Miles and more kreditkarte überweisung als meilen-booster nutzen
Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit Ihrer monatlichen Miete oder der Handwerkerrechnung Prämienmeilen für den nächsten Urlaub sammeln. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Mit der Miles & More Kreditkarte ist genau das möglich – dank der integrierten Überweisungsfunktion. Damit können Sie ganz normale Rechnungen begleichen, auch wenn der Empfänger gar keine Kreditkarten akzeptiert, und trotzdem fleißig Meilen sammeln.
Für diesen Service wird zwar eine Gebühr von 2,5 % des Überweisungsbetrags fällig, aber strategisch eingesetzt, kann sich das absolut lohnen.
So füllen Sie Ihr Meilenkonto mit ganz normalen Überweisungen
Jeden Monat gehen feste Beträge von Ihrem Girokonto ab, ohne dass Sie dafür auch nur eine einzige Meile sehen. Miete, Versicherungen, Steuern – all diese Posten bleiben für Meilensammler normalerweise ungenutztes Potenzial. Genau hier springt der Überweisungsservice der Miles & More Kreditkarte in die Bresche und bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Premium-Kreditkarten, wie zum Beispiel der American Express Platinum Card.
Dieses Feature ist weit mehr als nur ein nettes Gimmick. Für den versierten Meilensammler ist es ein echtes Power-Tool. Es ermöglicht Ihnen, SEPA-Überweisungen direkt von Ihrem Kartenkonto aus zu tätigen. Denken Sie nur an die Möglichkeiten:
- Ihre Miete: Meist der größte monatliche Kostenfaktor, der plötzlich zum Meilenmotor wird.
- Versicherungsbeiträge: Ob viertel- oder ganzjährig, hier kommen schnell ordentliche Summen zusammen.
- Steuernachzahlungen: Eine hohe Überweisung ans Finanzamt? Warum nicht wenigstens ein paar tausend Meilen dafür mitnehmen?
- Rechnungen von Handwerkern: Die neue Heizung oder die Reparatur am Dach wird so zumindest meilentechnisch versüßt.
Ein kurzer Blick auf die Kosten-Nutzen-Rechnung
Klar, umsonst ist der Service nicht. Die Gebühr von 2,5 % bedeutet im Grunde, dass Sie die Meilen kaufen. Ein einfaches Beispiel: Bei einer Überweisung von 1.000 € zahlen Sie 25 € Gebühr und bekommen dafür (je nach Kartenmodell) bis zu 1.000 Prämienmeilen. Das macht einen Preis von 2,5 Cent pro Meile.
Ob das ein guter Deal ist, hängt ganz von Ihrem Ziel ab. Fehlen Ihnen nur noch ein paar tausend Meilen für den lang ersehnten Business-Class-Flug? Dann kann dieser Preis ein absolutes Schnäppchen sein, verglichen mit dem Wert, den Sie durch die Einlösung der Prämie erhalten.
Betrachten Sie den Überweisungsservice nicht als Standard-Zahlungsmittel, sondern als Ihren persönlichen Joker. Er ist perfekt, um die Lücke zu einer wichtigen Prämie zu schließen oder um große, einmalige Ausgaben, die sonst meilentechnisch verpuffen würden, doch noch zu nutzen.
Damit haben Sie die Grundlage, um alltägliche Ausgaben in handfeste Reisevorteile zu verwandeln. Im nächsten Abschnitt gehen wir ins Detail und zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie die Überweisung funktioniert, welche Limits es gibt und welche typischen Fallstricke Sie unbedingt vermeiden sollten.
So funktioniert der Überweisungsservice in der Praxis
Der Gedanke ist genial: Alltägliche Rechnungen, die man ohnehin bezahlen muss, einfach in wertvolle Prämienmeilen verwandeln. Aber wie genau läuft so eine Miles & More Kreditkarten-Überweisung in der Praxis ab? Viele stellen sich das komplizierter vor, als es tatsächlich ist. Der ganze Prozess lässt sich bequem über Ihr Online-Kartenkonto oder die Miles & More App steuern.
Diese Grafik veranschaulicht schön, wie simpel der Weg von einer normalen Rechnung zur Flugprämie sein kann.

Man sieht sofort: Der Service funktioniert im Grunde als eine Brücke. Ihre Kreditkarte wird zum meilengenerierenden Zwischenschritt, der eine gewöhnliche Rechnung von einer Flugprämie trennt.
