Ihr Leitfaden zur Miles and More Gold Kreditkarte
Für wen sich die Miles & More Gold Kreditkarte wirklich lohnt, lässt sich recht einfach beantworten: Sie ist perfekt für alle, die regelmäßig mit der Lufthansa Group unterwegs sind und das Maximum aus dem Vielfliegerprogramm herausholen wollen. Vor allem aber ist sie ein Muss für jeden, der seine mühsam gesammelten Prämienmeilen vor dem Verfall schützen möchte.
Die Karte verwandelt alltägliche Ausgaben in zukünftige Flugprämien und bietet ein solides Paket an Reiseversicherungen. Für die richtige Zielgruppe ist die Jahresgebühr damit schnell mehr als nur gerechtfertigt – sie ist eine clevere Investition.
Was die Miles and More Gold Kreditkarte wirklich leistet
Man muss die Miles & More Gold Kreditkarte als mehr als nur ein Stück Plastik zum Bezahlen verstehen. Sie ist eher ein strategisches Werkzeug, das aus jedem ausgegebenen Euro einen kleinen Baustein für Ihre nächste Reise macht. Der vielleicht größte Hebel dabei ist gar nicht mal das Sammeln von Meilen, sondern der Schutz Ihres wertvollen Meilenkontos. Normalerweise verfallen Prämienmeilen nach 36 Monaten, und das kann richtig wehtun.

Stellen Sie sich vor, Sie sparen seit Jahren geduldig auf einen Business-Class-Flug nach Asien. Ohne die Karte könnten die ersten Meilen, die Sie gesammelt haben, schon wieder weg sein, bevor Sie Ihr Ziel überhaupt erreicht haben. Mit der Gold Card wird dieser Countdown einfach gestoppt. Solange Sie die Karte besitzen, bleiben Ihre Meilen sicher auf dem Konto.
Die Kernleistungen auf einen blick
Um den Wert der Karte wirklich zu begreifen, muss man Kosten und Nutzen klar gegenüberstellen. Die Jahresgebühr von rund 138 € will schließlich durch handfeste Vorteile wieder reingeholt werden. Hier sind die stärksten Argumente für die Karte:
- Unbegrenzte Meilengültigkeit: Das ist der absolute Game-Changer. Dieser Vorteil sichert den Wert Ihrer über Jahre angesparten Meilen und nimmt jeden Zeitdruck aus Ihrer Planung.
- Umfassendes Versicherungspaket: Oft sind hier eine Reiserücktrittskosten-, eine Auslandsreisekranken- und sogar eine Mietwagenvollkaskoversicherung dabei. Allein diese Policen können, wenn man sie einzeln bucht, die Jahresgebühr der Karte locker übersteigen.
- Attraktiver Willkommensbonus: Als Neukunde startet man oft mit einem Bonus von mehreren tausend Meilen. Das ist ein schöner Anschub für die nächste Flugprämie.
- Meilen sammeln im Alltag: Für jeden 2 € Umsatz gibt es eine Prämienmeile. So füllt sich das Meilenkonto ganz nebenbei beim Einkaufen, Tanken oder im Restaurant.
Die wahre Stärke der Miles & More Gold Kreditkarte liegt in der Kombination dieser Vorteile. Sie ist ein Werkzeug, das Sicherheit (Meilenschutz, Versicherungen) mit einem klaren Ziel (schneller zur Flugprämie) verbindet.
Um das Ganze noch greifbarer zu machen, werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Merkmale in einer Übersicht.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick
Diese Tabelle fasst die zentralen Vorteile und Kosten der Miles & More Gold Kreditkarte zusammen, um eine schnelle erste Einschätzung zu ermöglichen.
| Merkmal | Beschreibung | Wert/Kosten |
|---|---|---|
| Jahresgebühr | Die jährlichen Kosten für die Haltung der Hauptkarte. | Ca. 138 € |
| Meilenschutz | Ihre Prämienmeilen verfallen nicht, solange Sie die Karte besitzen. | Hoch (sichert den Wert Ihres Meilenkontos) |
| Willkommensbonus | Einmalige Meilengutschrift für Neukunden nach erster Nutzung. | Variabel (oft 4.000+ Meilen) |
| Versicherungsschutz | Paket aus Reiserücktritts-, Auslandskranken- und Mietwagenversicherung. | Sehr hoch (spart potenziell hunderte Euro) |
Letztendlich verwandelt die Karte Ausgaben, die Sie sowieso tätigen, in aktive Reisepläne. Sie ist ideal für jeden, der bereits im Miles & More Programm aktiv ist oder seine Reisen ohnehin bei der Lufthansa Group und ihren Partnern der Star Alliance bündelt. Wie Sie den Wert dieser Karte bis ins letzte Detail maximieren, zeige ich Ihnen in den nächsten Abschnitten.
