Amex Punkte für Flüge einlösen für maximalen Wert
Wenn es darum geht, Ihre hart verdienten Amex Punkte für Flüge einzulösen, stehen Sie an einer wichtigen Weggabelung. Es gibt im Grunde zwei Hauptrouten, die Sie nehmen können: die direkte Buchung über das Amex Reiseportal oder der Transfer Ihrer Punkte zu einem der vielen Airline-Partner. Ich sage es gleich vorweg: Die strategisch fast immer bessere Wahl ist der Transfer zu einem Vielfliegerprogramm. Hier holen Sie in der Regel einen weitaus höheren Wert aus Ihren Punkten heraus, besonders wenn Sie ein Auge auf die Business oder First Class geworfen haben.
Ihre Punkte in Flugtickets verwandeln: Die Grundlagen

Das Schöne am Membership Rewards Programm ist seine enorme Flexibilität. Anders als bei schlichten Cashback-Karten ist der Wert Ihrer Punkte nicht festgeschrieben. Sie haben es selbst in der Hand, wie viel Gegenwert Sie am Ende aus jedem einzelnen Punkt herausholen.
Zwei Wege, ein Ziel
Stellen Sie sich die beiden Einlöseoptionen wie unterschiedliche Reiserouten vor. Der erste Weg, die Buchung über das Amex Reiseportal, ist die bequeme und unkomplizierte Variante. Hier setzen Sie Ihre Punkte einfach wie Bargeld ein, um den Flugpreis zu begleichen. Der Haken? Der Wert ist dabei fix und leider ziemlich niedrig – oft nur etwa 0,5 Cent pro Punkt. Diese Methode ist kinderleicht, aber eben selten die lohnenswerteste.
Der zweite Weg ist der Transfer Ihrer Punkte zu einem Airline-Partner. Diese Route erfordert etwas mehr Planung, aber genau hier liegt das Potenzial für einen wirklich spektakulären Gegenwert. Anstatt die Punkte direkt zu nutzen, wandeln Sie sie in Prämienmeilen bei Programmen wie dem British Airways Executive Club oder Singapore Airlines KrisFlyer um.
Der wahre Zauber entfaltet sich, wenn Sie diese Meilen für Premium-Flüge einsetzen. Ein Business-Class-Ticket kostet mit Meilen oft nur das Doppelte eines Economy-Tickets, während es mit Geld bezahlt ein Vielfaches kosten würde.
Warum der Punktetransfer die Nase vorn hat
Der Wertunterschied zwischen den beiden Methoden kann gigantisch sein. Während Sie bei der Direktbuchung einen festen, niedrigen Gegenwert erhalten, können Sie durch einen cleveren Transfer Werte von 2 Cent, 3 Cent oder in manchen Fällen sogar über 5 Cent pro Punkt erzielen. Ein gewaltiger Unterschied!
Dieser Abschnitt soll Ihnen eine klare Entscheidungsgrundlage bieten. Er zeigt die Vor- und Nachteile beider Wege auf und bereitet Sie darauf vor, die detaillierten Strategien in den folgenden Kapiteln zu meistern. Mit diesem Wissen können Sie fundiert entscheiden, welcher Weg für Ihre ganz persönlichen Reisepläne der richtige ist.
Vergleich der Einlösemethoden im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen der direkten Buchung und dem Partnertransfer kurz und bündig zusammen. Sie sehen auf einen Blick, wo die Stärken und Schwächen der jeweiligen Methode liegen.
| Merkmal | Amex Reiseportal (Punkte zahlen) | Transfer zu Airline-Partnern |
|---|---|---|
| Gegenwert | Gering und fix (ca. 0,5 Cent pro Punkt) | Hoch und variabel (oft 2–5 Cent pro Punkt) |
| Flexibilität | Einfache Buchung für fast jeden verfügbaren Flug | Abhängig von der Verfügbarkeit von Prämienflügen |
| Komplexität | Niedrig – der Prozess ist selbsterklärend | Mittel – erfordert Recherche und Transferprozess |
| Ideal für | Economy-Flüge bei geringem Ticketpreis | Business- und First-Class-Flüge, „Sweet Spots“ |
Am Ende des Tages ist die Wahl klar: Wenn Sie den maximalen Wert aus Ihren Punkten ziehen möchten, führt kaum ein Weg am Transfer zu den Airline-Partnern vorbei. Es erfordert zwar etwas Einarbeitung, aber die Belohnung in Form von luxuriösen Flugerlebnissen ist es absolut wert.