Anmeldung und der Weg durchs Online-Portal
Jede Überweisung startet in Ihrem persönlichen Miles & More Kreditkartenkonto. Einmal eingeloggt, finden Sie den passenden Menüpunkt meist auf den ersten Blick – er heißt oft schlicht „Überweisen“ oder „Zahlungsaufträge“. Eine extra Freischaltung oder Anmeldung ist dafür nicht nötig, die Funktion ist fester Bestandteil Ihres Kontos.
Dort haben Sie dann meist die Wahl, was für eine Art von Überweisung Sie tätigen möchten. Für eine einmalige Zahlung, sagen wir die Rechnung vom Handwerker, ist „Inland & SEPA“ die richtige Wahl. Die Oberfläche ist dabei bewusst so gestaltet, dass sie an das gewohnte Online-Banking erinnert. Das macht die Bedienung wirklich intuitiv.
Die Überweisungsmaske: Worauf es ankommt
Jetzt wird es ernst – die Eingabe der Zahlungsdaten. Hier ist Sorgfalt das A und O, um zu verhindern, dass die Überweisung ins Leere läuft. Die Maske fragt die üblichen Verdächtigen ab:
- Empfängername: Tragen Sie hier den vollständigen Namen des Empfängers ein, egal ob Firma oder Privatperson.
- IBAN des Empfängers: Dies ist die kritischste Stelle. Ein Zahlendreher hier ist der häufigste Grund, warum eine Transaktion fehlschlägt. Also lieber doppelt prüfen!
- Betrag: Geben Sie den Rechnungsbetrag auf den Cent genau ein.
- Verwendungszweck: Absolut entscheidend! Notieren Sie hier die Rechnungsnummer oder einen klaren Betreff, damit der Empfänger Ihre Zahlung auch zuordnen kann.
Schon während Sie tippen, zeigt das System transparent die anfallende Gebühr von 2,5 % an. So haben Sie immer im Blick, was Sie das Meilensammeln an dieser Stelle kostet.
Mein Tipp aus Erfahrung: Überweisungen bringen nur dann Meilen, wenn sie auf ein fremdes Konto gehen. Eine Miles & More Kreditkarten-Überweisung auf Ihr eigenes Girokonto oder ein anderes Konto, auf dem Sie als Inhaber stehen, ist zwar möglich, aber dafür gibt es keine Meilengutschrift. Das System erkennt das.
Freigabe, Bearbeitung und wann die Meilen kommen
Sind alle Daten im Formular, fehlt nur noch der letzte Klick. Die Freigabe der Überweisung läuft in der Regel über das sichere BestSign-Verfahren direkt in Ihrer Miles & More App. Einmal kurz mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung bestätigen, und das Geld ist auf dem Weg.
Sobald die Zahlung freigegeben ist, wird sie wie jede andere SEPA-Überweisung behandelt. Das bedeutet, das Geld ist meistens schon am nächsten Werktag beim Empfänger. Die Prämienmeilen lassen auch nicht lange auf sich warten – oft sind sie schon nach zwei bis drei Werktagen auf Ihrem Konto. Den aktuellen Stand können Sie jederzeit in Ihrer Meilenübersicht im Miles & More Konto einsehen.
Wenn Sie jetzt noch tiefer in die Materie eintauchen wollen, um das System wirklich komplett zu verstehen, finden Sie in unserem umfassenden Guide weitere Details zur Überweisung auf eine Miles & More Kreditkarte.
Was Sie über Gebühren und Limits wissen müssen
Der Überweisungsservice der Miles & More Kreditkarte ist ein starkes Werkzeug für Meilensammler, aber man muss die Spielregeln kennen. Wer hier blind agiert, zahlt schnell drauf. Im Grunde läuft alles auf zwei entscheidende Faktoren hinaus: die anfallenden Gebühren und die gesetzten Limits.

Jede Miles & More Kreditkarte Überweisung schlägt mit einer Gebühr von 2,5 % des Überweisungsbetrags zu Buche. Dieser Satz ist fix und taucht direkt auf Ihrer monatlichen Abrechnung auf.
Die Gebühr von 2,5 Prozent im Detail
Man muss sich klarmachen, was diese Gebühr eigentlich bedeutet: Sie kaufen Prämienmeilen zu einem festen Preis. Schauen wir uns das mal an einem praktischen Beispiel an.