Die wichtigsten Vorteile der Karte auf den Punkt gebracht
Um den echten Wert der Miles & More Gold Kreditkarte zu begreifen, schauen wir uns die drei tragenden Säulen genauer an. Man kann sie sich wie ein Schweizer Taschenmesser für Reisende vorstellen: Jede Funktion hat ihren eigenen Zweck, aber erst im Zusammenspiel entfalten sie ihre volle Kraft. Diese drei Säulen sind das Meilensammeln im Alltag, der Schutz vor dem Meilenverfall und das eingebaute Versicherungspaket.

Jeder dieser Punkte für sich allein könnte die Jahresgebühr schon rechtfertigen. Aber zusammen schaffen sie ein System, das Ihre täglichen Ausgaben direkt in unvergessliche Reiseerlebnisse verwandelt.
Mit jeder Zahlung Meilen sammeln
Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: Die Karte macht aus Ihren ganz normalen Ausgaben wertvolle Prämienmeilen. Für jeden Umsatz von 2 €, den Sie mit der privaten Miles & More Gold Kreditkarte tätigen, wandert eine Prämienmeile auf Ihr Konto.
Stellen Sie sich das Ganze wie ein passives Sparprogramm vor, das im Hintergrund mitläuft. Der Wocheneinkauf für 100 €, die Tankfüllung für 60 € oder die neue Jacke für 120 € – all das bringt Ihnen Meilen, ohne dass Sie einen Finger krumm machen müssen.
Betrachten Sie es als einen kleinen Bonus auf jede Ausgabe. Anstatt dass das Geld einfach nur weg ist, hinterlässt es einen kleinen Baustein für Ihren nächsten Flug oder ein Upgrade. So wird jede Transaktion zu einer kleinen Investition in zukünftige Reisen.
Diese Karte ist ein echtes Highlight für alle, die in Deutschland Meilen sammeln, aber nicht ständig auf das Verfallsdatum schielen wollen. Sie zahlen einfach mit der Karte, und für jeden Umsatz von 2 Euro bekommen Sie eine Meile gutgeschrieben. Bei der Business-Version ist das Verhältnis mit einer Meile pro Euro sogar noch besser. Obendrauf gibt es oft einen Willkommensbonus, der einen soliden Startschuss für Ihr Meilenkonto darstellt.
Der unbezahlbare Schutz vor dem Meilenverfall
Der vielleicht wichtigste – und am häufigsten übersehene – Vorteil der Karte ist die unbegrenzte Meilengültigkeit. Ohne die Karte oder einen Vielfliegerstatus verfallen Ihre mühsam gesammelten Prämienmeilen nämlich nach 36 Monaten. Und zwar unwiderruflich.
Dieser Schutz ist quasi die Versicherung für Ihr Meilenkonto. Er nimmt Ihnen den Druck, Meilen überstürzt für irgendeine Prämie einlösen zu müssen, nur damit sie nicht verfallen.
Mit der Gold-Kreditkarte können Sie stattdessen entspannt und langfristig auf große Ziele sparen. Ein Business-Class-Flug in die USA, der rund 112.000 Meilen kostet, rückt so in greifbare Nähe. Ohne Meilenschutz wäre es für die meisten fast unmöglich, eine solche Summe anzusparen, bevor die ersten Meilen schon wieder weg sind. Wer tiefer in das Thema eintauchen will, findet bei Meilenoptimieren.com weitere nützliche Fakten.
Das Versicherungspaket als finanzieller Airbag
Das dritte große Plus der Karte ist das umfangreiche Reiseversicherungspaket. Viele unterschätzen den finanziellen Wert dieser Leistungen, doch sie können die Jahresgebühr im Alleingang wieder reinholen – oft schon bei der ersten Reise.
Hier sind die wichtigsten Versicherungen, die enthalten sind:
- Reiserücktrittskosten- und Reiseabbruchversicherung: Müssen Sie eine Reise unerwartet stornieren, zum Beispiel wegen Krankheit, deckt diese Versicherung die Stornokosten ab. Eine separate Police für eine einzige Familienreise kann schnell 150 € oder mehr kosten.
- Auslandsreisekrankenversicherung: Ein absolutes Muss für jede Reise außerhalb Deutschlands. Sie springt bei medizinischen Notfällen im Ausland ein, deren Kosten sonst schnell in die Tausende gehen können.