Das Membership Rewards Programm – die Grundlagen für den maximalen Wert
Wer das Maximum aus seinen Amex Punkten herausholen will, muss das System dahinter verstehen. Vergessen Sie simple Cashback-Programme – Membership Rewards Punkte sind keine starre Währung. Sehen Sie sie eher als flexibles Gut, dessen Wert Sie mit den richtigen Entscheidungen selbst in die Hand nehmen.
Die Basis ist simpel: Für jeden Euro Umsatz gibt es einen Punkt. Wer es ernst meint, bucht aber den optionalen „Membership Rewards Turbo“ dazu. Für eine kleine Jahresgebühr erhalten Sie dann 1,5 Punkte pro Euro, was Ihre Sammelgeschwindigkeit mal eben um 50 % erhöht.
Für jeden, der ernsthaft auf Prämienflüge hinarbeitet, ist der Turbo eigentlich keine Option, sondern eine absolute Notwendigkeit. Er legt das Fundament für die wirklich lohnenswerten Einlösungen.
Der wahre Wert Ihrer Punkte ist flexibel
Genau hier liegt der Knackpunkt, der oft für Verwirrung sorgt: Ein Punkt hat keinen festen Gegenwert. Sein Wert ist dynamisch und hängt einzig und allein davon ab, wofür Sie ihn einlösen.
- Der Standardweg (und der schlechteste Deal): Wenn Sie Ihre Punkte direkt im Amex Reiseportal nutzen, um einen Flug quasi "bar" zu bezahlen, bekommen Sie einen miserablen Gegenwert. Wir sprechen hier von nur etwa 0,5 Cent pro Punkt.
- Der Königsweg: Die Magie entfaltet sich erst beim Transfer der Punkte zu den Vielfliegerprogrammen der Airlines. Plötzlich können Sie Gegenwerte von 2 bis 5 Cent pro Punkt erreichen – manchmal sogar noch deutlich mehr. Das gilt vor allem für Flüge in der Business oder First Class.
Merken Sie sich: Sehen Sie Ihre Punkte nicht als kleinen Rabatt, sondern als Eintrittskarte für Erlebnisse, die Sie sich sonst vielleicht nicht leisten würden. Ein Business-Class-Flug für 100.000 Punkte ist kein Nachlass auf einen 500-Euro-Flug, sondern Ihre clevere Art, ein 4.000-Euro-Ticket zu bezahlen.
Die Transferrate: Das Zünglein an der Waage
Wenn Sie Punkte zu einer Airline schicken, passiert das immer über eine feste Tauschrate. Und genau hier müssen Sie aufpassen, denn die ist nicht immer 1:1.
Die gängigsten Verhältnisse sind 5:4 (z.B. zum British Airways Executive Club) oder 3:2 (z.B. zu Singapore Airlines KrisFlyer). Heißt im Klartext: Aus 5.000 Amex Punkten werden 4.000 Avios (die Währung von British Airways), oder aus 3.000 Punkten werden 2.000 KrisFlyer-Meilen.
Leider sind diese Raten nicht in Stein gemeißelt. American Express schraubt hier immer mal wieder dran, was die Attraktivität einzelner Partnerprogramme stark verändern kann. Während das 5:4-Verhältnis zu Programmen wie dem Executive Club seit Jahren stabil ist, gab es Anfang 2024 eine empfindliche Abwertung bei Top-Partnern wie dem Qatar Airways Privilege Club oder Emirates Skywards. Es lohnt sich also, die aktuellen Entwicklungen bei den Amex Transferpartnern im Auge zu behalten, um nicht plötzlich einen schlechteren Deal zu machen.
Einmal transferiert, gibt es kein Zurück mehr. Der Prozess ist unumkehrbar. Sie können Meilen nicht wieder in Membership Rewards Punkte umwandeln. Deshalb lautet die goldene Regel: Immer erst die Verfügbarkeit des Wunschflugs prüfen, bevor Sie den Transfer anstoßen!