Nehmen wir an, Sie müssen eine Steuernachzahlung von 2.000 € leisten. Anstatt das Geld direkt von Ihrem Girokonto zu überweisen, nutzen Sie den Service der Kreditkarte:
- Überweisung: 2.000 €
- Gebühr (2,5 %): 50 €
- Meilengutschrift: 2.000 Meilen
Effektiv haben Sie also 50 € für 2.000 Meilen bezahlt. Das ergibt einen Preis von 2,5 Cent pro Meile. Ob sich das rechnet, hängt ganz davon ab, wofür Sie die Meilen einsetzen wollen. Planen Sie ein Meilenschnäppchen in der Business Class, bei dem eine Meile leicht einen Gegenwert von 4 Cent oder mehr hat, ist das ein cleverer Schachzug. Für eine einfache Sachprämie ist der Preis hingegen oft zu hoch.
Sehen Sie den Überweisungsservice nicht als alltägliches Zahlungsmittel, sondern als strategischen Hebel. Perfekt, um die letzte Lücke zu einer wertvollen Flugprämie zu schließen oder um große Einmalzahlungen, die sonst keine Meilen bringen würden, doch noch für Ihr Konto zu nutzen.
Das monatliche Meilenlimit strategisch nutzen
Die zweite wichtige Regel ist das Limit. Pro Abrechnungszeitraum können Sie maximal 20.000 Prämienmeilen über diesen Weg generieren. Das entspricht einem Überweisungsvolumen von 20.000 €. Alles, was Sie darüber hinaus überweisen, wird zwar ausgeführt, aber Sie bekommen dafür keine Meilen mehr.
Dieses Limit verlangt nach ein wenig Planung. Wer es wirklich ernst meint, könnte auf die Idee kommen, seinen Verfügungsrahmen durch das Aufladen von Guthaben auf die Karte zu erhöhen, um das Limit voll auszuschöpfen. Aber hier ist Vorsicht geboten. Die Obergrenze von 20.000 Meilen ist hart.
Stellen Sie sich vor, Ihr Kreditrahmen liegt bei 10.000 €. Sie könnten 10.000 € überweisen und dafür 10.000 Meilen bekommen (was Sie 250 € an Gebühren kostet). Wenn Sie dann Guthaben auf die Karte laden, um erneut zu überweisen, greift eine andere Regel – und die ist entscheidend.
Überweisungen von Guthaben bringen keine Meilen
Das ist ein Punkt, der oft für Frust sorgt: Nur Transaktionen, die Ihren Kreditrahmen belasten, bringen Ihnen Meilen.
Wenn Sie Geld auf Ihre Kreditkarte laden und dieses Guthaben dann für eine Überweisung nutzen, gehen Sie leer aus. Sie bekommen keine einzige Meile. Das System belohnt die Nutzung von Kredit, nicht das Verschieben von bereits vorhandenem Geld. Prüfen Sie also vor jeder Überweisung, ob Sie sich im Kreditrahmen bewegen. Falls Sie sich generell fragen, wie eine Überweisung von einer Kreditkarte auf ein fremdes Konto abläuft, finden Sie dazu in unserem Guide weiterführende Informationen.
Diese Tabelle fasst die wichtigsten Konditionen des Überweisungsservices zusammen, um Ihnen eine schnelle und klare Übersicht zu bieten.
Konditionen des Miles & More Überweisungsservice im Überblick
| Merkmal | Kondition | Praktische Bedeutung |
|---|---|---|
| Überweisungsgebühr | 2,5 % des Überweisungsbetrags | Jede Überweisung kostet Geld. Rechnen Sie vorher aus, ob sich der Meilenkauf für Ihr Ziel lohnt (Preis: 2,5 Cent/Meile). |
| Meilengutschrift | 1 Meile pro 1 € (oder 2 Meilen bei Status) | Die Gutschrift entspricht dem Überweisungsbetrag, nicht dem Betrag inklusive Gebühr. Statuskunden profitieren doppelt. |
| Monatliches Meilenlimit | Maximal 20.000 Meilen pro Abrechnungszeitraum | Planen Sie große Überweisungen strategisch. Beträge, die über das Limit hinausgehen, generieren keine weiteren Meilen. |
| Voraussetzung | Überweisung muss den Kreditrahmen belasten | Überweisungen aus einem Kartenguthaben bringen keine Meilen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kreditrahmen für die Transaktion ausreicht. |
| Verfügungsrahmen | Limitiert durch den individuellen Kreditrahmen | Die maximale Überweisungshöhe ist durch Ihren persönlichen Verfügungsrahmen begrenzt, sofern dieser unter 20.000 € liegt. |
Am Ende des Tages ist der Service ein mächtiges, aber auch kostspieliges Instrument. Wenn Sie die Bedingungen kennen und strategisch einsetzen, kann er Ihnen den Weg zu fantastischen Prämien ebnen.