- Mietwagen-Vollkaskoversicherung: Wer schon mal ein Auto gemietet hat, kennt das: Am Schalter wird einem eine teure Zusatzversicherung zur Reduzierung der Selbstbeteiligung angeboten. Diese kostet nicht selten 20–30 € pro Tag. Mit der Gold Card im Gepäck können Sie darauf verzichten, denn ein solcher Schutz ist bereits inklusive.
Allein bei einer zehntägigen Reise mit Mietwagen sparen Sie durch die eingebaute Vollkaskoversicherung bis zu 300 €. Rechnet man noch den Wert der Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung dazu, wird schnell klar: Das Versicherungspaket allein ist den Kartenpreis oft mehr als wert. Wichtig ist nur, dass Sie die Reise auch mit der Kreditkarte bezahlt haben.
So holen Sie das Maximum aus Ihren Meilen heraus
Wer die Miles & More Gold Kreditkarte nur für den Wocheneinkauf zückt, lässt unglaublich viel Potenzial auf der Straße liegen. Das ist, als würde man einen Sportwagen nur im Stadtverkehr bewegen. Klar, es funktioniert – aber die wahre Leistung bleibt ungenutzt. Um das Meilenkonto richtig zum Glühen zu bringen, braucht es ein bisschen mehr als nur das simple Bezahlen an der Kasse.
Der Trick ist, sich die Karte nicht nur als Zahlungsmittel, sondern als einen cleveren Multiplikator vorzustellen. Es geht darum, das riesige Partnernetzwerk von Miles & More gezielt für sich arbeiten zu lassen und bei jeder Ausgabe kurz innezuhalten und zu überlegen: Wie hole ich hier das Meiste raus?

Das volle Partnernetzwerk clever bespielen
Die Standard-Sammelrate von 1 Meile pro 2 € Umsatz ist nur die Basis. Richtig spannend wird es erst, wenn man sich die über 300 Partnerunternehmen ansieht. Hier entfaltet sich die wahre Magie, denn dort gibt es oft ein Vielfaches an Meilen.
Ein klassisches Beispiel ist die Hotelbuchung. Anstatt direkt auf der Hotelseite zu buchen, machen Sie einen kleinen Umweg über das Hotelportal von Miles & More. Dort sichern Sie sich nicht nur die regulären Meilen für den Umsatz, sondern oft auch noch mindestens 1.000 Meilen pro Nacht extra. Bei einem einwöchigen Urlaub sind das mal eben 7.000 Meilen zusätzlich – ein schöner Batzen.
Dasselbe Prinzip gilt für Mietwagen. Partner wie Sixt oder Hertz locken oft mit festen Meilenpaketen pro Anmietung, die das normale Sammeln weit in den Schatten stellen.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, bei jeder Online-Bestellung, jeder Reisebuchung und jedem neuen Vertrag kurz innezuhalten und sich zu fragen: „Gibt es hierfür einen Miles & More Partner?“ Dieser eine Gedanke kann den Unterschied zwischen ein paar hundert und mehreren tausend Meilen ausmachen.
Ein weiterer Riesenhebel sind Online-Shops. Anstatt direkt die Website Ihres Lieblingshändlers anzusteuern, gehen Sie über das Online-Shopping-Portal von Miles & More. Der Einkauf ist derselbe, aber für den kleinen Klick extra bekommen Sie zusätzliche Meilen gutgeschrieben – oft sogar 1 Meile pro 1 € Umsatz. Gerade bei größeren Anschaffungen wie einem Laptop, Möbeln oder neuer Kleidung macht sich das schnell bemerkbar.
Kreative Wege für die ganz großen Ausgaben
Selbst bei großen monatlichen Fixkosten, die man klassischerweise per Überweisung zahlt, kann man Meilen sammeln. Miete, Versicherungsbeiträge oder sogar die Steuernachzahlung lassen sich mit etwas Kreativität in wertvolle Meilen umwandeln.
Der Schlüssel liegt in der Nutzung von Dienstleistern wie PayPal. Viele Vermieter, Versicherungen oder sogar Behörden akzeptieren inzwischen Zahlungen per PayPal. Wenn Sie Ihre Miles & More Gold Kreditkarte dort als Standardzahlungsmittel hinterlegen, wird die Rechnung über die Karte abgebucht und Sie sammeln ganz normal Ihre Meilen.
