Der ultimative Guide zur Lufthansa 747-400 Business Class

Der ultimative Guide zur Lufthansa 747-400 Business Class

Wer heute in der Lufthansa 747-400 Business Class fliegt, erlebt ein Stück Luftfahrtgeschichte.Zwar sind die Sitze nicht mehr die modernsten auf dem Markt, aber der besondere Charme der „Königin der Lüfte“ – allen voran das exklusive Oberdeck – hat bei Vielfliegern längst Kultstatus erreicht. Dieses Flugzeug versprüht ein Flair, das man in den heutigen Jets vergeblich sucht.

Warum die „Königin der Lüfte“ noch immer fasziniert

Kaum ein anderes Flugzeug weckt so viele Emotionen wie der Jumbo-Jet. Dieser Guide ist Ihre persönliche Eintrittskarte, um das Beste aus einem Flug in der Lufthansa Boeing 747-400 Business Class herauszuholen. Wir tauchen tief ein und zeigen Ihnen, warum dieses Flugzeug bei Kennern und Luftfahrt-Fans so beliebt ist.

Ein weißes Lufthansa Boeing 747-Flugzeug steht auf dem Rollfeld unter blauem Himmel.

In einer Zeit, in der zweistrahlige Maschinen wie der A350 oder die 787 den Himmel dominieren, ist ein Flug im vierstrahligen Jumbo eine echte Besonderheit geworden. Allein der Anblick des markanten Buckels, das großzügige Raumgefühl an Bord und das Wissen, in einem Meilenstein der Technik zu sitzen, machen jede Reise unvergesslich.

Was dieses Flugerlebnis so einzigartig macht

Es ist mehr als nur reine Nostalgie. Die besondere Architektur der 747-400 schafft ein Reisegefühl, das sich spürbar von modernen Flugzeugen unterscheidet. Genau diese einzigartige Atmosphäre schätzen erfahrene Reisende so sehr und begeistert jeden, der zum ersten Mal an Bord geht.

Damit Sie Ihre Reise perfekt vorbereiten können, habe ich alle wichtigen Infos für Sie zusammengetragen:

  • Die Kabinenaufteilung: Wir schauen uns das berühmte Oberdeck ganz genau an und vergleichen es mit den verschiedenen Zonen im Hauptdeck.
  • Die besten Sitzplätze: Ich gebe Ihnen klare Empfehlungen, welche Sitze Sie buchen sollten – und von welchen Sie lieber die Finger lassen.
  • Service und Komfort an Bord: Was erwartet Sie kulinarisch und welche Annehmlichkeiten machen den Flug angenehmer?
  • Clevere Upgrade-Strategien: So holen Sie das Maximum aus Ihren Meilen und Punkten raus, um von einem Upgrade zu profitieren – besonders mit American Express.

Die Boeing 747 ist nicht einfach nur ein Flugzeug. Sie ist ein Symbol für das goldene Zeitalter der Luftfahrt. Ein Flug in ihrer Business Class fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise, kombiniert mit dem Komfort, den man heute auf der Langstrecke erwartet.

Dieser Guide ist Ihr Navigator für die Lufthansa 747-400 Business Class. Machen Sie sich bereit für einen umfassenden Einblick, der Ihnen zeigt, wie Sie dieses ikonische Erlebnis voll und ganz genießen können.

Die besten Sitze im Oberdeck und Hauptdeck – wo Sie wirklich gut fliegen

Die Wahl des richtigen Sitzplatzes in der Lufthansa 747-400 Business Class ist mehr als nur eine Kleinigkeit – sie entscheidet über Ihr gesamtes Flugerlebnis. Es ist der Unterschied zwischen einer erholsamen Reise und einer, bei der Sie ständig über Ihren Nachbarn klettern müssen. Schauen wir uns das Ganze mal genauer an.

Die Business Class erstreckt sich über zwei Etagen, was uns direkt zur ersten wichtigen Entscheidung bringt: Oberdeck oder Hauptdeck? Jede Ebene hat ihren eigenen Charakter und ist auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten.

Das Oberdeck: Fast wie im Privatjet

Für viele Vielflieger ist das Oberdeck der klare Favorit, und das hat gute Gründe. Mit seiner intimen 2-2-Konfiguration fühlt es sich eher an wie ein exklusiver Club als eine große Business-Class-Kabine. Durch die geringere Passagierzahl ist die Atmosphäre spürbar ruhiger, und man hat oft das Gefühl, dass die Crew sich mehr Zeit für einen nimmt.

Die Sitze sind hier immer paarweise angeordnet, was natürlich super für gemeinsam reisende Paare ist. Aber auch wer allein unterwegs ist, wird hier glücklich.