So holen Sie das Maximum an Meilen aus Ihren Überweisungen heraus
Wer Meilen sammelt, weiß: Jeder Euro zählt. Doch was ist mit den großen Ausgaben, die üblicherweise direkt vom Girokonto abgehen und keine einzige Meile bringen? Genau hier kommt die Überweisungsfunktion der Miles & More Kreditkarte ins Spiel – für Eingeweihte ist sie weniger ein Notnagel, sondern ein echtes strategisches Werkzeug. Richtig genutzt, kann sie der entscheidende Turbo auf dem Weg zur Wunschprämie sein oder sogar Meilen vor dem Verfall retten.

Natürlich stellt sich sofort die Frage: Lohnt sich die Gebühr von 2,5 % wirklich? Pauschal lässt sich das nicht für jede kleine Rechnung beantworten. Ihr volles Potenzial entfaltet diese Funktion erst bei größeren, einmaligen Zahlungen, die sonst meilenfrei wären.
Wann sich der Überweisungsservice wirklich bezahlt macht
Stellen Sie sich eine ganz klassische Situation vor: Ihnen fehlen auf den letzten Drücker 5.000 Meilen für ein heiß begehrtes Meilenschnäppchen in der Business Class. Die Zeit rennt, und die üblichen Sammelaktionen würden viel zu lange dauern. In so einem Fall kann eine gezielte Überweisung von 5.000 € für die anstehende Nebenkostenabrechnung die Lücke sofort schließen. Klar, das kostet Sie 125 € an Gebühren, aber das ist eine kleine Investition für einen Flug, dessen Wert oft bei mehreren Tausend Euro liegt.
Hier sind weitere klassische Szenarien aus der Praxis, in denen sich der Service bewährt hat:
- Steuerzahlungen: Egal ob Vorauszahlung oder eine unerwartete Nachzahlung – Beträge im vier- oder sogar fünfstelligen Bereich sind hier keine Seltenheit und bieten einen gewaltigen Hebel für Ihr Meilenkonto.
- Hohe Handwerkerrechnungen: Die Badsanierung oder der Einbau einer neuen Heizung wird so von einem reinen Kostenfaktor zu einer wertvollen Meilenquelle.
- Anzahlungen für Auto oder Reisen: Gerade wenn Händler oder Reiseveranstalter keine Kreditkarten akzeptieren, überbrückt dieser Service die Lücke perfekt.
Kurz gesagt, der Überweisungsservice der Miles & More Kreditkarte ist ein potenter Meilen-Booster. Für jeden Euro, den Sie überweisen, bekommen Sie eine Prämienmeile gutgeschrieben – abzüglich der Gebühr von 2,5 %. Das ergibt einen rechnerischen Preis von 2,5 Cent pro Meile. Das ist nicht immer der günstigste Weg, aber für den schnellen Bedarf oft unschlagbar. Beachten Sie aber das Limit: Pro Abrechnungsmonat können Sie so maximal 20.000 Meilen generieren, was einem Überweisungsvolumen von 20.000 Euro entspricht – ein ausreichendes Kreditlimit natürlich vorausgesetzt. Falls Sie noch tiefer in die Materie eintauchen wollen, liefert dieser umfassende Ratgeber zum Miles & More Überweisungsservice weitere wertvolle Details.
Die smarte Kombi: Amex Platinum und Miles & More
Viele erfahrene Reisende, die eine American Express Platinum Card im Portemonnaie haben, fragen sich zu Recht, ob eine Miles & More Karte überhaupt noch Sinn ergibt. Die Antwort ist ein klares Ja – wenn man sie strategisch einsetzt. Der Schlüssel liegt in einer hybriden Nutzung, bei der jede Karte genau das tut, was sie am besten kann.
