Lufthansa Economy Light verständlich erklärt für 2026

Lufthansa Economy Light verständlich erklärt für 2026

Wer bei Lufthansa den günstigsten Preis sucht, landet unweigerlich beim Economy Light Tarif. Im Grunde ist das die absolute Basis-Variante: Sie buchen einen Flug, bei dem nur ein Handgepäckstück inklusive ist. Perfekt für alle, die wirklich nur mit minimalem Gepäck reisen und sich alle anderen Extras flexibel dazubuchen möchten.

Was der Economy Light Tarif wirklich bedeutet

Reisender mit Rucksack und Rollkoffer, Maske tragend, geht an einem "Nur Handgepäck" Schild vorbei.

Man kann sich den Lufthansa Economy Light Tarif am besten als eine Art Baukastensystem fürs Fliegen vorstellen. Sie bezahlen wirklich nur für den reinen Transport und entscheiden dann selbst, welche Extras Sie brauchen – oder eben nicht. Das Kernprinzip ist simple: maximale Ersparnis durch Verzicht auf Inklusivleistungen.

Mit diesem Konzept reagiert Lufthansa direkt auf die Konkurrenz durch Billigflieger. Dass diese Strategie aufgeht, zeigen die Zahlen: Bereits 2022 haben rund 25 Prozent der Economy-Gäste auf Flügen ab Deutschland den Light-Tarif gebucht. Wenn Sie tiefer in die Hintergründe der Tarifstruktur eintauchen wollen, finden Sie in diesem Artikel über die Tarifstrategie interessante Details.

Für wen eignet sich dieser Tarif?

Klar ist: Der Economy Light ist nicht für jeden Flug die beste Lösung. Er spielt seine Stärken vor allem dann aus, wenn Sie bewusst auf Annehmlichkeiten wie Aufgabegepäck oder Sitzplatzwahl verzichten können, um bares Geld zu sparen.

  • Kurze Wochenendtrips: Für ein, zwei Nächte in einer anderen Stadt? Da reicht ein Rucksack oder ein kleiner Trolley meist völlig aus.
  • Effiziente Geschäftsreisen: Wer für einen einzigen Meeting-Tag fliegt, braucht kein großes Gepäck. Der Light-Tarif spart nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Zeit am Gepäckband.
  • Preissensible Alleinreisende: Wenn Sie allein unterwegs sind und Ihr Reisebudget schonen wollen, ist der günstigere Grundpreis des Light-Tarifs ein unschlagbarer Vorteil.

Der Gedanke dahinter ist einfach: Warum für Aufgabegepäck oder eine Sitzplatzreservierung zahlen, wenn man beides gar nicht braucht? Dieser minimalistische Ansatz gibt Ihnen die volle Kontrolle über Ihre Reisekosten.

Lufthansa Economy Light vs Classic im direkten Vergleich

Um die Unterschiede greifbar zu machen, schauen wir uns den Economy Light im direkten Duell mit dem nächsthöheren Tarif, dem Economy Classic, an. Hier wird schnell klar, wo die entscheidenden Abstriche gemacht werden – und ob sich das für Sie lohnt.

Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede bei Inklusivleistungen und Gebühren zwischen den Tarifen Economy Light und Economy Classic auf innereuropäischen Flügen.

Leistung Economy Light Economy Classic
Handgepäckstück (bis 8 kg) Inklusive Inklusive
Aufgabegepäckstück (bis 23 kg) Gegen Gebühr Inklusive
Sitzplatzreservierung Gegen Gebühr Inklusive (Standard)
Umbuchung Nicht möglich Gegen Gebühr
Erstattung Nicht möglich Nicht möglich
Miles & More Meilen Reduzierte Gutschrift Volle Gutschrift

Man sieht also deutlich: Der Economy Classic ist das bequemere „Rundum-sorglos-Paket“. Der Lufthansa Economy Light hingegen gibt Ihnen die Freiheit, nur für das zu zahlen, was Sie wirklich nutzen – die perfekte Basis für eine durchdachte und kosteneffiziente Reiseplanung.

Die wahren Kosten und versteckten Gebühren

Ein Mann sitzt im Flughafen, vergleicht Informationen auf seinem Smartphone und einem Flugticket zum Thema "Versteckte Gebühren".

