Entdecken Sie miles and more punkte sammeln – Praxistipps & Tricks 2026
Wer bei Miles & More Punkte sammeln nur ans Fliegen denkt, lässt die besten Chancen ungenutzt. Die Wahrheit ist: Die größten Meilenschübe kommen oft aus ganz anderen Ecken. Es ist ein Spiel, bei dem Sie mit der richtigen Strategie alltägliche Ausgaben in Business-Class-Flüge oder wertvolle Upgrades verwandeln.
Die Grundlagen, die jeder Sammler kennen muss
Bevor wir tief in die Profi-Taktiken eintauchen, müssen wir eine entscheidende Grundlage klären. Viele Einsteiger werfen alle „Punkte“ in einen Topf und verschenken damit enormes Potenzial. Es gibt zwei komplett unterschiedliche Währungen im Miles & More Universum, und diesen Unterschied müssen Sie verinnerlichen.
Da sind zum einen die Prämienmeilen. Das ist die eigentliche Währung, auf die Sie es abgesehen haben. Mit ihnen buchen Sie Freiflüge, gönnen sich ein Upgrade in eine höhere Reiseklasse oder shoppen im Lufthansa WorldShop. Sie sammeln Prämienmeilen nicht nur beim Fliegen, sondern auch durch Kreditkartenumsätze, bei Hotelbuchungen, mit Zeitungsabos oder beim täglichen Einkauf.
Statuspunkte: Die Währung für Ihren Komfort
Ganz anders verhält es sich mit den Statuspunkten. Diese haben seit der Umstellung 2024 das alte System abgelöst und dienen einem einzigen Zweck: Sie definieren Ihren Vielfliegerstatus. Sie können sie nicht für Prämien einlösen. Ihr einziger Wert liegt darin, Ihnen handfeste Vorteile wie Lounge-Zugang, Priority Boarding und mehr Freigepäck zu verschaffen.
Das System unterscheidet hier drei Arten von Statuspunkten:
- Points: Die Basiseinheit. Sie erhalten sie auf Flügen mit allen Airlines der Star Alliance und weiteren Partnern.
- Qualifying Points: Diese sind wertvoller, denn Sie bekommen sie ausschließlich bei Flügen mit der Lufthansa Group (Lufthansa, SWISS, Austrian etc.) und einigen wenigen Partner-Airlines. Sie sind der Schlüssel zu den einzelnen Statusleveln.
- HON Circle Points: Die Königsklasse. Diese Punkte gibt es nur für Flüge in der Business und First Class auf der Langstrecke mit der Lufthansa Group. Sie ebnen den Weg zum exklusivsten Status.
Um das System voll auszunutzen, müssen Sie die verschiedenen Punktetypen nicht nur kennen, sondern auch gezielt für Ihre Zwecke sammeln. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick.
Punktetypen bei Miles & More im Überblick
| Punktetyp | Wofür Sie ihn nutzen | Typische Sammelmethoden |
|---|---|---|
| Prämienmeilen | Flüge, Upgrades, Sachprämien | Flüge, Kreditkarten, Shopping, Hotels, Abos |
| Points | Erreichen eines Vielfliegerstatus | Flüge mit Star Alliance & Partnern |
| Qualifying Points | Erreichen eines Vielfliegerstatus | Flüge mit der Lufthansa Group & ausgewählten Partnern |
| HON Circle Points | Erreichen des HON Circle Status | Business/First-Class-Langstreckenflüge mit der Lufthansa Group |
Das Verständnis dieser Unterschiede ist der erste und wichtigste Schritt, um nicht nur Meilen anzuhäufen, sondern eine echte Strategie zu entwickeln.
Ein häufiger Anfängerfehler ist die Annahme, man müsse unglaublich viel fliegen, um einen Status zu erreichen. Tatsächlich belohnt das neue System strategische Buchungen oft mehr als pure Vielfliegerei.
Das seit 2024 vereinfachte System ist zum Glück recht transparent. Für einen Interkontinentalflug in der Business Class gibt es beispielsweise 200 Points, in der Economy Class nur 60. Richtig spannend wird es aber hier: Als Inhaber einer Miles & More Kreditkarte können Sie einmal pro Jahr 25.000 Prämienmeilen in 100 Points und 100 Qualifying Points tauschen. Das kann genau der Schub sein, der Ihnen am Ende des Jahres zum Status fehlt.