- Miete über einen Umweg: Fragen Sie Ihren Vermieter, ob eine Zahlung per PayPal möglich ist. Bei einer Monatsmiete von 1.000 € sind das auf einen Schlag 500 Meilen.
- Versicherungen und Abos: Viele Anbieter lassen eine jährliche Zahlung per Kreditkarte zu. Das ist nicht nur bequem, sondern sichert Ihnen auch die Meilen auf die gesamte Jahressumme auf einmal.
- Revolut als Brücke: Dienste wie Revolut erlauben es, das Konto per Kreditkarte aufzuladen. Von dort können Sie das Geld dann für Überweisungen nutzen. So lassen sich auch Rechnungen bezahlen, die sonst nur per Banküberweisung gehen würden. Aber Achtung: Hier können Gebühren anfallen, also vorher genau prüfen!
Für alle, die noch tiefer in die Materie einsteigen wollen: In unserem umfassenden Guide zeigen wir alles über die besten Wege, um Miles & More Meilen zu sammeln. Dort finden Sie noch viele weitere fortgeschrittene Techniken.
Timing ist alles: Aktionen und Boni abgreifen
Die mit Abstand effektivste Methode, um einen echten Meilen-Turbo zu zünden, ist das gezielte Nutzen von Bonusaktionen. Miles & More startet regelmäßig Promotionen, bei denen Sie doppelte, dreifache oder sogar zehnfache Meilen bei ausgewählten Partnern bekommen.
Am besten behalten Sie die offizielle Miles & More Webseite im Auge, wo Sie eine Übersicht der aktuellen Aktionen finden.
Planen Sie größere Anschaffungen vorausschauend. Anstatt spontan zuzuschlagen, legen Sie sich eine Liste an und prüfen regelmäßig in der Miles & More App oder im Newsletter, ob es eine passende Aktion gibt. Ein neuer Fernseher, den Sie während einer Aktion mit 10-fachen Meilen bei einem Elektronikpartner kaufen, kann Ihr Konto auf einen Schlag um Tausende von Meilen anwachsen lassen.
Wenn Sie Ihre Ausgaben so strategisch planen und clever mit den Promotionen kombinieren, wächst Ihr Meilenkonto exponentiell – und der nächste Flug in der Business Class rückt deutlich schneller in greifbare Nähe.
Kosten und Gebühren: Was die Karte wirklich kostet
Natürlich ist die Miles & More Gold Kreditkarte nicht umsonst. Aber bevor wir über die rund 138 Euro Jahresgebühr (oder 11,50 Euro im Monat) sprechen, sollten wir die Perspektive wechseln. Sehen Sie diese Gebühr nicht als Kostenpunkt, sondern als Ticket zu einem ganzen Bündel an Vorteilen.
Die alles entscheidende Frage ist doch: Bekomme ich für mein Geld einen echten Gegenwert, der die Jahresgebühr übersteigt? Die Antwort darauf ist sehr individuell, aber oft lautet sie ganz klar: Ja. Um das zu verstehen, müssen wir uns anschauen, wann sich die Karte für Sie zu rechnen beginnt.
Ab wann lohnt sich die Jahresgebühr?
Ganz einfach: Der Wert der Karte steckt vor allem in den Versicherungen und dem Schutz vor dem Meilenverfall. Oft reicht schon eine einzige Reise im Jahr, um die Kosten wieder reinzuholen und sogar ins Plus zu kommen.
- Beispiel Mietwagen: Sie buchen für Ihren zehntägigen Urlaub einen Mietwagen. Fast immer wird Ihnen vor Ort eine teure Zusatzversicherung aufgeschwatzt, um die hohe Selbstbeteiligung zu reduzieren. Diese kostet locker 20 Euro pro Tag. Macht bei zehn Tagen 200 Euro – und schon haben Sie die Jahresgebühr mehr als ausgeglichen.
- Beispiel Reiserücktritt: Eine Familie, die eine größere Reise plant, zahlt für eine separate Reiserücktrittsversicherung schnell mal 150 Euro oder mehr. Wenn Sie die Reise mit der Gold Card buchen, ist dieser Schutz bereits inklusive.
Der Meilenschutz ist ein Vorteil, den man nur schwer in Euro ausdrücken kann, dessen Wert aber immens ist. Stellen Sie sich vor, Ihre über Jahre mühsam gesammelten 50.000 Meilen würden morgen einfach verfallen. Was wäre Ihnen der Schutz vor diesem Verlust wert? Oft ist genau das der größte, wenn auch unsichtbare, finanzielle Gewinn.