Man kann sein Kartenportfolio wie einen gut sortierten Werkzeugkasten betrachten. Die Amex Platinum ist der Allrounder für alltägliche Zahlungen, vor allem mit dem Membership Rewards Turbo. Die Miles & More Karte hingegen ist das Spezialwerkzeug, das die Nische der reinen Banküberweisungen perfekt abdeckt.
Im Alltag könnte eine solche Aufteilung so aussehen:
- Tägliche Einkäufe: Alles, was Sie bei Händlern bezahlen, die American Express akzeptieren, läuft über die Amex Platinum. Mit aktiviertem Turbo sammeln Sie so 1,5 Punkte pro Euro.
- Sonderfälle per Überweisung: Für alle Rechnungen, die eine klassische SEPA-Überweisung erfordern (Miete, Versicherungen, Steuern), zücken Sie die Miles & More Karte.
Mit dieser klaren Trennung umgehen Sie die Schwachstellen beider Systeme und maximieren Ihre Punkte- und Meilenausbeute. Sie sammeln schnell flexible Membership Rewards Punkte, die Sie zu zahlreichen Vielfliegerprogrammen transferieren können, und sichern sich parallel wertvolle Miles & More Prämienmeilen für Zahlungen, die Ihnen sonst entgangen wären. So wird aus einem „entweder/oder“ ein cleveres „sowohl/als auch“.
Typische Fehler und wie Sie diese einfach umgehen
Der Überweisungsservice der Miles & More Kreditkarte ist ein fantastisches Werkzeug, aber wie bei jedem Tool gibt es ein paar Fallstricke. Wer die Spielregeln nicht kennt, riskiert am Ende unnötige Gebühren oder – noch schlimmer – verpasste Meilen. Aber keine Sorge, mit ein bisschen Voraussicht lassen sich die häufigsten Fehler ganz einfach vermeiden.
Der absolute Klassiker unter den Fehlern ist die Überweisung auf das eigene Girokonto. Klingt verlockend, oder? Einfach Geld hin- und herschieben und dabei Meilen sammeln. So einfach ist es aber leider nicht. Das System erkennt sofort, wenn Sie versuchen, Geld auf ein Konto zu überweisen, das auf Ihren Namen läuft. Solche Transaktionen sind von der Meilengutschrift strikt ausgeschlossen. Merken Sie sich also: Der Service ist nur für Zahlungen an Dritte gedacht.
Kreditrahmen und Verarbeitungszeiten im Auge behalten
Ein weiterer Stolperstein, über den viele fallen: der eigene Kreditrahmen und die Bearbeitungszeiten. Stellen Sie sich vor, Sie wollen kurz vor Monatsende noch schnell eine große Rechnung bezahlen, um das Limit von 20.000 Meilen voll auszuschöpfen. Wenn Ihr verfügbarer Kreditrahmen dafür nicht ausreicht, wird die Überweisung einfach abgelehnt. Das war's dann mit den Meilen für diesen Monat.
Planen Sie deshalb immer etwas Puffer ein. Eine normale SEPA-Überweisung braucht in der Regel ein bis zwei Werktage. Wenn Sie den Auftrag also am letzten Tag des Monats auf den Weg bringen, kann es eng werden – vor allem, wenn noch ein Wochenende oder Feiertage dazwischenliegen. Im schlimmsten Fall rutscht die Buchung in den nächsten Abrechnungszeitraum und die Meilen für den aktuellen Monat sind futsch.
Mein Tipp aus der Praxis: Schauen Sie vor jeder größeren Überweisung kurz in Ihr Online-Kartenkonto und prüfen Sie den verfügbaren Rahmen. Das dauert nur eine Minute und erspart Ihnen böse Überraschungen. So stellen Sie sicher, dass alles glattläuft.
Wenn die Meilengutschrift auf sich warten lässt
Und was tun, wenn das Geld angekommen ist, aber die Meilen nicht auf Ihrem Konto auftauchen? Bevor Sie jetzt gleich zum Hörer greifen, atmen Sie tief durch und gehen Sie die häufigsten Ursachen durch. Haben Sie vielleicht aus einem Guthaben auf Ihrer Karte überwiesen? Wie schon gesagt, Meilen gibt es nur für Zahlungen, die Ihren Kreditrahmen belasten.