Der Lufthansa Economy Light Tarif lockt oft mit einem unschlagbar günstigen Einstiegspreis. Aber Vorsicht: Dieser Preis ist nur das nackte Grundgerüst für Ihren Flug. Stellen Sie ihn sich wie ein Basismodell beim Autokauf vor – alles, was über die reine Fahrt von A nach B hinausgeht, kostet extra. Um am Ende nicht draufzuzahlen, müssen wir uns die typischen Zusatzkosten, die auf Sie lauern, ganz genau ansehen.

Die erste und häufigste Kostenfalle lauert beim Gepäck. Im Light-Tarif ist nur ein Stück Handgepäck bis maximal 8 kg sowie ein kleiner persönlicher Gegenstand wie eine Laptoptasche erlaubt. Passt Ihr Handgepäck nicht in die Schablone oder ist es zu schwer, wird es am Gate nachberechnet. Und das wird richtig teuer.

Die Gebühren dafür sind absichtlich hoch angesetzt. Rechnen Sie mit mindestens 75 €, wenn Ihr Handgepäckstück erst am Flugsteig als zu groß oder zu schwer eingestuft wird. Mein Tipp: Sparen Sie sich diese böse Überraschung und messen und wiegen Sie Ihr Gepäck unbedingt zu Hause. Die genauen Vorschriften finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden für Handgepäckmaße.

Was Gepäck und Sitze wirklich kosten

Wissen Sie schon bei der Buchung, dass Sie einen Koffer aufgeben müssen? Dann buchen Sie ihn unbedingt online hinzu. Das ist immer die günstigere Wahl im Vergleich zur teuren Nachzahlung am Flughafen. Die Preise variieren je nach Strecke und dem Zeitpunkt der Buchung.

  • Aufgabegepäck (bis 23 kg) online buchen: Innerhalb Europas geht es bei ca. 30 € pro Strecke los. Buchen Sie dasselbe Gepäckstück erst am Schalter, ist es schon spürbar teurer.
  • Aufgabegepäck auf Langstrecken: Hier sollten Sie mit mindestens 60 € pro Strecke kalkulieren, wenn Sie es online hinzufügen. Auch hier gilt: Am Flughafen wird es deutlich kostspieliger.

Ganz ähnlich sieht es bei der Sitzplatzreservierung aus. Im Economy Light Tarif weist Ihnen Lufthansa beim Check-in automatisch einen Sitzplatz zu – kostenlos. Wer aber nicht riskieren möchte, auf einem ungeliebten Mittelplatz oder getrennt von seiner Begleitung zu landen, muss für die freie Platzwahl in die Tasche greifen.

Der Grundpreis des Light-Tarifs deckt wirklich nur den reinen Transport ab. Jedes Extra, das im Classic-Tarif selbstverständlich ist – vom Koffer bis zum Wunschsitzplatz –, wird hier einzeln berechnet und kann den Flugpreis schnell verdoppeln.

Was kostet eine Sitzplatzreservierung genau?

Die Preise für Sitze sind nicht pauschal, sondern richten sich nach der Flugstrecke und der Art des Sitzes. Es gibt aber eine klare Hierarchie, die Sie kennen sollten.

Preisbeispiele für Sitzplatzreservierungen:

Sitzplatztyp Kosten auf Kurzstrecke (ca.) Kosten auf Langstrecke (ca.)
Standardsitz ab 12 € ab 25 €
Sitz in bevorzugter Zone ab 20 € ab 40 €
Sitz mit mehr Beinfreiheit ab 25 € ab 70 €

Wie Sie sehen, kann schon der Wunsch nach einem einfachen Gangplatz den Flug spürbar verteuern. Die Lufthansa-Gruppe justiert diese Gebühren regelmäßig, um die Nebeneinnahmen (sogenannte Ancillary Revenues) zu steigern. Eine aktuelle Verschärfung betrifft Sitzplatzwechsel auf Langstrecken, die seit August 2024 strenger gehandhabt werden, wie Sie in diesem Bericht über Tarifanpassungen nachlesen können.

Der wohl schmerzhafteste Punkt des Lufthansa Economy Light Tarifs betrifft aber Umbuchungen und Stornierungen. Die Regel ist hier brutal einfach: Beides ist grundsätzlich nicht möglich. Wenn Sie Ihren Flug nicht antreten können, verfällt das Ticket – der gesamte Flugpreis ist weg. Eine Reiseversicherung kann zwar bei unvorhergesehenen Ereignissen wie Krankheit helfen, aber nicht bei einer einfachen Planänderung. Diese fehlende Flexibilität ist der größte Kompromiss, den Sie für den günstigen Ticketpreis eingehen.