Mit diesem Wissen sind Sie jetzt bestens gerüstet, um die Spreu vom Weizen zu trennen und Ihre hart gesammelten Punkte in unvergessliche Flugerlebnisse zu verwandeln.
Die besten Transferpartner strategisch einsetzen
Jetzt kommen wir zum Herzstück jeder guten Strategie, wenn es darum geht, Amex Punkte für Flüge einzulösen. Der Transfer zu den Vielfliegerprogrammen der Airlines ist und bleibt der absolute Königsweg, um den Wert Ihrer Punkte zu vervielfachen. Hier verwandeln Sie Ihre gesammelten Punkte in eine Eintrittskarte für wirklich außergewöhnliche Reiseerlebnisse.
Es geht aber nicht darum, einfach blind Punkte zu verschieben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die richtigen Partner für Ihre Ziele zu kennen und die sogenannten „Sweet Spots“ zu finden. Das sind genau die Flugrouten oder Buchungsklassen, bei denen das Verhältnis von benötigten Meilen zum regulären Ticketpreis einfach unschlagbar ist.
Die wichtigsten partner für den deutschen markt
American Express hat in Deutschland eine solide Auswahl an Airline-Partnern im Gepäck. Anstatt sich von der Fülle der Optionen überfordern zu lassen, konzentrieren wir uns lieber auf die Programme, die für uns als Reisende aus Deutschland die größte Relevanz und das beste Potenzial bieten.
- British Airways Executive Club: Einer der vielseitigsten Partner überhaupt. Perfekt für Kurzstreckenflüge innerhalb Europas, aber auch eine Goldgrube für Langstrecken mit Partnern der oneworld-Allianz wie Qatar Airways oder Cathay Pacific.
- Singapore Airlines KrisFlyer: Bekannt für eines der besten Bordprodukte der Welt. Wenn Sie die herausragende Business oder First Class von Singapore Airlines erleben möchten, insbesondere auf Routen nach Asien, ist das Ihr Programm.
- Air France/KLM Flying Blue: Ein starker Partner für Flüge mit der SkyTeam-Allianz. Das Programm ist berühmt für seine monatlichen Promo-Awards, bei denen Sie Flüge für 25 % oder sogar 50 % weniger Meilen ergattern können.
- Emirates Skywards: Wenn Ihr Ziel Dubai ist oder Sie das luxuriöse A380-Erlebnis mit Bar an Bord anstreben, ist Skywards die erste Wahl. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Zuzahlungen können hier recht hoch ausfallen.
Die Infografik unten zeigt die wichtige Entwicklung des Transferverhältnisses, ein Faktor, den man immer im Auge behalten sollte.

Man sieht deutlich, wie sich der Wert der Punkte durch geänderte Transferraten verschieben kann – eine strategische Planung ist also das A und O.
Konkrete sweet spots finden und buchen
Theorie ist gut, aber erst praktische Beispiele zeigen den wahren Wert. Einer der besten Deals beim Einlösen von Amex Punkten für Flüge ergibt sich aus dem oft gültigen Transferverhältnis von 5:4 zu vielen Programmen.
Ein Paradebeispiel ist der British Airways Executive Club. Hier können Sie Flüge von deutschen Städten wie München oder Frankfurt nach London Heathrow in der Economy Class schon ab 4.750 Avios buchen. Das entspricht gerade einmal 5.938 Membership Rewards Punkten! Dank der „Reward Flight Saver“-Regelung kommen obendrauf nur geringe Zuzahlungen von rund 23 Euro pro Strecke.
Sobald man das System der Sweet Spots einmal verstanden hat, eröffnet sich eine völlig neue Welt des Reisens. Ein Business-Class-Flug in die USA für 40.500 Avios (umgerechnet 50.625 Amex Punkte) plus niedrige Gebühren ist keine Seltenheit – sondern das Ergebnis kluger Planung.