Wenn Sie diese Mechanismen im Detail nachlesen möchten, finden Sie bei reisetopia.de eine hervorragende Analyse der Meilenarten. Dieses Wissen ist das Fundament für alle fortgeschrittenen Techniken, mit denen Sie Ihr Meilenkonto effizient füllen.
Mit der American Express Platinum Karte das Meilenkonto füllen
Die American Express Platinum Karte ist für viele nur ein Statussymbol im Portemonnaie. In Wahrheit ist sie aber eines der stärksten Werkzeuge, um Ihr Miles & More Konto gezielt und vor allem schnell zu füllen. Während die hauseigenen Miles & More Kreditkarten einen direkten Weg bieten, ist es oft der clevere Umweg mit der Amex Platinum, der sich am Ende mehr auszahlt.
Die Besonderheit liegt darin, dass man American Express Membership Rewards (MR) Punkte nicht direkt zu Miles & More übertragen kann. Doch genau hier setzen erfahrene Meilensammler an: Der Transfer funktioniert über einen einfachen, aber genialen Umweg via Payback. Dieses Zusammenspiel ist der Schlüssel zu einer unglaublichen Flexibilität und beeindruckenden Sammelraten.
Der Transfer über Payback als heimlicher Meilenturbo
Standardmäßig tauschen Sie Ihre Punkte im Verhältnis 2:1 von Amex zu Payback. Das heißt, aus zwei Membership Rewards Punkten wird ein Payback-Punkt. Da Payback-Punkte wiederum 1:1 in Miles & More Meilen umgewandelt werden, scheint das auf den ersten Blick kein besonderer Deal zu sein.
Doch der wahre Wert dieser Methode zeigt sich erst mit dem richtigen Timing. Payback startet mehrmals im Jahr – meistens zur Jahresmitte und gegen Jahresende – Aktionen mit einem Transferbonus zu Miles & More. Hier winken dann oft 25 % bis 30 % extra auf Ihre umgewandelten Punkte.
Mein persönlicher Tipp: Sammeln Sie Ihre Membership Rewards Punkte ganz entspannt auf Ihrem Amex-Konto. Warten Sie mit dem Transfer zu Payback und dann weiter zu Miles & More unbedingt auf eine dieser Bonus-Aktionen. Nur so schöpfen Sie das volle Potenzial jedes einzelnen Punktes aus.
Schauen wir uns das mal in der Praxis an:
- Standard-Transfer: Sie wandeln 50.000 MR-Punkte um. Daraus werden 25.000 Payback-Punkte, die Sie 1:1 in 25.000 Miles & More Meilen tauschen.
- Strategischer Transfer mit 25 % Bonus: Sie warten auf die Aktion. Aus Ihren 50.000 MR-Punkten werden ebenfalls 25.000 Payback-Punkte. Beim Transfer zu Miles & More erhalten Sie durch den Bonus aber satte 31.250 Meilen. Das sind 6.250 Meilen geschenkt – genug für ein Upgrade auf der Kurzstrecke.
Dieser simple Kniff macht Ihre alltäglichen Ausgaben plötzlich viel wertvoller und ist ein zentraler Grund, warum die Amex Platinum für das Sammeln von Miles & More Punkten so extrem effizient ist.
Der gesamte Prozess des Meilensammelns und -einlösens lässt sich als Kreislauf verstehen. Eine gute Sammelstrategie, wie die mit der Amex, ist dabei immer die Grundlage für alles Weitere.

Den Willkommensbonus als Startkapital nutzen
Einer der größten Vorteile der American Express Platinum Karte ist der oft extrem großzügige Willkommensbonus. Es ist keine Seltenheit, dass Aktionen für Neukunden mit 55.000 Membership Rewards Punkten oder sogar mehr laufen. Dieser Bonus ist natürlich an einen Mindestumsatz in den ersten Monaten geknüpft.
Planen Sie die Beantragung der Karte daher clever, am besten kurz vor größeren Ausgaben, die ohnehin anstehen. Das kann die Buchung des Jahresurlaubs sein, die Anschaffung neuer Möbel oder eine teure Autoreparatur. So erreichen Sie den Mindestumsatz ganz organisch, ohne künstlich Geld ausgeben zu müssen.