Punkte und Statusmeilen im Light Tarif sammeln

Für uns Vielflieger ist jeder Flug auch ein kleines Investment in den nächsten Status. Da stellt sich beim Lufthansa Economy Light Tarif natürlich sofort die Frage: Bremst mich der günstigste Preis am Ende beim Meilensammeln aus? Lohnt sich das Sparen beim Ticket, wenn dafür das Meilenkonto leer bleibt? Die Antwort ist ein klares „Jein“ – es kommt ganz auf Ihre Strategie an.

Grundsätzlich ist der Light-Tarif nicht vom Meilensammeln ausgeschlossen, aber die Gutschrift fällt spürbar geringer aus. Man könnte sagen, der Rabatt beim Ticketpreis schlägt sich direkt auf die „Treuepunkte“ nieder. Das A und O, um das zu verstehen, sind die sogenannten Buchungsklassen.

Die entscheidende Rolle der Buchungsklassen

Jedes Flugticket, egal was Sie dafür bezahlt haben, hat einen unsichtbaren Code: die Buchungsklasse. Das ist einfach ein Buchstabe, meistens K, L, T, S oder W. Im Lufthansa Economy Light Tarif landen Sie fast ausnahmslos in den niedrigsten und damit günstigsten dieser Klassen.

Und genau hier liegt für Meilensammler der Haken:

  • Niedrige Buchungsklasse = magere Meilenausbeute: Klassen wie K, L und T bringen bei Miles & More und den meisten Star Alliance Partnern nur eine minimale Gutschrift. Oft sind es gerade einmal 25 % der geflogenen Meilen, die als Prämien- und Statusmeilen gutgeschrieben werden.
  • Vorsicht bei Partner-Airlines: Einige Partnerprogramme der Star Alliance sind da noch strenger und schließen die günstigsten Lufthansa-Buchungsklassen komplett aus. Im schlimmsten Fall gehen Sie also mit null Meilen nach Hause.

Es ist also absolut entscheidend, vor der Buchung einen Blick in die Tarifdetails zu werfen. Dort finden Sie die Buchungsklasse und können sie mit der Sammeltabelle Ihres Vielfliegerprogramms abgleichen.

Ein Economy Light Flug ist nicht immer gleich. Derselbe Flug von Frankfurt nach Mallorca kann je nach Auslastung mal in der Buchungsklasse K (minimale Meilen) und mal in W (deutlich mehr Meilen) verkauft werden – beides läuft aber unter dem Label „Light Tarif“.

Status verteidigen statt neu erjagen

Trotz der mickrigen Meilengutschrift kann der Light-Tarif strategisch Gold wert sein. Das gilt besonders seit der Umstellung auf das neue Punktesystem bei Miles & More im Jahr 2024. Die neue Logik ist simpel: Es zählen nicht mehr nur die Meilen, sondern auch die reine Anzahl der Flüge.

Genau hier spielt der Lufthansa Economy Light Tarif seine Stärke aus, wenn es darum geht, einen bestehenden Status zu sichern:

  1. Garantierte Punkte: Auf innereuropäischen Flügen mit der Lufthansa Gruppe gibt es im Light-Tarif eine feste Gutschrift: 20 Points und 20 Qualifying Points. Pro Flug. Garantiert.
  2. Günstige „Point-Runs“: Wenn Ihnen am Jahresende noch ein paar Flüge zur Statusverlängerung fehlen, können Sie diese mit günstigen Light-Tickets kosteneffizient „abfliegen“.

Nehmen wir an, Ihnen fehlen nur noch 40 Points, um den Frequent Traveller Status zu halten. Das schaffen Sie mit einem einzigen Hin- und Rückflug im Light-Tarif, der oft für unter 150 € zu haben ist.

Beispielrechnung für den Frequent Traveller Status (FTL):

Ziel Benötigte Points Flüge im Economy Light (Europa) Geschätzte Kosten (Beispiel)
Frequent Traveller Status 650 Points 33 Einzelflüge (à 20 Points) ab ca. 2.475 € (bei 75 €/Flug)
FTL aus teurerem Classic-Tarif 650 Points 33 Einzelflüge (à 20 Points) ab ca. 3.300 € (bei 100 €/Flug)

Die Tabelle zeigt es deutlich: Um von null auf den FTL zu kommen, ist der Light Tarif durch die schiere Masse an nötigen Flügen meist keine gute Idee. Aber als günstige Methode, um einen bestehenden Status mit den letzten fehlenden Punkten zu sichern, ist er unschlagbar. Für die Jagd auf einen Senator oder gar den HON Circle Status ist der Lufthansa Economy Light Tarif hingegen fast immer die falsche Wahl. Hier führen nur die teureren Tarife mit ihren hohen Punktegutschriften, allen voran die Business Class, zum Ziel.