  • Fensterplätze (A, K): Diese Sitze sind Gold wert. Sie bieten nicht nur eine tolle Aussicht, sondern durch die Krümmung des Flugzeugrumpfs auch geniale, zusätzliche Staufächer an der Seite. Perfekt, um Laptop, Kissen oder andere persönliche Dinge griffbereit zu haben.
  • Gangplätze (C, H): Hier genießen Sie den direkten Zugang zum Gang, ohne den Nachbarn wecken zu müssen. Der kleine Kompromiss ist natürlich etwas weniger Privatsphäre.

Mein Tipp für Alleinreisende: Schnappen Sie sich einen Fensterplatz im Oberdeck. Klar, Sie müssen vielleicht mal über den schlafenden Nachbarn steigen, aber die Ruhe und der extra Stauraum sind diesen kleinen „Nachteil“ allemal wert. Die erste Reihe (Reihe 81) bietet oft sogar noch ein bisschen mehr Beinfreiheit.

Das Hauptdeck: Große Unterschiede zwischen vorn und hinten

Das Hauptdeck ist deutlich größer und teilt sich in zwei Bereiche. Der vordere Teil, direkt in der Flugzeugnase, hat ebenfalls eine angenehme 2-2-Bestuhlung und eine ruhige, fast abgeschlossene Atmosphäre, die dem Oberdeck sehr nahekommt.

Der hintere, größere Bereich des Hauptdecks ist allerdings eine ganz andere Geschichte. Hier findet man die berühmt-berüchtigte 2-3-2-Anordnung. Diese Konfiguration spaltet die Gemüter der Vielflieger-Community. Während sie für Familien ganz praktisch sein kann, ist sie für Alleinreisende mit Vorsicht zu genießen.

Hier lauert nämlich der mit Abstand schlechteste Sitz der gesamten Kabine: der mittlere Sitz in der Dreierreihe (zum Beispiel 26E). Kein Fenster, kein direkter Zugang zum Gang – eine Kombination, die man um jeden Preis vermeiden sollte. Wer mehr dazu lesen will, findet auf Frankfurtflyer.de einen Erfahrungsbericht über diesen Platz.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Wenn Sie allein reisen und keinen Platz mehr im Oberdeck oder im vorderen Hauptdeck bekommen haben, wählen Sie im hinteren Bereich immer einen Gangplatz (D oder G) oder einen der äußeren Fensterplätze (A oder K). Alles andere ist ein Kompromiss.

Damit die Entscheidung leichter fällt, hier eine direkte Gegenüberstellung.

Vergleich der Business Class Decks in der Lufthansa 747-400

Diese Tabelle stellt die wichtigsten Merkmale des Ober- und Hauptdecks gegenüber, um Ihnen die Wahl des richtigen Sitzplatzes zu erleichtern.

Merkmal Oberdeck (Upper Deck) Hauptdeck (Main Deck)
Konfiguration 2-2 Vorn: 2-2, Hinten: 2-3-2
Atmosphäre Sehr ruhig, exklusiv, fast privat Lebhafter, besonders im hinteren Bereich
Service Persönlicher und oft aufmerksamer Effizient, aber weniger persönlich
Stauraum Zusätzliche Seitenfächer an Fensterplätzen Standard-Staufächer
Empfehlung Ideal für Alleinreisende und Paare Vorn gut, hinten eher für Familien geeignet

Am Ende hängt die Wahl von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wer aber maximale Ruhe und ein exklusives Gefühl sucht, für den gibt es in der Lufthansa 747-400 Business Class nur eine Wahl: das Oberdeck.

Service und Kulinarik: Was Sie über den Wolken erwartet

Ein guter Sitz ist die Basis, aber das, was einen Flug in der Lufthansa 747-400 Business Class wirklich ausmacht, ist der Service. Es ist dieses Zusammenspiel aus aufmerksamer Crew und gutem Essen, das in Erinnerung bleibt.

Das Ganze beginnt schon beim Einsteigen: Man wird freundlich begrüßt und bekommt direkt ein erstes Getränk angeboten – meistens Sekt, Saft oder Wasser. Ein kleiner, aber feiner Start, der einen sofort ankommen lässt.

Kurz nach dem Start geht es dann richtig los. Die Crew verteilt die Menükarten und man bekommt einen ersten Vorgeschmack auf das, was einen kulinarisch erwartet. Lufthansa versucht oft, das Menü an die Flugroute anzupassen, was für eine nette thematische Abwechslung sorgt.

So läuft der Service an Bord ab

Gerade auf Langstreckenflügen folgt der Service einem eingespielten Rhythmus, der sich aber je nach Flugzeit ein wenig unterscheidet. Ein klassischer Tagflug läuft meist so ab:

  • Aperitif & Nüsse: Sobald die Reiseflughöhe erreicht ist, kommt die Crew mit einer ersten Getränkerunde und einer kleinen Schale Nüsse vorbei.
  • Vorspeise: Die Vorspeise wird separat auf einem Tablett serviert, dazu gibt es in der Regel einen frischen Salat und eine Auswahl an Brot.
  • Hauptgericht: Hier hat man typischerweise die Wahl zwischen drei Gerichten. Meist ist für jeden etwas dabei: Fleisch, Fisch und eine vegetarische Option.
  • Dessert & Käse: Zum Abschluss rollt oft der Dessertwagen durch die Kabine. Hier kann man sich zwischen Käse, frischem Obst, Kuchen oder Eis entscheiden.