Sobald Sie also mindestens einmal im Jahr reisen und dabei einen Mietwagen buchen oder einfach nur sicherstellen wollen, dass Ihre Meilen nicht wertlos werden, hat sich die Karte für Sie schon rentiert.
Die versteckten Kostenfallen, die Sie kennen müssen
Neben der Jahresgebühr gibt es aber noch zwei Tücken im Kleingedruckten, die schnell teuer werden können. Genau diese Gebühren machen die Karte für bestimmte Situationen ungeeignet.
1. Gebühren für Bargeldabhebungen
Geld am Automaten abzuheben, ist mit dieser Karte ein teurer Spaß. Pro Abhebung werden 2 % des Betrags, aber mindestens 5 Euro, fällig – egal ob im Inland oder Ausland. Für die Bargeldversorgung ist sie also definitiv die falsche Wahl.
2. Fremdwährungsgebühren
Wenn Sie außerhalb der Eurozone bezahlen, zum Beispiel in den USA, der Schweiz oder Großbritannien, erhebt die Bank eine Fremdwährungsgebühr von 1,95 % auf den Umsatz. Bei einer Hotelrechnung von 1.000 US-Dollar sind das fast 20 Euro, die einfach obendrauf kommen.
Die clevere Lösung: So umgehen Sie die Gebühren
Heißt das jetzt, die Karte ist schlecht? Nein, überhaupt nicht. Es bedeutet nur, dass man sie clever und strategisch einsetzen muss. Die beste Taktik ist, die Miles & More Gold Card mit einer zweiten, kostenlosen Reisekreditkarte zu kombinieren, die genau diese Schwächen nicht hat.
- So sieht die perfekte Strategie für Reisen aus:
- Nutzen Sie die Miles & More Gold Card für alle Zahlungen in Euro, um Meilen zu maximieren und den Versicherungsschutz zu aktivieren. Das gilt vor allem für die Buchung von Flügen, Hotels und Mietwagen.
- Für alles andere – Zahlungen vor Ort in Fremdwährung und das Abheben von Bargeld – zücken Sie eine kostenlose Zweitkarte (zum Beispiel die Hanseatic Bank GenialCard oder die Barclays Visa).
Mit dieser Zwei-Karten-Strategie holen Sie das Beste aus beiden Welten heraus: Sie sichern sich die wertvollen Versicherungen und den Meilenschutz der Gold Card und umgehen gleichzeitig elegant die teuren Gebührenfallen im Ausland.
Miles and More Gold gegen Amex Platinum
Wenn es in Deutschland um Premium-Kreditkarten geht, kommt man an zwei Namen kaum vorbei: der Miles & More Gold Kreditkarte und der American Express Platinum. Auf den ersten Blick scheinen sie dieselbe Zielgruppe anzusprechen, doch in ihrer Ausrichtung und ihren Stärken könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Die Wahl ist daher keine Frage von „besser“ oder „schlechter“, sondern hängt ganz davon ab, wie Sie reisen und was Ihnen persönlich wichtig ist.
Man könnte es mit der Wahl eines Autos vergleichen. Die Miles & More Gold ist so etwas wie der zuverlässige, perfekt abgestimmte Kombi einer deutschen Premium-Marke. Sie ist voll auf ein Ökosystem – die Lufthansa Group und die Star Alliance – zugeschnitten und liefert dort einfach exzellente Ergebnisse. Die Amex Platinum hingegen ist der luxuriöse, extrem vielseitige SUV. Sie bietet deutlich mehr Komfort, eine unschlagbare Flexibilität und unzählige Möglichkeiten, kostet aber im Unterhalt auch spürbar mehr.
Am Ende läuft es auf eine Kernfrage hinaus: Sind Sie ein treuer Lufthansa-Flieger, für den der Schutz der Meilen vor dem Verfall alles ist? Oder sind Sie ein flexibler Globetrotter, der sich die Freiheit wünscht, aus einem riesigen Pool an Airlines und Hotels zu wählen?
Ein Duell der Jahresgebühren und Willkommensangebote
Der offensichtlichste Unterschied springt sofort ins Auge: der Preis. Die Miles & More Gold Kreditkarte ist mit einer Jahresgebühr von rund 138 Euro wirklich zugänglich. Dafür bekommt man ein durchdachtes Paket, das genau auf die Bedürfnisse von Miles & More Teilnehmern zugeschnitten ist.