Wie Sie aus einem Economy Light Ticket ein Upgrade zaubern

Sie haben ein günstiges Ticket im Lufthansa Economy Light Tarif ergattert, aber träumen insgeheim von mehr Beinfreiheit in der Premium Economy oder dem Luxus eines flachen Betts in der Business Class? Die gute Nachricht: Auch mit dem einfachsten Ticket ist ein Upgrade absolut möglich. Man muss nur die Spielregeln kennen.

Es ist ein hartnäckiger Mythos, dass Light-Tarife generell von Upgrades ausgeschlossen sind. Die Realität ist aber vielschichtiger. Zwar stimmt es, dass die allerbilligsten Buchungsklassen – meistens K, L und T – für die meisten Upgrade-Optionen gesperrt sind. Aber nicht jedes Light-Ticket wird automatisch in diesen Klassen ausgestellt. Mit etwas Glück oder cleverer Buchung landen Sie in einer höheren, upgradefähigen Buchungsklasse.

Die verschiedenen Wege zum Upgrade

Um Ihr Economy Light Ticket aufzuwerten, gibt es verschiedene Pfade. Jeder hat seine eigenen Regeln, Kosten und Erfolgschancen. Welcher der beste für Sie ist, hängt von Ihrem Status, Ihrem Meilenkonto und auch ein bisschen von Ihrer Risikobereitschaft ab.

  • Der Klassiker: Upgrade mit Meilen. Wenn Sie genug Prämienmeilen bei Miles & More gesammelt haben, können Sie damit ein Upgrade anfragen. Ob es durchgeht, hängt aber von Ihrer Buchungsklasse und der Verfügbarkeit ab. Am besten prüfen Sie das direkt nach der Buchung online in Ihrem Profil oder in der Miles & More App.

  • Das Lockangebot: Festpreis-Upgrades. Lufthansa spielt Ihnen diese Angebote oft direkt zu – per E-Mail, in der App oder beim Online-Check-in. Für einen festen Betrag können Sie dann in eine höhere Klasse wechseln. Diese Angebote sind oft fair bepreist, aber es gibt sie nicht auf jedem Flug und für jeden Passagier.

  • Der Nervenkitzel: Gebot für ein Upgrade. Auf ausgewählten Strecken können Sie um einen freien Platz pokern. Sie geben ein Gebot ab, was Ihnen das Upgrade wert ist, und erfahren kurz vor Abflug, ob Sie den Zuschlag erhalten haben. Mit etwas Glück ein echter Preiskracher.

  • Die letzte Chance: Upgrade am Gate. Fragen kostet nichts! Sollten kurz vor dem Boarding noch Sitze in der Business oder Premium Economy frei sein, werden diese manchmal zu Festpreisen verkauft. Sprechen Sie das Personal am Gate einfach proaktiv an.

Ein Upgrade ist nie ein garantierter Anspruch, sondern immer nur eine Möglichkeit. Der Trick ist, die Verfügbarkeiten im Auge zu behalten und flexibel zu sein. Manchmal ist ein direktes Cash-Upgrade so günstig, dass es sich mehr lohnt, als dafür wertvolle Meilen auszugeben.

eVoucher für Statuskunden: Eine besondere Währung

Frequent Traveller, Senatoren und HON Circle Member kennen sie: die eVoucher. Man erhält sie für das Erreichen oder die Verlängerung des Status und kann sie für Upgrades einsetzen. Zwei eVoucher reichen zum Beispiel für ein Upgrade von der Business in die First Class auf der Langstrecke. Aber Vorsicht: Bei einem Lufthansa Economy Light Ticket stoßen auch eVoucher an ihre Grenzen, da Upgrades aus den niedrigsten Buchungsklassen (K, L, T) damit meist ebenfalls ausgeschlossen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie der Economy Light Tarif trotzdem ein nützliches Werkzeug sein kann, um einen Status zu halten – was wiederum die Voraussetzung für den Erhalt von eVouchern ist.