Allein diese 55.000 MR-Punkte werden mit einem 25 % Transferbonus zu fast 35.000 Miles & More Meilen. Damit rückt ein Meilenschnäppchen-Flug in die USA in der Business Class schon in greifbare Nähe.
Der Membership Rewards Turbo für Alltagsausgaben
Pro ausgegebenem Euro sammeln Sie mit der Amex Platinum standardmäßig einen MR-Punkt. Für eine kleine Jahresgebühr von nur 15 € können Sie aber den sogenannten „Membership Rewards Turbo“ zünden.
Mit diesem Turbo erhalten Sie 1,5 Punkte pro Euro auf alle Ihre Umsätze (bis zu einem Jahresumsatz von 40.000 €). Das ist eine Steigerung um satte 50 % und macht jeden Einkauf – ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder online – sofort wertvoller.
Im direkten Vergleich wird der Vorteil gegenüber einer normalen Miles & More Kreditkarte deutlich:
- Miles & More Kreditkarte: 1 € Umsatz = 0,5 Meilen
- Amex Platinum mit Turbo & 25 % Bonus: 1 € Umsatz = 1,5 MR-Punkte → 0,75 Payback-Punkte → ca. 0,94 Miles & More Meilen
Effektiv verdoppeln Sie Ihre Meilenausbeute bei alltäglichen Ausgaben fast. Wenn Sie tiefer in die verschiedenen Transferoptionen eintauchen wollen, finden Sie weitere Vergleiche in unserem Artikel über die maximale Nutzung von Membership Rewards.
Die Platinum Vorteile als indirekter Meilengewinn
Ja, die Amex Platinum hat mit 720 € eine stolze Jahresgebühr. Doch die vielen Guthaben und Vorteile können diese Kosten nicht nur auffangen, sondern indirekt sogar zu mehr Meilen führen.
- 200 € jährliches Reiseguthaben: Nutzen Sie es für Flüge oder Hotels, die Sie über den Amex Reiseservice buchen.
- 150 € jährliches Restaurantguthaben: Einlösbar in hunderten ausgewählten Restaurants weltweit.
- 200 € jährliches SIXT ride Guthaben: Perfekt für Fahrten mit dem Chauffeur- und Taxiservice zum Flughafen.
Diese Guthaben senken Ihre realen Reisekosten ganz erheblich. Das Geld, das Sie dadurch sparen, steht Ihnen für andere Ausgaben zur Verfügung, die wiederum Meilen generieren. So entsteht ein Kreislauf, in dem die Karte sich quasi selbst finanziert und gleichzeitig Ihr Meilenpotenzial immer weiter steigert.
Ganz nebenbei im Alltag Meilen sammeln – so geht's
Wer glaubt, Miles & More Meilen gäbe es nur fürs Fliegen, lässt das größte Potenzial ungenutzt. Die Wahrheit ist: Die meisten Meilen sammle ich tatsächlich am Boden, mit ganz normalen Alltagsausgaben. Jede Online-Bestellung, jede Hotelbuchung, ja sogar der Wocheneinkauf kann dein Meilenkonto füllen, ohne dass du auch nur einen Cent mehr ausgibst.
Der Trick dahinter ist das riesige Partnernetzwerk von Miles & More. Das System ist genial einfach: Statt direkt auf die Seite deines Lieblingsshops zu gehen, nimmst du einen kleinen, aber entscheidenden Umweg über das Shopping-Portal von Miles & More. Das erfordert anfangs eine kleine Umgewöhnung, wird aber schnell zur Routine.

Das Partner-Shopping zur Goldgrube machen
Du wärst überrascht, wie viele Shops dabei sind. Von Modegiganten wie Zalando oder H&M über Technik-Anbieter wie Saturn und MediaMarkt bis hin zu Buchhandlungen wie Thalia – fast jeder ist an Bord. Für jeden Einkauf, den du über den Partnerlink auf der Miles & More Seite startest, bekommst du Meilen gutgeschrieben.