Manchmal ist es auch nur eine kleine Verzögerung im System. Geben Sie der Sache ruhig drei bis fünf Werktage, bevor Sie nachhaken. In der Zwischenzeit können Sie Ihre Transaktionsübersicht checken:
- Empfänger korrekt? War es wirklich ein Fremdkonto und nicht doch das eigene?
- Wann wurde gebucht? Ist die Überweisung vielleicht doch erst im nächsten Abrechnungszeitraum gelandet?
- Limit erreicht? Haben Sie das monatliche Maximum von 20.000 Meilen eventuell schon ausgeschöpft?
Sollte nach dieser Prüfung immer noch gähnende Leere auf dem Meilenkonto herrschen, notieren Sie sich Datum und Betrag der Überweisung und kontaktieren Sie den Miles & More Kartenservice. Mit diesen Details kann Ihnen schnell und unkompliziert geholfen werden. Wer diese typischen Fehler kennt, manövriert sich sicher durch den Prozess und sorgt dafür, dass jede Überweisung auch die verdienten Meilen bringt.
Typische fragen zum überweisungsservice (und die antworten darauf)
Der Überweisungsservice der Miles & More Kreditkarte ist schon ein recht spezielles Feature. Da ist es nur natürlich, dass in der Praxis immer wieder die gleichen Fragen auftauchen. Damit Sie schnell Klarheit bekommen und den Service optimal für sich nutzen können, habe ich die häufigsten Punkte hier für Sie zusammengefasst.
So räumen wir gemeinsam die gängigsten Unsicherheiten aus dem Weg.
Wie schnell sind die meilen nach einer überweisung auf dem konto?
Einer der größten Pluspunkte ist definitiv die Geschwindigkeit. Normalerweise werden Ihnen die wertvollen Prämienmeilen schon innerhalb von zwei bis drei Werktagen nach Ausführung der Überweisung gutgeschrieben. Das macht den Service perfekt, wenn man kurzfristig noch ein paar Meilen für ein bestimmtes Ziel braucht.
Denken Sie aber daran, dass Wochenenden oder Feiertage den Prozess natürlich ein wenig verzögern können. Den aktuellen Stand Ihrer Meilengutschrift können Sie übrigens jederzeit ganz transparent in Ihrer Meilenübersicht im Miles & More Online-Konto einsehen.
Kann ich einfach auf mein eigenes girokonto überweisen, um meilen zu sammeln?
Das ist wohl der Klassiker unter den Missverständnissen – und die Antwort ist ein klares Nein. Überweisungen auf Ihre eigenen Konten oder auf Konten, bei denen Sie als Inhaber oder auch nur als Mitinhaber geführt werden, sind von der Meilengutschrift strikt ausgeschlossen.
Der Service ist ausschließlich für Zahlungen an Dritte gedacht. Also zum Beispiel für:
- Die monatliche Miete
- Die Rechnung vom Handwerker
- Steuernachzahlungen ans Finanzamt
Es geht darum, Rechnungen zu begleichen, bei denen eine direkte Kartenzahlung nicht möglich ist – nicht darum, eigenes Geld hin und her zu schieben, um Meilen zu generieren.
Das System erkennt Eigenüberweisungen zuverlässig. Ein Versuch führt nur dazu, dass Sie die Gebühr von 2,5 % zahlen, aber keine einzige Meile dafür sehen. Diesen Fehler sollten Sie also unbedingt vermeiden.
Macht der service auch bei kleinen beträgen sinn?
Ob sich eine Überweisung für kleinere Summen rechnet, hängt ganz von Ihrer persönlichen Strategie ab. Rein mathematisch ist die Gebühr von 2,5 % natürlich immer gleich hoch, egal ob Sie 100 € oder 1.000 € überweisen. Bei kleinen Beträgen fühlt es sich aber oft weniger lohnenswert an.
Entscheidend ist hier der strategische Gedanke. Stellen Sie sich vor, Ihnen fehlen nur noch 500 Meilen für Ihr Traum-Meilenschnäppchen in der Business Class. In diesem Fall kann eine gezielte Überweisung von 500 € eine extrem schlaue Investition sein. Die dafür anfallenden 12,50 € Gebühr sind ein kleiner Preis, um sich eine Prämie zu sichern, die sonst verfallen würde. Für den alltäglichen Kleinkram ist der Service aber meistens zu teuer.
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