So funktioniert der transferprozess
Der Transfer selbst ist unkompliziert, erfordert aber ein bisschen Sorgfalt. Zuerst müssen Sie Ihr Amex-Konto mit dem entsprechenden Vielfliegerprogramm-Konto verknüpfen. Achten Sie hier wirklich penibel auf die exakte Übereinstimmung Ihrer persönlichen Daten wie Name und Geburtsdatum, sonst gibt es später Probleme.
Sobald die Konten verbunden sind, können Sie den Transfer anstoßen. Die Dauer variiert: Bei vielen Partnern wie British Airways sind die Meilen oft innerhalb von Minuten gutgeschrieben. Bei anderen, wie zum Beispiel Singapore Airlines, kann es aber auch ein bis drei Werktage dauern. Diese potenzielle Verzögerung müssen Sie immer einplanen, damit Ihnen Ihr Wunschflug nicht vor der Nase weggeschnappt wird.
Top-Transferpartner und ihre sweet spots
Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, haben wir eine Übersicht der attraktivsten Partner mit konkreten Beispielen zusammengestellt. Betrachten Sie diese Tabelle als Inspirationsquelle für Ihre nächste große Reise.
Top-Transferpartner und ihre sweet spots
Eine Übersicht der besten Airline-Partner für den Transfer von Amex Punkten, inklusive Transferverhältnis, typischer Transferdauer und beispielhaften Prämienflügen.
| Airline-Programm | Transferverhältnis (Amex:Meilen) | Beispielhafter Sweet Spot (Route & Punkte) |
|---|---|---|
| British Airways Executive Club | 5:4 | Düsseldorf → London (Economy): ab 5.938 MR-Punkte |
| Iberia Plus | 5:4 | Madrid → New York (Business): ab 50.625 MR-Punkte |
| Singapore Airlines KrisFlyer | 3:2 | Istanbul → Singapur (Business): ab 84.750 MR-Punkte |
| SAS Eurobonus | 5:4 | Kopenhagen → Chicago (Business): ab 62.500 MR-Punkte |
Diese Beispiele kratzen natürlich nur an der Oberfläche dessen, was alles möglich ist. Sie zeigen aber eindrucksvoll, wie Sie durch strategisches Einlösen Ihrer Amex Punkte für Flüge einen enormen Gegenwert erzielen können. Wenn Sie noch tiefer eintauchen möchten, um die Transferraten verschiedener Programme zu vergleichen und Ihre Punkte maximal zu nutzen, legen wir Ihnen unseren weiterführenden Artikel ans Herz.
Die eigentliche Kunst besteht darin, flexibel zu sein und die verschiedenen Programme und deren Allianzen zu verstehen. Manchmal buchen Sie einen Flug mit Lufthansa am besten über das Programm von Singapore Airlines oder einen Flug mit American Airlines über den British Airways Executive Club. Mit etwas Übung wird die Suche nach diesen Deals zur spannenden Schatzsuche.
Wie viel sind Ihre Punkte wirklich wert? Die entscheidende Rechnung

Bevor wir in die Details gehen, müssen wir über das Wichtigste sprechen: den tatsächlichen Wert eines Membership Rewards Punkts. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn Sie Amex Punkte für Flüge einlösen. Die harte Wahrheit ist: Ein Amex Punkt hat keinen festen Wert. Sein Gegenwert hängt einzig und allein davon ab, wie Sie ihn einlösen – und die Unterschiede sind gewaltig, oft um den Faktor zehn oder mehr.
Zu verstehen, was Ihre Punkte wert sind, ist absolut entscheidend. Es hilft Ihnen zu beurteilen, ob ein Prämienflug ein echtes Schnäppchen ist oder ob Sie Ihre Punkte besser für eine andere Reise aufsparen sollten. Betrachten Sie Ihre Punkte wie eine Fremdwährung. Ihr Ziel ist es, immer den bestmöglichen „Wechselkurs“ zu erzielen.
Die extreme Spanne des Punktewerts
Die Bandbreite, in der sich der Wert Ihrer Punkte bewegen kann, ist wirklich enorm. Am untersten Ende der Skala dümpelt die Direktbuchung über das Amex Reise-Portal. Hier bekommen Sie oft nur einen Gegenwert von ca. 0,5 Cent pro Punkt. Das ist zwar bequem, aber aus finanzieller Sicht fast immer die schlechteste Wahl.