Normalerweise liegt die Rate bei 1 Meile pro 1 € oder 2 € Umsatz. Das klingt erst mal nicht weltbewegend, aber die Masse macht’s. Richtig spannend wird es bei den regelmäßigen Aktionen, bei denen du auch mal bis zu 15-fache Meilen für deinen Einkauf abstauben kannst.
Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Setz dir ein Lesezeichen für das Miles & More Shopping-Portal direkt in die Lesezeichenleiste deines Browsers. So vergisst du nie, vor einem Kauf kurz nachzusehen und den Umweg zu nehmen, der sich so sehr lohnt.
Ganz wichtig: Damit das Tracking funktioniert, müssen Cookies akzeptiert werden und dein Ad-Blocker sollte für den Moment deaktiviert sein. Nur so kann dein Einkauf korrekt zugeordnet werden. Die Meilen erscheinen dann erst als „gesperrt“ und werden nach Ablauf der Rückgabefrist final auf deinem Konto gutgeschrieben.
Bei Reisen doppelt punkten: Hotels und Mietwagen
Besonders lukrativ wird es bei der Reiseplanung. Hier kannst du nicht nur für Flüge, sondern auch für dein Hotel und den Mietwagen kräftig Meilen sammeln. Große Plattformen wie Booking.com oder Expedia sind feste Partner.
Die übliche Rate liegt oft bei 1 Meile pro 1 € Buchungswert. Eine Hotelrechnung von 500 € spült dir also ganz nebenbei 500 Prämienmeilen aufs Konto. Wenn du diese Buchung dann noch mit einer meilenfähigen Kreditkarte wie der Amex Platinum bezahlst, sammelst du für dieselbe Ausgabe sogar doppelt.
Auch bei Mietwagenbuchungen über Partner wie Sixt, Avis oder Hertz gibt es oft pauschal 500 Meilen pro Anmietung. Halte auch hier die Augen nach Aktionen offen, denn da ist oft mehr drin.
Ein konkretes Beispiel: Wochenende in Hamburg
Stell dir vor, du planst einen Wochenendtrip für zwei:
- Hotel: Du buchst über das Miles & More Portal ein Hotel bei Booking.com für 350 €. → 350 Meilen
- Mietwagen: Bei Sixt mietest du einen Kleinwagen für das Wochenende. → 500 Meilen
- Shopping: Vorher brauchst du noch neue Kleidung und bestellst bei Zalando für 150 € während einer 10-fach-Meilen-Aktion. → 1.500 Meilen
- Restaurant: Du zahlst ein Abendessen von 50 € mit deiner Amex (mit aktiviertem Turbo). → ca. 47 Meilen
Ohne einen Cent mehr ausgegeben zu haben, hast du für diesen Trip einfach so über 2.397 Meilen gesammelt. Das kann schon den Unterschied für ein Upgrade bei deinem nächsten Flug ausmachen.
Die oft übersehenen Meilenquellen
Abseits der Klassiker gibt es noch so viele weitere Gelegenheiten, das Meilenkonto fast unbemerkt zu füllen. Diese werden oft vergessen, sorgen aber für einen stetigen Meilenzufluss.
Hier ein paar versteckte Schätze:
- Zeitungs- und Zeitschriftenabos: Verlage wie der Spiegel oder Focus vergeben für den Abschluss eines Abos oft extrem hohe Meilenboni. Ein Focus-Abo für etwa 200 € kann dir schon mal 20.000 Meilen einbringen – ein unfassbar guter Deal.
- Versicherungen & Finanzen: Auch über Vergleichsportale wie Check24 (als Payback-Partner) lassen sich Tausende Punkte für Versicherungsabschlüsse sammeln. Manchmal locken auch Anbieter wie die Allianz mit attraktiven Meilenpaketen für Finanzprodukte.
- Restaurantbesuche & Lieferdienste: Selbst deine Pizza-Bestellung über Lieferando kann zum nächsten Freiflug beitragen, da auch solche Dienste oft angebunden sind.
Ein weiterer Bereich, der oft unterschätzt wird, sind Hotelbewertungen. Für eine ehrliche Rezension nach deinem Aufenthalt gibt es oft ein paar Hundert Meilen extra. Wie du das systematisch angehen kannst, erfährst du in unserem ausführlichen Ratgeber zu Miles & More Hotelbewertungen.