Entscheidungsbaum zur Statusjagd basierend auf dem Economy Light Ticket: Status verteidigen oder erreichen.

Wie man sieht, ist der Light-Tarif eher ein Instrument zur Verteidigung eines bestehenden Status, weniger zum erstmaligen Erreichen.

Rechnet sich ein Upgrade wirklich?

Ein Upgrade aus dem Lufthansa Economy Light Tarif kann ein genialer Coup sein – aber nicht immer ist es die schlauste finanzielle Entscheidung. Bevor Sie also zuschlagen, machen Sie eine schnelle Rechnung auf: Addieren Sie den Preis Ihres Light-Tickets und die Kosten für das Upgrade (egal ob in Euro oder dem Wert Ihrer Meilen).

Vergleichen Sie diese Summe dann mit dem Preis, den eine direkte Buchung in der Premium Economy oder im Business Saver von Anfang an gekostet hätte. Oft ist das direkt gebuchte Premium-Ticket am Ende nicht nur günstiger, sondern bringt Ihnen auch mehr Meilen und bessere Stornierungsbedingungen. Der "Sweetspot" für Upgrades aus dem Light-Tarif liegt daher klar bei Last-Minute-Angeboten, wenn die Airline kurz vor Abflug unbedingt noch die leeren, teuren Sitze füllen will.

Wie die Amex Platinum den Light Tarif aufwertet

Eine Person hält einen Reisepass in einer Flughafenlounge, mit Gepäck und einem Buch auf dem Tisch.

Wer einen Lufthansa Economy Light Tarif bucht, trifft eine bewusste Entscheidung: Geld sparen und dafür auf Annehmlichkeiten verzichten. Aber was, wenn man die Nachteile dieses Spartarifs elegant aushebeln und die Wartezeit am Airport trotzdem im Luxus verbringen könnte? Genau hier wird die American Express Platinum Karte zum entscheidenden Werkzeug, das einen günstigen Flug in ein echtes Premium-Erlebnis verwandelt.

Stellen Sie es sich einmal bildlich vor: Sie haben ein Ticket für 100 Euro nach Lissabon in der Tasche. Anstatt aber in der lauten, überfüllten Wartehalle am Gate zu kauern, lehnen Sie sich in einem bequemen Sessel zurück und genießen kostenlose Snacks und Getränke in einer exklusiven Lounge. Diese Kombination aus dem günstigsten Flugtarif und den Vorteilen einer Premium-Kreditkarte ist für viele erfahrene Reisende längst zur cleversten Strategie geworden. Man profitiert von der Ersparnis beim Flugpreis, ohne am Boden auf den Komfort verzichten zu müssen, der eine Reise erst wirklich angenehm macht.

Weltweiter Lounge-Zugang trotz Light-Ticket

Der vielleicht größte Kompromiss beim Economy Light Tarif ist für viele gar nicht das fehlende Aufgabegepäck, sondern das oft stundenlange Warten am Gate. Mit der American Express Platinum Karte können Sie dieses Szenario getrost vergessen. Der entscheidende Vorteil ist der enthaltene Priority Pass in der höchsten Ausbaustufe „Prestige“.

Dieser Pass ist quasi Ihr Generalschlüssel für über 1.300 Flughafen-Lounges auf der ganzen Welt. Völlig egal, ob Ihr Ticket von Lufthansa, Ryanair oder einer anderen Airline ist – Sie zeigen einfach Ihren Priority Pass und die Bordkarte vor, und schon öffnet sich die Tür. Selbst an Flughäfen, an denen es keine Lufthansa Lounge gibt, findet sich fast immer eine Partnerlounge im Netzwerk.

Die Amex Platinum löst die strikte Trennung zwischen Billig- und Premium-Reisen auf. Sie ermöglicht es Ihnen, am Boden First-Class-Annehmlichkeiten zu genießen, selbst wenn Sie in der Luft die günstigste Option gewählt haben.

Für Inhaber der Platinum Hauptkarte ist der Zugang unbegrenzt und kostenlos. Obendrein können Sie sogar noch einen Gast ohne Aufpreis mit in die Lounge nehmen. Das macht die Wartezeit nicht nur unendlich viel bequemer, sondern verwandelt sie in einen entspannten und wertvollen Teil Ihrer Reise.

