilenschutz: Ist es Ihnen extrem wichtig, dass Ihre hart verdienten Meilen nicht einfach verfallen?
- Reiseversicherungen: Möchten Sie ein solides Versicherungspaket für Ihre Reisen, ohne jedes Mal eine separate Police abschließen zu müssen?
- Fokus auf Europa: Finden Ihre Reisen und Ausgaben hauptsächlich im Euro-Raum statt?
Liegen Ihre Prioritäten hingegen auf maximaler Flexibilität bei der Wahl der Airline, weltweitem Lounge-Zugang und besonderen Statusvorteilen in Hotels? Dann könnte eine Alternative wie die American Express Platinum Card die bessere Wahl für Sie sein.
Am Ende ist es eine simple Rechnung: Sie investieren eine Jahresgebühr von 138 €. Auf der anderen Seite stehen die Ersparnis bei separaten Versicherungen, die Sicherheit Ihrer Meilen und der Komfort, alles in einer Hand zu haben. Um zu sehen, ob diese Rechnung für Sie aufgeht, lohnt es sich, auch die Grundlagen eines allgemeinen Kreditvergleichs zu kennen. So stellen Sie sicher, dass die Karte perfekt in Ihr persönliches Finanzkonzept passt.
Häufig gestellte Fragen zur goldenen Kreditkarte
Auch wenn man sich schon ausführlich mit einer Kreditkarte beschäftigt hat, bleiben oft noch ein paar Detailfragen offen. Hier klären wir die häufigsten Unklarheiten zur Miles & More Goldenen Kreditkarte, damit Sie eine wirklich fundierte Entscheidung treffen können.
Wie stoppe ich den Meilenverfall mit der goldenen Kreditkarte?
Der Schutz vor dem Meilenverfall ist einer der größten Trümpfe der Karte und im Grunde ganz einfach. Solange Sie die Miles & More Goldene Kreditkarte besitzen und sie mindestens einmal im Monat einsetzen – egal für welchen Betrag –, sind Ihre gesammelten Prämienmeilen sicher und verfallen nicht.
Das verschafft Ihnen die nötige Ruhe, um ohne Zeitdruck auf große Ziele wie einen Business-Class-Flug hinzuarbeiten. Die Sorge, dass Ihr wertvolles Meilenkonto nach 36 Monaten plötzlich leergeräumt wird, gehört damit der Vergangenheit an.
Allein dieser Vorteil kann die Jahresgebühr schon wert sein. Gerade für Sammler, die auf teure Langstreckenflüge sparen, ist der Schutz vor dem Verfall Gold wert, denn so gerät man nicht unter Zugzwang.
Ist die Business-Version der Karte besser als die private?
Für Selbstständige, Freiberufler oder Unternehmer ist die Antwort fast immer ein klares Ja – die Business-Variante ist die deutlich schlauere Wahl. Der springende Punkt ist die Sammelrate, die Ihre Meilenausbeute im Vergleich zur privaten Karte glatt verdoppelt.
- Business-Version: Hier gibt es 1 Prämienmeile pro 1 € Umsatz.
- Private Version: Sie bekommen nur 1 Prämienmeile pro 2 € Umsatz.
Da die Jahresgebühr und das Versicherungspaket bei beiden Karten identisch sind, liegt der Vorteil für geschäftliche Ausgaben klar auf der Hand. Wenn Sie also die Voraussetzungen für die Business-Karte erfüllen, füllen Sie Ihr Meilenkonto spürbar schneller und holen einfach mehr aus Ihrer Mitgliedschaft heraus.
Wann genau greift die Reiserücktrittsversicherung?
Die Reiserücktrittsversicherung ist Ihr finanzielles Sicherheitsnetz, falls mal etwas Unvorhergesehenes Ihre Reisepläne über den Haufen wirft. Sie springt ein, wenn Sie eine Reise aus einem versicherten Grund nicht antreten können. Dazu zählen typischerweise eine unerwartete schwere Krankheit, ein Unfall oder ein Todesfall im engen Familienkreis.
Die wichtigste Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist simpel: Die Reise muss überwiegend mit der Miles & More Goldenen Kreditkarte bezahlt worden sein. Das ist der Knackpunkt, den man bei der Buchung unbedingt im Hinterkopf behalten sollte.
Werfen Sie aber auf jeden Fall einen genauen Blick in die Versicherungsbedingungen. Dort finden Sie Details zu den Deckungssummen und einem eventuellen Selbstbehalt, den Sie im Schadensfall selbst tragen müssen. Sich vorab zu informieren, zahlt sich aus, denn dann wissen Sie im Ernstfall genau, was zu tun ist und welcher Schutz Ihnen zusteht.
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