Im krassen Gegensatz dazu steht die American Express Platinum Card. Ihre Jahresgebühr von 720 Euro (oder 60 Euro im Monat) spielt in einer völlig anderen Liga. Diese hohe Summe wird allerdings durch ein massives Leistungspaket gerechtfertigt, zu dem oft ein Willkommensbonus von Zehntausenden Membership Rewards Punkten und jährliche Guthaben für Reisen, Restaurants oder Streaming-Dienste gehören.
Schon hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Gold Card ist das Werkzeug für den strategischen Meilensammler, während die Amex Platinum für den Vielreisenden gedacht ist, der einen Rundum-Service erwartet und auch bereit ist, dafür zu zahlen.
Direktvergleich Miles & More Gold vs. Amex Platinum
Diese Gegenüberstellung hilft dabei, die wichtigsten Unterschiede der beiden Karten auf einen Blick zu erfassen und die richtige Wahl für Ihre persönlichen Bedürfnisse zu treffen.
| Merkmal | Miles & More Gold | American Express Platinum |
|---|---|---|
| Jahresgebühr | ca. 138 € | 720 € (60 €/Monat) |
| Meilensammeln | 1 Meile pro 2 € Umsatz | 1 Punkt pro 1 € Umsatz |
| Punkteflexibilität | Nur Miles & More | Transfer zu 10+ Airlines & 3 Hotels |
| Meilenschutz | Ja, unbegrenzt | Nein (Punkte verfallen nicht) |
| Lounge-Zugang | 2x Lufthansa Business Lounge Voucher/Jahr | Unbegrenzt für 2 Personen (Priority Pass etc.) |
| Versicherungen | Gutes Basispaket (Reiserücktritt, Ausland) | Sehr umfangreich mit hohen Deckungssummen |
| Statusvorteile | Nein | Ja (Hotels, Mietwagen) |
| Zusatzleistungen | Rabatte bei Partnern, Avis-Status | Reiseguthaben, Restaurantguthaben etc. |
Wie die Tabelle zeigt, ist die Miles & More Gold eine fokussierte Karte mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis für Lufthansa-Fans. Die Amex Platinum hingegen ist ein All-inclusive-Paket, das seinen hohen Preis durch enorme Flexibilität und luxuriöse Vorteile rechtfertigt.
Flexibilität gegen Loyalität: Die Philosophie des Punktesammelns
Das Herzstück beider Karten sind ihre Punktesysteme – und genau hier zeigen sich die grundverschiedenen Ansätze.
- Miles & More Gold: Jeder Euro Umsatz wandert direkt auf Ihr Miles & More Konto. Das ist einfach, unkompliziert und perfekt, wenn Ihr Ziel klar ist: Flüge mit der Star Alliance buchen. Der alles entscheidende Vorteil ist der Schutz vor dem Meilenverfall. Für jeden, der langfristig auf ein großes Ziel hin spart, ist das unbezahlbar.
- American Express Platinum: Hier sammeln Sie Membership Rewards Punkte, die wahre Alleskönner sind. Sie lassen sich zu über einem Dutzend verschiedener Flug- und Hotelprogramme transferieren. Diese Flexibilität ist Gold wert, denn so können Sie immer genau das Angebot nutzen, das gerade am attraktivsten ist – egal bei welcher Airline oder Allianz.
Die Frage ist also: Schätzen Sie das Netzwerk und den Service der Lufthansa Group so sehr, dass Sie sich loyal binden möchten? Dann ist die Miles & More Gold die logische Wahl. Oder wollen Sie die Freiheit, heute mit British Airways zu fliegen und morgen mit Emirates? Dann führt kaum ein Weg an der Amex Platinum vorbei.
Die folgende Infografik kann Ihnen dabei helfen, zu entscheiden, welche Karte besser zu Ihren Prioritäten passt.

Das Diagramm macht deutlich: Geht es Ihnen primär darum, Ihre über Jahre gesammelten Meilen zu sichern, oder ist maximale Flexibilität bei den Partnern Ihr höchstes Gut?
Wer hat die Nase vorn bei Versicherungen und Reisevorteilen?
Beide Karten kommen mit einem soliden Versicherungspaket. Die Miles & More Gold liefert mit Reiserücktritts-, Auslandskranken- und Mietwagen-Vollkaskoversicherung alles, was die meisten Reisenden für ihre Urlaube brauchen. Historisch gesehen war die Miles and More Gold Kreditkarte für Sammler in Deutschland ein Game-Changer. Für die 138 Euro im Jahr sind Leistungen wie eine Reiserücktrittsversicherung bis 5.000 Euro, eine Auslandskrankenversicherung und eine Mietwagen-Vollkasko inklusive, die man einzeln kaum für unter 200-300 Euro bekäme.