Wenn du anfängst, diese verschiedenen Quellen strategisch zu kombinieren, wird das Meilensammeln zu einem echten Selbstläufer. Es integriert sich nahtlos in deinen Alltag und bringt dich deinem Traumziel Stück für Stück näher.
So holen Sie das Maximum an Meilen aus Ihren Flügen heraus

Fliegen ist natürlich der klassische Weg, um Miles & More Meilen zu sammeln. Doch hier lauern gewaltige Unterschiede bei der Gutschrift, die viele Reisende übersehen. Es hält sich hartnäckig der Glaube, dass sich nur teure Business-Class-Tickets wirklich lohnen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Mit dem richtigen Wissen können Sie auch in der Economy Class Ihre Ausbeute vervielfachen.
Der Schlüssel dazu liegt in einem Detail, das oft im Kleingedruckten versteckt ist: der Buchungsklasse.
Jedes Ticket hat nicht nur eine Reiseklasse wie Economy oder Business, sondern auch eine unscheinbare Buchungsklasse – ein einzelner Buchstabe wie „K“, „L“, „Y“ oder „P“. Genau dieser Buchstabe bestimmt, wie viele Prämienmeilen und Statuspunkte Sie am Ende für Ihren Flug gutgeschrieben bekommen. Viele Schnäppchen-Angebote landen Sie in restriktiven Klassen, die nur eine magere Ausbeute oder manchmal sogar gar keine Meilen bringen.
Buchungsklassen: Der kleine Buchstabe mit der großen Wirkung
Die wahre Kunst des Meilensammelns liegt darin, den Sweet Spot zu finden – eine Buchungsklasse, die einen guten Kompromiss aus Ticketpreis und Meilengutschrift bietet. Es ist keine Seltenheit, dass ein Ticket in einer meilenfähigeren Klasse nur 20 bis 50 Euro mehr kostet, Ihnen aber ein Vielfaches an Meilen einbringt. Das kann besonders entscheidend sein, wenn Ihnen nur noch ein paar Punkte für den nächsten Vielfliegerstatus fehlen.
Aber wo finden Sie diese wichtige Information? Die Buchungsklasse wird meistens während des Buchungsvorgangs angezeigt, oft muss man dafür aber die „Tarifdetails“ oder eine ähnliche Detailansicht aufklappen. Profis nutzen sogar Tools wie die ITA Matrix von Google Flights, um gezielt nach Flügen in bestimmten Buchungsklassen zu suchen.
Ein Tipp aus der Praxis: Wenn Sie einen günstigen Economy-Flug im Auge haben, prüfen Sie auf der Airline-Webseite, was ein Upgrade in die Premium Economy kostet. Oft ist der Aufpreis gering, bringt Sie aber nicht nur in einen bequemeren Sitz, sondern auch in eine Buchungsklasse mit einer deutlich besseren Meilenrate. Der Mehrwert kann den Aufpreis schnell rechtfertigen.
Die Wahl der Airline spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle. Auch wenn Miles & More das Programm der Lufthansa Group ist, kann ein Flug mit einem Partner der Star Alliance manchmal die klügere Entscheidung sein, um gezielt Miles & More Meilen zu sammeln.
Die richtige Airline-Wahl für maximale Meilen
Die Entscheidung, ob Sie mit Lufthansa oder einem Partner wie Singapore Airlines, United oder Turkish Airlines fliegen, sollte nie allein vom Preis abhängen. Jede Airline hat ihre eigene, individuelle Gutschrifttabelle bei Miles & More. Das bedeutet: Für die exakt gleiche Strecke und Buchungsklasse kann die Meilengutschrift bei verschiedenen Airlines erheblich variieren.
Wann lohnt sich also welche Airline?
- Lufthansa & Lufthansa Group (SWISS, Austrian): Diese Airlines sind immer dann die erste Wahl, wenn es Ihnen um Qualifying Points für den Frequent Traveller oder Senator Status geht. Nur auf Flügen mit diesen Gesellschaften werden Ihnen diese wertvollen Statuspunkte gutgeschrieben.
- Star Alliance Partner: Liegt Ihr Fokus allein auf Prämienmeilen oder benötigen Sie reguläre Points für den Status, können Partnerairlines oft die lukrativere Option sein. Manche Partner sind bei bestimmten Buchungsklassen schlicht großzügiger als die Lufthansa selbst.