Am anderen Ende des Spektrums, dort wo die Magie passiert, liegt der Transfer zu Airline-Partnern für Premium-Flüge. Hier können Sie ohne Weiteres Werte von 3 bis 5 Cent pro Punkt erreichen. Manchmal sogar noch mehr. Genau dieser Hebel macht den Punktetransfer zu Vielfliegerprogrammen so unglaublich attraktiv.
Sehen Sie den Cent-pro-Punkt-Wert als Ihren persönlichen Erfolgsindikator. Ein hoher Wert zeigt, dass Sie das System optimal nutzen und sich Erlebnisse gönnen, die mit Bargeld ein kleines Vermögen kosten würden.
In der Praxis schwankt der Gegenwert beim Einlösen von Amex Punkten in Deutschland massiv. Während die Direktbuchung bei den erwähnten 0,5 Cent stagniert, explodiert der Wert bei einer cleveren Umwandlung in Meilen förmlich. Ein klassisches Beispiel: Ein First-Class-Flug mit British Airways von London nach Chicago kostet rund 136.000 Avios plus etwa 1.200 Euro an Zuzahlungen. Bei einem regulären Ticketpreis von über 9.000 Euro ergibt das einen schwindelerregenden Wert von fast 5,9 Cent pro Amex Punkt. Das ist fast das Zwölffache des Basiswerts!
So einfach berechnen Sie den Wert Ihrer Einlösung
Um den Wert einer potenziellen Flugbuchung selbst zu prüfen, brauchen Sie nur eine simple Formel. Diese kleine Rechnung ist Ihr wichtigstes Werkzeug, um verschiedene Optionen fair und objektiv zu vergleichen.
Die Formel lautet:
(Ticketpreis - Zuzahlungen) / Benötigte Punkte = Wert pro Punkt
Lassen Sie uns das mal an einem realitätsnahen Beispiel durchspielen.
Beispielrechnung: Business-Class-Flug nach New York
Stellen wir uns vor, Sie haben einen Business-Class-Flug von Madrid nach New York mit Iberia im Auge – ein bekannter „Sweet Spot“.
- Regulärer Ticketpreis: Wir nehmen an, der Flug würde normal 2.500 € kosten.
- Benötigte Punkte: Für diesen Flug brauchen Sie 50.625 MR-Punkte, die Sie im Verhältnis 5:4 in 40.500 Avios umwandeln.
- Zuzahlungen: Steuern und Gebühren fallen mit 120 € an.
Jetzt setzen wir diese Zahlen einfach in unsere Formel ein:
(2.500 € - 120 €) / 50.625 Punkte = 0,047 €
Das Ergebnis: Jeder einzelne Amex Punkt ist bei dieser Buchung stolze 4,7 Cent wert. Das ist ein fantastischer Gegenwert, der weit über dem Durchschnitt liegt und diese Einlösung zu einem echten Volltreffer macht.
Um solche Rechnungen nicht immer von Hand machen zu müssen, können Sie auch unseren praktischen Amex Punkte Rechner verwenden. Er zeigt Ihnen auf einen Blick, welches Potenzial in Ihren Punkten steckt.
Wann ist ein Wert wirklich „gut“?
Es gibt keine in Stein gemeißelte Regel, aber aus meiner Erfahrung haben sich die folgenden Richtwerte bewährt:
- Unter 1,0 Cent: In der Regel ein schlechter Deal. Hier lohnt es sich oft mehr, den Flug normal zu kaufen und die Punkte für eine bessere Gelegenheit zu sparen.
- 1,5 bis 2,5 Cent: Das ist ein solider, guter Wert. Viele Business-Class-Prämienflüge auf gängigen Strecken landen in diesem Bereich.
- Über 3,0 Cent: Ein exzellenter Wert. Solche Gegenwerte erzielen Sie meist bei First-Class-Flügen oder bei besonders begehrten Business-Class-Routen, wo die Tickets extrem teuer sind.
Mit diesem Wissen sind Sie bestens gerüstet, um jede potenzielle Einlösung kritisch zu prüfen. Sie können ab sofort fundierte Entscheidungen treffen und sicherstellen, dass jeder Ihrer hart erarbeiteten Punkte Sie so luxuriös und effizient wie möglich ans Ziel bringt.