Die Amex Platinum spielt hier allerdings in einer völlig anderen Liga. Ihre Versicherungspakete haben in der Regel höhere Deckungssummen und weniger Ausschlüsse. Wirklich entscheidend sind aber die direkten Reisevorteile: weltweiter Lounge-Zugang (Priority Pass) für Sie und eine Begleitperson, ein jährliches Reiseguthaben, sofortige Status-Upgrades bei Hotelketten wie Hilton und Marriott sowie bei Mietwagenfirmen. Allein diese Vorteile können für Vielreisende die hohe Jahresgebühr locker wieder einspielen. Wenn Sie tiefer in die Welt der Amex Platinum eintauchen wollen, finden Sie alle Details in unserem umfassenden Guide.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Miles & More Gold Kreditkarte ist die perfekte Wahl für den loyalen Lufthansa-Fan, der seine Meilen schützen und clever vermehren will. Die Amex Platinum ist die ultimative Karte für den flexiblen Luxusreisenden, der auf keiner Reise auf Komfort und Status verzichten möchte.
Was der Wechsel zur Deutschen Bank für Sie wirklich bedeutet
Es tut sich was am Himmel der Vielfliegerkarten: Ab Mitte 2025 übernimmt die Deutsche Bank das Ruder von der DKB und wird der neue Partner für die Miles & More Kreditkarten. Diese Nachricht hat für einiges an Gesprächsstoff gesorgt, aber keine Sorge, das ist kein Grund zur Panik. Im Gegenteil, es könnte sogar richtig spannend werden.
Für Sie als Karteninhaber ist die wichtigste Botschaft: Ihre Meilen sind sicher. Alles, was Sie mühsam gesammelt haben, bleibt unangetastet auf Ihrem Miles & More Konto. Der Übergang wird hinter den Kulissen sorgfältig vorbereitet, sodass Sie davon so wenig wie möglich mitbekommen. Die Deutsche Bank hat bereits durchblicken lassen, dass sie das Produkt nicht einfach nur weiterführen, sondern aktiv verbessern will. Das lässt aufhorchen.
Was ändert sich konkret und was bleibt beim Alten?
Die gute Nachricht zuerst: Die Seele der Karte bleibt erhalten. Der unbegrenzte Meilenschutz und das solide Versicherungspaket, zwei der wichtigsten Gründe für die Gold Card, sind gesetzt. Auch am Kernprinzip – mit jedem ausgegebenen Euro Meilen sammeln – wird sich nichts ändern. Sie können also wie gewohnt weiter im Alltag Ihr Meilenkonto füllen.
Man kann sich den Wechsel des Bankpartners wie einen Umzug vorstellen. Das Haus ist neu und vielleicht moderner, aber all Ihre lieb gewonnenen Möbel – also Ihre Meilen und die Kernvorteile – ziehen einfach mit um.
Die spürbarste Veränderung wird sich im Banking-Alltag zeigen. Ihre Kreditkartenabrechnung finden Sie dann nicht mehr im DKB-Portal, sondern in der Welt der Deutschen Bank. Das bedeutet wahrscheinlich eine neue App und ein anderes Online-Banking, was aber auch die Chance auf frischere, modernere Funktionen mit sich bringt.
Welche neuen Vorteile könnte die Deutsche Bank bringen?
Hier wird es richtig interessant. Im Gegensatz zur reinen Online-Bank DKB bringt die Deutsche Bank eine ganz andere Infrastruktur mit – inklusive eines dichten Filialnetzes. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
Worauf können wir hoffen?
- Endlich kostenlos Geld abheben? Einer der größten Kritikpunkte an der Karte waren schon immer die Gebühren am Geldautomaten. Mit der Deutschen Bank im Rücken ist es absolut denkbar, dass man künftig an allen Automaten der Cash Group (dazu gehören Postbank, Commerzbank und HypoVereinsbank) kostenlos Bargeld ziehen kann. Das wäre ein riesiger Fortschritt.
- Bessere digitale Features: Die Deutsche Bank steckt eine Menge Geld in ihre Technologie. Wir könnten eine deutlich bessere App mit smarten Auswertungen und einfacherer Verwaltung bekommen.
- Exklusive Partner-Deals: Als Finanzriese hat die Deutsche Bank ganz andere Hebel, um exklusive Angebote und Partnerschaften an Land zu ziehen, die über das bisherige Niveau hinausgehen könnten.