Nehmen Sie sich vor jeder Buchung die fünf Minuten Zeit für einen kurzen Blick in die Meilentabellen auf der Miles & More Webseite. Dort ist genau aufgeschlüsselt, welche Airline für welche Buchungsklasse wie viele Meilen vergütet.
Ein Praxisbeispiel: München – Singapur
Stellen wir uns vor, Sie planen einen Hin- und Rückflug von München (MUC) nach Singapur (SIN).
- Option A: Das billigste Ticket Sie buchen das günstigste Angebot mit Lufthansa für 750 €. Dieses Ticket ist in der Buchungsklasse „K“. Laut Tabelle gibt es dafür nur 25 % der Entfernungsmeilen. Das Ergebnis: etwa 3.150 Prämienmeilen und 120 Points.
- Option B: Der strategische Kauf Sie finden einen Flug mit Turkish Airlines über Istanbul für 820 €. Die Langstrecke wird hier in der Buchungsklasse „B“ geflogen, die bei Miles & More mit 100 % der Meilen vergütet wird. Das Ergebnis: rund 12.600 Prämienmeilen und 120 Points.
Für einen Aufpreis von gerade einmal 70 € haben Sie Ihre Meilenausbeute vervierfacht. Hätten Sie diesen Flug zusätzlich mit Ihrer Amex bezahlt, kämen noch weitere Punkte oben drauf.
Mit Premium-Klassen den Status-Turbo zünden
Wenn Sie es auf einen hohen Status abgesehen haben, gibt es keinen schnelleren Weg als Flüge in der Business oder First Class. Hier bekommen Sie nicht nur ein Vielfaches an Prämienmeilen, sondern vor allem die maximale Anzahl an Statuspunkten. Ein einziger Interkontinentalflug in der Business Class kann Ihnen bereits 200 Points einbringen – fast ein Drittel der Hürde zum Frequent Traveller Status.
Gerade für Geschäftsreisende oder zu besonderen Anlässen kann sich die Investition in eine Premium-Klasse allein durch den Statusgewinn und die damit verbundenen Vorteile lohnen. Ab dem 1. Januar 2026 wird das sogar noch reizvoller: Für interkontinentale First-Class-Flüge mit Lufthansa, SWISS und anderen ausgewählten Partnern erhalten Sie statt 300 dann 400 Points pro Flugsegment. Damit generiert ein einziger Hin- und Rückflug in die USA schon 800 Points und bringt Sie in greifbare Nähe des Senator Status. Diese Aufwertung um rund 33 % macht das Premium-Fliegen strategisch noch wertvoller. Ausführliche Analysen zu dieser wichtigen Anpassung finden Sie bei den Experten von meilenoptimieren.com.
Eine bewusste und gut informierte Flugbuchung ist und bleibt der stärkste Hebel, um Ihr Meilenkonto effektiv zu füllen. Der kleine Mehraufwand, vor jeder Buchung kurz die Buchungsklassen und Airline-Partner zu vergleichen, zahlt sich auf lange Sicht in Tausenden von Meilen und wertvollen Statusvorteilen aus.
Die teuersten Fehler beim Punktesammeln – und wie du sie vermeidest
Wer fleißig Meilen sammelt, will dafür natürlich auch belohnt werden. Doch auf dem Weg zum Traumflug lauern einige Fallen, in die schon viele getappt sind. Schon kleine Unachtsamkeiten können dich Tausende von hart erarbeiteten Meilen kosten oder verhindern, dass du das Maximum aus ihnen herausholst.
Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir hier die häufigsten und teuersten Fehler.
Der Meilenverfall: So sicherst du dein Guthaben dauerhaft
Einer der bittersten Momente für jeden Sammler ist, wenn die Meilen plötzlich verfallen. Standardmäßig sind Prämienmeilen bei Miles & More nur 36 Monate gültig und werden danach zum Quartalsende gelöscht. Stell dir vor, du sparst jahrelang auf einen Business-Class-Flug, nur um dann festzustellen, dass ein großer Teil deines Meilenkontos auf null gesetzt wurde.