So buchen Sie Ihren Prämienflug – Schritt für Schritt
Theorie ist schön und gut, aber am Ende zählt die Praxis. Lassen Sie uns also gemeinsam den kompletten Prozess durchgehen, damit Sie ganz souverän Ihren ersten Flug mit transferierten Amex Punkten buchen. Sehen Sie die folgenden Punkte einfach als Ihre persönliche Checkliste – von der ersten Suche bis zum letzten Klick.
Der wichtigste Schritt findet dabei nicht im American Express Portal statt. Er beginnt direkt auf der Webseite der Airline oder mit Tools, die auf die Suche nach Prämienflügen spezialisiert sind. Sie müssen nämlich zuerst herausfinden, ob Ihr Wunschflug überhaupt mit Meilen buchbar ist.
Diese goldene Regel kann man gar nicht oft genug wiederholen: Übertragen Sie niemals Punkte auf gut Glück! Einmal bei einem Vielfliegerprogramm gelandet, sind die Punkte dort gefangen und können nicht zurückgeholt werden.
Verfügbarkeiten finden wie ein Profi
Ihr bester Startpunkt ist fast immer die Webseite der Airline, deren Meilen Sie einsetzen wollen. Möchten Sie zum Beispiel Avios vom British Airways Executive Club nutzen, ist deren Seite Ihre erste Anlaufstelle.
Halten Sie dort explizit nach der Option „Mit Avios buchen“ oder einer ähnlichen Formulierung Ausschau. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei oft in der Flexibilität.
- Nutzen Sie die flexible Datumssuche: Viele Airlines bieten eine Kalenderansicht, die Ihnen auf einen Blick zeigt, an welchen Tagen noch Plätze frei sind. Gold wert!
- Prüfen Sie alternative Flughäfen: Manchmal ist ein Flug ab Düsseldorf verfügbar, während ab Frankfurt alles ausgebucht ist. Eine kurze Zugfahrt kann hier den Unterschied machen.
- Suchen Sie nach One-Way-Flügen: Es ist oft einfacher, Verfügbarkeiten für die einzelnen Strecken zu finden als für den kompletten Hin- und Rückflug. Buchen Sie die Flüge dann einfach separat.
Haben Sie einen passenden Flug gefunden? Perfekt. Notieren Sie sich alle Daten: Flugnummer, Datum, Uhrzeit und natürlich die benötigte Meilenzahl sowie die anfallenden Steuern und Gebühren. Jetzt sind Sie bereit für den nächsten Schritt.
Der Punktetransfer von Amex zum Partner
Sobald klar ist, dass Ihr Flug verfügbar ist, loggen Sie sich in Ihr American Express Online-Konto ein. Navigieren Sie zu den „Membership Rewards“ und wählen Sie dort den Punktetransfer zu den Airline-Partnern aus.
Falls Sie das entsprechende Vielfliegerkonto noch nicht mit Ihrem Amex-Account verknüpft haben, ist jetzt der Moment dafür. Achten Sie hier peinlich genau darauf, dass Ihre persönlichen Daten exakt übereinstimmen. Schon ein fehlender zweiter Vorname kann den ganzen Prozess blockieren.
Insider-Tipp: Verknüpfen Sie Ihre wichtigsten Vielfliegerkonten am besten direkt nach Erhalt Ihrer Amex Karte. Dann müssen Sie im entscheidenden Moment nicht auf eine manuelle Bestätigung warten, die manchmal Stunden dauern kann, und riskieren, Ihren Wunschflug zu verlieren.
Geben Sie nun die Punktemenge ein, die Sie transferieren möchten. Denken Sie immer an das Transferverhältnis. Für 40.000 Avios bei British Airways brauchen Sie zum Beispiel 50.000 Membership Rewards Punkte (Verhältnis 5:4). Nach der Bestätigung geht es oft blitzschnell. Bei vielen Programmen, wie dem Executive Club, sind die Meilen innerhalb von Minuten da. Bei anderen kann es auch mal einen Werktag dauern – ein kalkuliertes Risiko.