Für den Moment heißt es also: Zurücklehnen und auf die offiziellen Ankündigungen warten. Es gibt keinen Grund zur Sorge, sondern eher Anlass für gespannte Neugier. Die Chancen stehen gut, dass die Miles & More Gold Card durch diesen Wechsel am Ende sogar noch besser wird.
Typische Fragen zur Karte aus der Praxis
Wer über eine Premium-Kreditkarte wie die Miles & More Gold nachdenkt, hat meistens ganz ähnliche Fragen im Kopf. Kein Wunder, denn der Teufel steckt oft im Detail. Hier habe ich die häufigsten Unklarheiten für Sie auf den Punkt gebracht, damit Sie genau wissen, woran Sie sind.
Wie schnell füllt sich mein Meilenkonto wirklich?
Das Meilensammeln mit der Karte ist ein Marathon, kein Sprint – aber einer, bei dem man konstant vorankommt. Die Grundregel ist denkbar einfach: Jeder 2-Euro-Umsatz bringt Ihnen eine Prämienmeile.
Machen wir es konkret: Angenommen, Sie lassen monatlich Ausgaben von 1.500 Euro über die Karte laufen. Das sind ganz normale Dinge wie der Wocheneinkauf, das Tanken oder der Restaurantbesuch am Wochenende. Allein dadurch kommen jeden Monat 750 Meilen auf Ihr Konto. Hochgerechnet aufs Jahr sind das schon 9.000 Meilen – eine solide Basis für den nächsten Prämienflug.
Der eigentliche Booster sind aber die Partnerangebote. Halten Sie die Augen nach Aktionen bei Miles & More offen. Dort gibt es oft die dreifache oder sogar zehnfache Meilenzahl für den gleichen Umsatz. Genau so wird aus dem Marathon plötzlich doch ein Sprint.
Greift der Versicherungsschutz automatisch?
Hier muss man aufpassen, denn die Antwort ist ein klares Nein. Die Versicherungen sind an eine entscheidende Bedingung geknüpft: den Einsatz der Karte. Ob Reiserücktrittsversicherung oder die Vollkasko für den Mietwagen – die Leistungen greifen nur, wenn Sie die Reise oder das Auto auch überwiegend mit Ihrer Miles & More Gold Kreditkarte bezahlt haben.
Es genügt also nicht, die Karte einfach nur dabeizuhaben. Das ist ein Punkt, der leicht übersehen wird, aber im Schadensfall den entscheidenden Unterschied machen kann.
Mein Tipp aus Erfahrung: Werfen Sie vor einer größeren Reise immer einen kurzen Blick in die Versicherungsbedingungen. Die genauen Deckungssummen und Klauseln können sich ändern, und so gehen Sie auf Nummer sicher, dass alles passt.
Kann ich mit der Karte weltweit kostenlos Bargeld holen?
Hier gibt es keine zwei Meinungen: Nein. Das Geldabheben ist die Achillesferse dieser Karte und kann schnell ins Geld gehen. Pro Abhebung am Automaten zahlen Sie 2 % des Betrags, aber mindestens 5 Euro.
Diese Gebühr fällt im In- und Ausland an. Für die Bargeldversorgung auf Reisen ist die Karte also denkbar ungeeignet. Die cleverste Lösung ist, sie einfach mit einer anderen, kostenlosen Reisekreditkarte zu kombinieren, die keine Abhebegebühren verlangt.
Was passiert mit meinen Meilen, wenn ich die Karte kündige?
Eine Kündigung hat direkte Folgen für Ihre hart gesammelten Meilen. Der größte Vorteil der Karte, der Schutz vor dem Meilenverfall, ist mit der Kündigung nämlich weg.
Konkret bedeutet das: Die übliche 36-monatige Verfallsfrist wird wieder scharf geschaltet. Alle Meilen, die in dem Moment schon älter als 36 Monate sind, verfallen sofort. Der Rest verfällt dann nach und nach, sobald die 3-Jahres-Grenze erreicht ist. Nur wer einen Vielfliegerstatus (Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Member) hat, ist weiterhin geschützt. Ohne Status sollten Sie also vor einer Kündigung ganz genau prüfen, ob Sie Ihre Meilen noch rechtzeitig einlösen können.
Möchten Sie Ihr Reiseerlebnis auf ein neues Level heben und von exklusiven Vorteilen profitieren? Bei Reisen ohne Limit finden Sie die besten Strategien, um mit Premium-Kreditkarten wie der Amex Platinum das Maximum aus jeder Reise herauszuholen. Entdecken Sie jetzt unsere Insider-Tipps und detaillierten Guides auf reisenohnelimit.de.