Glücklicherweise gibt es einen simplen und effektiven Weg, den Meilenverfall für immer zu stoppen – ganz ohne einen Vielfliegerstatus, für den man ohnehin ständig im Flieger sitzen müsste.
Die einfachste Lösung ist die Miles & More Kreditkarte. Solange du eine solche Karte besitzt, spielt es keine Rolle, ob es die Blue oder Gold ist: Deine Prämienmeilen sind vor dem Verfall geschützt. Schon die günstigere Blue Card für ein paar Euro im Monat wird so zu deiner persönlichen Meilen-Versicherung. Beantrage sie einfach, bevor deine ersten Meilen ablaufen könnten, und das Thema ist erledigt.
Viele glauben fälschlicherweise, dass nur Statuskunden ihre Meilen schützen können. In Wahrheit ist aber die Miles & More Kreditkarte das entscheidende Werkzeug für die allermeisten Sammler, um ohne Zeitdruck auf ein großes Ziel hinzuarbeiten.
Echte Schnäppchen von leeren Versprechungen unterscheiden
Miles & More und die Partnerunternehmen locken ständig mit Aktionen. Hier solltest du aber genau hinschauen, denn nicht jedes Angebot, das glänzt, ist auch Gold. Die wahre Kunst liegt darin, die echten Meilen-Deals von clever verpackten Angeboten zu trennen.
Ein klassisches Beispiel sind Hotelbuchungen über das Portal von Miles & More. Vielleicht bekommst du 1.000 Meilen für eine Übernachtung extra. Wenn das Zimmer dadurch aber 30 € teurer ist als bei der Konkurrenz, hast du im Grunde draufgezahlt. Der Gegenwert von 1.000 Meilen liegt – je nachdem, wofür du sie einlöst – meist zwischen 10 und 30 Euro. Ein solcher Deal lohnt sich also fast nie. Vergleiche also immer die Endpreise, anstatt blind Meilen hinterherzujagen.
Ganz anders sieht es oft bei Zeitungsabos aus. Ein Abonnement für rund 200 €, das dir im Gegenzug 20.000 Meilen bringt, ist meist ein hervorragendes Geschäft. Hier „kaufst“ du die Meile für etwa 1 Cent – ein Spitzenpreis.
Was tun, wenn Meilen nicht gutgeschrieben werden?
Es ist ärgerlich, aber es kommt vor: Du hast über einen Partner eingekauft oder einen Flug absolviert, doch die Meilen tauchen einfach nicht auf deinem Konto auf. Gib jetzt nicht auf! In den allermeisten Fällen kannst du die Punkte nachträglich anfordern. Das Ganze nennt sich Nachkreditierung.
Hebe dafür unbedingt immer alle Belege auf:
- Bei Flügen: Deine Bordkarte und die E-Mail-Bestätigung mit der Ticketnummer.
- Beim Online-Shopping: Die Bestellbestätigung und die dazugehörige Rechnung.
- Bei Mietwagen oder Hotels: Den Mietvertrag oder die Hotelrechnung als Nachweis.
Für die Nachkreditierung von Flügen findest du direkt in deinem Online-Konto bei Miles & More ein Formular. Dort trägst du Flugnummer, Datum und Ticketnummer ein, und die Gutschrift erfolgt meist binnen weniger Tage. Bei anderen Partnern musst du dich zwar oft direkt an deren Kundenservice wenden, aber mit den passenden Belegen in der Hand ist die Erfolgsquote auch hier sehr hoch. Warte aber nicht zu lange: Die meisten Airlines akzeptieren eine Nachkreditierung nur bis zu sechs Monate nach dem Flugdatum.
Typische Fragen aus der Praxis des Meilensammelns
Im Laufe der Zeit kristallisieren sich immer wieder dieselben Fragen heraus, die sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene beschäftigen. Hier beantworte ich die häufigsten davon – betrachten Sie es als eine Art Spickzettel für Ihre eigene Meilenstrategie.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Amex-Transfer zu Miles & More?
Timing ist hier wirklich alles. Wer ungeduldig ist, verschenkt bares Geld, beziehungsweise wertvolle Meilen. Der Weg von American Express Membership Rewards zu Miles & More führt immer über den Zwischenstopp Payback. Das Standard-Tauschverhältnis ist 2:1 – für zwei Amex-Punkte bekommen Sie also einen Payback-Punkt, der wiederum einer Meile entspricht.