Die finale Buchung: Worauf Sie achten müssen
Sobald die Meilen auf Ihrem Vielfliegerkonto angekommen sind, gehen Sie sofort zurück auf die Airline-Webseite. Suchen Sie den Flug erneut, um sicherzugehen, dass er noch da ist, und klicken Sie sich durch den Buchungsprozess.
Ganz am Ende kommt die Bezahlung der Steuern und Gebühren. Hier stellt sich oft die Frage: Soll ich die Zuzahlungen mit Geld oder mit weiteren Punkten begleichen? Die Antwort ist fast immer eindeutig: Bezahlen Sie Steuern und Gebühren immer mit Geld.
Der Gegenwert, den Sie bekommen, wenn Sie Punkte für diese Zuzahlungen einsetzen, ist extrem schlecht. Meistens liegt er auf dem Niveau einer einfachen Buchung im Reiseportal bei nur ca. 0,5 Cent pro Punkt. Heben Sie sich Ihre wertvollen Punkte lieber für den nächsten Flug auf, bei dem Sie wieder einen vielfach höheren Wert erzielen können.
Nach der Zahlung erhalten Sie Ihre Buchungsbestätigung und Ihr E-Ticket. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben erfolgreich Ihre Amex Punkte für einen Flug eingelöst und dabei einen erstklassigen Gegenwert erzielt! Der Prozess wirkt beim ersten Mal vielleicht etwas umständlich, aber mit jeder Buchung wird er zur Routine und eröffnet Ihnen eine völlig neue Welt des Reisens.
Häufige Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten
Punkte für Flüge einzulösen, kann ein echtes Highlight sein, aber der Weg dorthin ist mit ein paar klassischen Fallstricken gepflastert. Diese Fehler kosten nicht nur Nerven, sondern im schlimmsten Fall auch den Wert Ihrer mühsam gesammelten Punkte. Mit ein bisschen Voraussicht lassen sie sich aber zum Glück leicht umgehen.
Der wohl teuerste Fehler, den ich immer wieder sehe: Punkte spekulativ zu übertragen. Man findet einen potenziell spannenden Flug, ist Feuer und Flamme für die Idee und schickt sofort seine Membership Rewards Punkte zum entsprechenden Vielfliegerprogramm. Erst danach stellt man fest, dass der Prämienflug gar nicht mehr da ist. Das dicke Problem dabei: Der Transfer ist eine Einbahnstraße. Einmal übertragen, sind Ihre Punkte als Meilen bei dieser Airline gefangen und lassen sich nicht zurückholen.
Die goldene Regel, die ich jedem ans Herz lege: Suchen und bestätigen Sie immer zuerst die Verfügbarkeit eines konkreten Prämienflugs. Erst wenn alles passt, transferieren Sie auch nur einen einzigen Punkt. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar.
Ein weiterer Klassiker ist, sich nur auf die benötigten Meilen zu konzentrieren und die saftigen Zuzahlungen komplett auszublenden.
Hohe Zuzahlungen als Wertkiller
Manche Airlines sind berüchtigt für ihre hohen Treibstoffzuschläge und Gebühren auf Prämienflüge – Emirates oder British Airways sind hier auf bestimmten Langstrecken oft Spitzenreiter. Da kann es schnell passieren, dass Sie für einen Business-Class-Flug zwar eine attraktive Anzahl an Meilen einsetzen, aber zusätzlich noch über 600 Euro an Zuzahlungen auf den Tisch legen müssen.
In solchen Fällen sollten Sie immer kurz innehalten und den Gegenwert neu kalkulieren. Oft ist es deutlich cleverer, ein anderes Vielfliegerprogramm zu wählen, das geringere Zuzahlungen verlangt, selbst wenn dafür ein paar Meilen mehr fällig werden.
Weitere Fallstricke, die Sie kennen sollten
Um wirklich das Maximum herauszuholen, sollten Sie auch diese Punkte im Blick haben:
- Transferboni verpassen: American Express hat regelmäßig Aktionen, bei denen Sie für den Transfer zu ausgewählten Partnern 15 % bis 30 % mehr Meilen geschenkt bekommen. Wer diese Boni nicht auf dem Schirm hat, lässt quasi bares Geld liegen.