Der exklusive Zugang zu Lufthansa Lounges

Noch spannender wird es, wenn Sie tatsächlich mit der Lufthansa Gruppe fliegen. Normalerweise ist der Zutritt zu den Lufthansa Lounges ausschließlich Statuskunden oder Passagieren der Business und First Class vorbehalten. Mit der Amex Platinum in der Tasche gelten für Sie jedoch ganz andere Regeln.

So einfach klappt der Lounge-Zugang mit der Amex Platinum:

  • Lufthansa Business Lounges: Sie erhalten Zugang, solange Sie ein Flugticket von Lufthansa, SWISS oder Austrian Airlines für denselben Tag vorweisen können. Der Tarif spielt dabei absolut keine Rolle – ja, auch ein Lufthansa Economy Light Ticket reicht völlig aus!
  • Lufthansa Senator Lounges: Wenn Sie sogar ein Business Class Ticket der Lufthansa Gruppe haben, öffnet Ihnen die Amex Platinum die Türen zu den nochmals höherwertigen Senator Lounges.

Dieser Vorteil allein kann den Wert der Karte schnell rechtfertigen und hebt den Reisekomfort auf ein völlig neues Level. Während andere Economy-Reisende am Gate warten, können Sie in der Lounge in Ruhe arbeiten, eine vollwertige Mahlzeit zu sich nehmen oder einfach nur die Füße hochlegen.

Mehr als nur Lounges: die weiteren Vorteile der Platinum

Aber die Amex Platinum kann noch mehr, als Ihnen nur die Türen zu schicken Lounges zu öffnen. Ihre wahre Stärke spielt sie aus, wenn man sie mit einem restriktiven Spartarif wie dem Economy Light kombiniert. Ein Aspekt, der oft übersehen wird, ist das unschätzbare Sicherheitsnetz durch die Versicherungsleistungen.

Ein Lufthansa Economy Light Ticket ist im Normalfall weder umbuchbar noch erstattungsfähig. Das heißt: Wenn Sie wegen einer plötzlichen Krankheit oder eines Notfalls nicht fliegen können, ist das Geld für das Ticket weg. Genau hier greift die in der Amex Platinum inkludierte Reiserücktrittskosten- und Reiseabbruchversicherung. Sie schützt Sie vor diesem finanziellen Verlust, vorausgesetzt, der Flug wurde mit der Karte bezahlt.

Ein weiteres cleveres Detail ist das Membership Rewards Programm. Für jeden Euro Umsatz mit der Karte sammeln Sie Punkte, die sich flexibel in Meilen bei zahlreichen Airlines umwandeln oder direkt im Amex Reiseportal für neue Flüge einlösen lassen. So finanzieren Ihre täglichen Ausgaben quasi schon den nächsten günstigen Trip im Economy Light Tarif mit.

Um das Maximum aus dieser Strategie herauszuholen, lohnt es sich, alle Facetten der Karte zu kennen. Eine vollständige Aufschlüsselung finden Sie in unserem umfassenden Guide zur American Express Platinum Card. Die Kombination aus dem günstigsten Flug und den Premium-Leistungen der Karte ist und bleibt eine unschlagbare Taktik für alle, die maximal smart und komfortabel reisen wollen.

Lufthansa Economy Light: Die häufigsten Fragen aus der Praxis

Der Lufthansa Economy Light Tarif ist eine super Sache, um günstig zu fliegen – solange man die Spielregeln kennt. Im Reisealltag tauchen aber immer wieder die gleichen Fragen und Unsicherheiten auf. Damit Sie nicht in teure Fallen tappen oder am Flughafen eine böse Überraschung erleben, klären wir hier die wichtigsten Punkte, die uns immer wieder begegnen.

Viele sind sich unsicher, was bei diesem abgespeckten Tarif eigentlich noch drin ist. Kann ich mir einen Platz aussuchen? Was ist, wenn mein Koffer doch ein Kilo zu schwer ist? Sehen wir uns das mal im Detail an.

Kann ich meinen Sitzplatz kostenlos auswählen?

Kurz und knapp: Nein. Die freie Sitzplatzwahl ist ein Vorteil der teureren Tarife und im Lufthansa Economy Light ganz bewusst nicht dabei. Stattdessen bekommen Sie beim Check-in, der in der Regel 23 Stunden vor Abflug beginnt, automatisch und kostenlos einen Platz zugewiesen.