Der entscheidende Trick, den erfahrene Sammler nutzen, ist simpel: Warten. Mehrmals im Jahr startet Payback eine Transfer-Aktion, bei der es einen Bonus von 25 % bis 30 % für die Umwandlung von Payback-Punkten in Miles & More Meilen gibt. Das ist der Moment, auf den Sie warten sollten.
Übertragen Sie Ihre Amex-Punkte also erst zu Payback und dann weiter zu Miles & More, wenn einer dieser Boni aktiv ist. So maximieren Sie den Wert Ihrer Punkte ganz ohne Aufwand. Aus 10.000 Amex-Punkten werden dann statt der üblichen 5.000 Meilen eben bis zu 6.500 Meilen.
Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis zur Planung: Der Transfer von Amex zu Payback geht in der Regel sofort vonstatten. Der zweite Schritt, von Payback zu Miles & More, kann aber durchaus ein paar Werktage dauern. Planen Sie diesen Puffer unbedingt ein, wenn Sie eine konkrete Prämie im Auge haben und die Meilen dafür schnell benötigen.
Sollte ich extra Geld ausgeben, nur um Meilen zu bekommen?
Hier gibt es eine ganz klare Antwort, die fast immer gilt: Nein. Geben Sie niemals Geld aus, nur um Meilen zu sammeln. Die wahre Kunst des Meilensammelns besteht darin, für Ausgaben, die Sie ohnehin tätigen würden, eine Belohnung zu erhalten.
Eine Meile hat, je nach Einlösung, einen Gegenwert von etwa 1-3 Cent. Bei Business- oder First-Class-Flügen kann dieser Wert auch mal auf 5 Cent oder mehr steigen. Wenn Sie aber über ein Miles & More Shopping-Portal ein Hotel buchen, das 30 € mehr kostet, und Sie dafür 1.000 Meilen (Wert ca. 10-30 €) erhalten, ist das meist ein Minusgeschäft. Prüfen Sie die Preise also immer und nutzen Sie Partnerangebote nur, wenn sie wirklich wettbewerbsfähig sind.
Es gibt allerdings eine strategische Ausnahme: Manchmal kann es sich lohnen, bewusst eine etwas teurere Flug-Buchungsklasse zu wählen. Das macht aber nur dann Sinn, wenn Sie dadurch kurz davor stehen, einen Vielfliegerstatus wie den Frequent Traveller oder Senator zu erreichen. Der Gegenwert der Statusvorteile (Lounge-Zugang, mehr Freigepäck, Priority Boarding) kann den kleinen Aufpreis dann schnell rechtfertigen.
Was ist der schnellste Weg zum Frequent Traveller Status?
Der effizienteste und schnellste Weg zum Frequent Traveller Status führt über innereuropäische Business-Class-Flüge mit Airlines der Lufthansa Group (Lufthansa, SWISS, Austrian). Der Status erfordert 650 Points und 325 Qualifying Points.
Für jedes einzelne Flugsegment – also zum Beispiel Frankfurt nach Zürich – erhalten Sie in der Business Class satte 40 Qualifying Points.
Um die Hürde von 325 Qualifying Points zu nehmen, brauchen Sie also gerade einmal neun dieser Segmente. Das können vier Hin- und Rückflüge plus ein einfacher Flug sein. Gerade Geschäftsreisende, die oft Routen wie München–Wien oder Hamburg–Zürich fliegen, erreichen diesen Status oft nebenbei und ohne große Planung.
Besitzer einer Miles & More Kreditkarte haben noch einen weiteren Joker im Ärmel: Sie können einmal pro Kalenderjahr 25.000 Prämienmeilen in 100 Qualifying Points umwandeln. Das kann genau der letzte Schub sein, den Sie brauchen, um den Status noch vor Jahresende zu sichern.
Auf Reisen ohne Limit zeigen wir Ihnen noch unzählige weitere Strategien, wie Sie mit der richtigen Kreditkarte und cleveren Buchungen das absolute Maximum aus jeder Reise herausholen. Entdecken Sie die besten Hacks und machen Sie Ihre nächste Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Erfahren Sie mehr auf reisenohnelimit.de.