- Punkte für Zuzahlungen verschwenden: Wenn Ihnen angeboten wird, die Steuern und Gebühren mit Punkten zu zahlen – lehnen Sie dankend ab. Der Umrechnungskurs ist dabei fast immer miserabel und macht die gute Rendite Ihres Prämienflugs zunichte.
- Mangelnde Flexibilität: Wer sich auf ein exaktes Datum und eine einzige Route versteift, macht es sich unnötig schwer. Seien Sie offen für alternative Abflughäfen oder Reisetage. Schon ein Tag früher oder später kann den Unterschied zwischen „ausgebucht“ und „verfügbar“ ausmachen.
Wenn Sie diese typischen Fehler im Hinterkopf behalten, steht einer erfolgreichen und wirklich lohnenden Einlösung Ihrer Amex Punkte für den nächsten Traumflug nichts mehr im Wege.
Die häufigsten Fragen zur Punkte-Einlösung
Zum Schluss beantworte ich noch ein paar Fragen, die mir in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt werden. Das sollte letzte Unklarheiten aus dem Weg räumen und Ihnen das nötige Selbstvertrauen für die erste Buchung geben.
Wie lange dauert der Punktetransfer zu einer Airline?
Das ist ein ganz entscheidender Punkt, denn die Dauer kann je nach Partnerprogramm stark schwanken. Bei vielen populären Programmen wie dem British Airways Executive Club oder Air France/KLM Flying Blue geht es oft blitzschnell – die Meilen sind meist schon innerhalb weniger Minuten oder Stunden auf dem Konto gutgeschrieben.
Bei anderen Programmen, wie zum Beispiel Singapore Airlines KrisFlyer, kann es aber auch mal 1 bis 3 Werktage dauern. Diesen Zeitpuffer sollten Sie unbedingt einplanen, gerade wenn Sie einen Flug mit sehr knapper Verfügbarkeit im Auge haben. Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als wenn der gewünschte Prämienflug weg ist, nur weil man auf den Meilentransfer warten musste.
Einmal angestoßen, lässt sich der Transfer nicht mehr rückgängig machen. Es gibt keine Möglichkeit, die Meilen wieder in Membership Rewards Punkte umzuwandeln. Prüfen Sie daher die Verfügbarkeit immer doppelt, bevor Sie auf „Übertragen“ klicken – das ist der kritischste Schritt im ganzen Prozess.
Kann ich übertragene Punkte wieder zu Amex zurückholen?
Hier ist die Antwort ein klares und unmissverständliches Nein. Ein Transfer von Membership Rewards Punkten zu einem Airline- oder Hotelpartner ist eine Einbahnstraße. Sobald die Punkte Ihr Amex-Konto verlassen haben, unterliegen sie den Regeln und Bedingungen des jeweiligen Partnerprogramms – inklusive der dort geltenden Verfallsregeln.
Genau aus diesem Grund ist es eine ganz schlechte Idee, Punkte auf Verdacht zu übertragen. Verschieben Sie Ihre Punkte wirklich erst dann, wenn Sie einen konkreten Prämienflug gefunden haben und buchungsbereit sind.
Soll ich Steuern und Gebühren mit Punkten bezahlen?
Das klingt zwar verlockend, die Zuzahlungen einfach mit Punkten zu begleichen, ist aber fast immer ein schlechtes Geschäft. Der Wert, den Sie für Ihre Punkte bei dieser Art der Einlösung bekommen, ist verschwindend gering und liegt oft bei nur 0,5 Cent pro Punkt.
Finanziell ist es deutlich sinnvoller, Steuern und Gebühren ganz normal mit Geld zu bezahlen. So heben Sie sich Ihre wertvollen Punkte für die nächste Flugbuchung auf, bei der Sie wieder einen fantastischen Gegenwert von mehreren Cent pro Punkt herausholen können.
Wenn Sie Ihre Strategie weiter verfeinern und die besten Deals aufspüren möchten, finden Sie bei Reisen ohne Limit detaillierte Analysen und weitere Anleitungen. Entdecken Sie auf https://reisenohnelimit.de, wie cleveres Reisen funktioniert.