Wenn Sie aber auf keinen Fall in der Mitte landen möchten oder unbedingt am Fenster sitzen wollen, können Sie sich Ihren Wunschplatz gegen eine Gebühr sichern. Das geht entweder direkt bei der Buchung oder auch später noch online über die Buchungsverwaltung.

Rechnen Sie hier mit Kosten ab ca. 12 Euro für einen ganz normalen Sitz auf Europaflügen. Die Gebühren variieren aber je nach Strecke und Sitztyp. Für die beliebten Plätze mit mehr Beinfreiheit wird es natürlich entsprechend teurer.

Ein kleiner Lichtblick für Statuskunden: Als HON Circle Member oder Senator können Sie Ihren Sitzplatz oft auch im Light-Tarif kostenfrei reservieren. Eine Garantie gibt es aber nicht immer, daher lohnt sich ein kurzer Check vorab.

Was passiert, wenn mein Handgepäck zu groß ist?

Das ist die mit Abstand teuerste Falle des Lufthansa Economy Light Tarifs. Hier kennt die Airline keine Gnade: Erlaubt ist genau ein Handgepäckstück mit maximal 8 kg (55 x 40 x 23 cm) und ein kleiner persönlicher Gegenstand wie eine Laptoptasche.

Wird am Gate bemerkt, dass Ihr Trolley zu groß oder zu schwer ist, muss er nachträglich aufgegeben werden – und das wird richtig teuer. Die Gebühren dafür sind gesalzen und liegen weit über dem, was ein online gebuchter Koffer gekostet hätte. Stellen Sie sich auf mindestens 75 Euro ein.

Diese hohen Nachzahlungen sollen abschrecken und dafür sorgen, dass das Boarding reibungslos verläuft. Der einzige Weg, das zu umgehen: Messen und wiegen Sie Ihr Handgepäck zu Hause ganz genau!

Ist im Economy Light Tarif Verpflegung inklusive?

Ja, verhungern oder verdursten muss an Bord niemand. Der Service während des Fluges ist im Light-Tarif genau derselbe wie in den teureren Economy-Klassen.

  • Auf Flügen innerhalb Europas: Sie bekommen immer eine kostenlose Flasche Wasser und eine kleine Lufthansa-Schokolade. Alles Weitere wie Snacks oder andere Getränke können Sie bei der Crew kaufen.
  • Auf Langstreckenflügen: Hier ist der volle Service im Preis inbegriffen. Das bedeutet, Sie erhalten reguläre warme und kalte Mahlzeiten sowie eine Auswahl an alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken, ohne dafür extra zu zahlen.

Der Lufthansa Economy Light spart also nicht am Bordservice, sondern nur an den Leistungen am Boden, also beim Gepäck, der Sitzplatzwahl und den Umbuchungsregeln.

Kann ich mit einem Light-Ticket ein Upgrade bekommen?

Ja, die Möglichkeit besteht! Auch mit dem günstigsten Ticket können Sie grundsätzlich in eine höhere Klasse wie die Premium Economy oder Business Class upgraden. Ganz so einfach ist es allerdings nicht immer.

Der entscheidende Punkt ist hier die sogenannte Buchungsklasse, ein unscheinbarer Buchstabe wie K, L oder T auf Ihrem Ticket. Die allerbilligsten dieser Klassen sind von manchen Upgrade-Optionen, vor allem mit Meilen oder eVouchern, von vornherein ausgeschlossen.

Diese Wege für ein Upgrade gibt es:

  1. Festpreis-Upgrade: Lufthansa macht Ihnen oft von sich aus per E-Mail oder in der App ein Angebot für ein Upgrade zu einem festen Preis. Das ist der direkteste und einfachste Weg.
  2. Upgrade gegen Gebot: Auf einigen Strecken können Sie mitbieten und quasi auf ein Upgrade pokern. Kurz vor dem Abflug erfahren Sie dann, ob Ihr Gebot erfolgreich war.
  3. Upgrade mit Meilen: Das funktioniert nur, wenn Ihre Buchungsklasse das zulässt. Am besten prüfen Sie das direkt nach der Buchung in Ihrem Miles & More Konto, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Ein Upgrade aus dem Lufthansa Economy Light kann also eine tolle Option für etwas spontanen Luxus sein. Wenn Sie aber von Anfang an fest mit mehr Komfort planen, ist die direkte Buchung der höheren Reiseklasse oft der zuverlässigere und manchmal sogar preiswertere Weg.


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