Bei Nachtflügen wird dieser Ablauf oft etwas gestrafft, damit mehr Zeit zum Schlafen bleibt. Viele Airlines, auch Lufthansa, bieten dann ein "Express-Menü" an, bei dem mehrere Gänge zusammen serviert werden. Eine super Option, wenn man einfach nur schnell zur Ruhe kommen will.

Die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Neben dem Essen sind es oft die kleinen Annehmlichkeiten, die einen Langstreckenflug angenehm machen. In der Lufthansa Business Class bekommt jeder Passagier ein Amenity Kit. Darin findet man die üblichen Verdächtigen: Socken, Schlafmaske, Ohrstöpsel und ein paar kleine Pflegeartikel.

Richtig gemütlich wird es aber erst durch die große, weiche Decke und das bequeme Kissen. Damit lässt sich der Sitz auch wirklich in ein angenehmes Bett für die Nacht verwandeln.

Am Ende steht und fällt ein Flugerlebnis mit der Crew. Der Sitz in der 747-400 mag nicht der modernste sein, aber eine engagierte und herzliche Kabenbesatzung kann einen Flug von „ganz okay“ zu „wirklich klasse“ machen.

Für Unterhaltung ist natürlich auch gesorgt. Das Bordunterhaltungssystem hat eine solide Auswahl an Filmen, Serien und Musik. Die Bildschirme sind nicht die allergrößten auf dem Markt, aber sie tun ihren Job. Die bereitgestellten Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung helfen dabei, wirklich in den Film abzutauchen.

Die besondere, zweistöckige Kabinenstruktur der Boeing 747 hat übrigens auch einen direkten Einfluss auf das Servicegefühl.

Hierarchie-Diagramm zur Kabinenaufteilung einer Boeing 747, zeigt Oberdeck und Hauptdeck mit Pfeil.

Man sieht hier gut, warum sich das Oberdeck oft so viel privater und ruhiger anfühlt. Das Serviceprotokoll ist auf beiden Decks zwar dasselbe, doch durch die geringere Passagierzahl oben kommt die persönliche Betreuung durch die Crew oft viel stärker zur Geltung.

Der Sprung nach vorn: So klappt das Upgrade mit Meilen und Punkten

Wer träumt nicht davon? Ein Ticket in der Economy oder Premium Economy buchen und sich dann entspannt in die Lufthansa 747-400 Business Class gleiten lassen. Das ist kein Glücksspiel, sondern das Ergebnis einer cleveren Strategie. Mit dem richtigen Wissen und etwas Vorbereitung wird dieser Traum greifbar.

Der Schlüssel liegt darin, die verschiedenen Upgrade-Pfade zu kennen und den für sich passenden zu wählen. Lufthansa selbst bietet hierfür mehrere Möglichkeiten an, die von festen Meilenwerten bis hin zu flexiblen Geboten reichen.

Die drei Wege in die Business Class

Jede Methode hat ihre Tücken und Vorteile. Welcher Weg der beste ist, hängt ganz von Ihrer ursprünglichen Buchung, Ihrem Meilenstand und Ihrer persönlichen Risikobereitschaft ab.

  1. Das klassische Meilen-Upgrade: Das ist der direkteste und planbarste Weg. Sie tauschen eine feste Anzahl an Miles & More Meilen gegen ein sofort bestätigtes Upgrade. Der unschlagbare Vorteil ist die Sicherheit – ist der Platz verfügbar, gehört er Ihnen. Punkt.
  2. Die Upgrade-Auktion (MyOffer): Hier wird es ein bisschen zum Poker. Sie geben ein Gebot in Euro ab und entscheiden selbst, was Ihnen das Upgrade wert ist. Der Haken? Die Ungewissheit. Erst kurz vor Abflug wissen Sie, ob Ihr Gebot ausgereicht hat.
  3. eVoucher für Statuskunden: Das ist der Joker für Vielflieger. Frequent Traveller, Senatoren und HON Circle Member bekommen jährlich eVoucher, die sie für Upgrades nutzen können. Meist die wertvollste Option, da sie das Meilenkonto schont.

Egal, für welche Methode Sie sich entscheiden, ein Faktor ist immer das A und O: die Buchungsklasse Ihres ursprünglichen Tickets. Wer die günstigsten Economy-Tickets (z. B. in den Klassen K, L oder T) ergattert, schaut beim Upgrade oft in die Röhre oder muss tief in die Meilenkiste greifen. Deutlich bessere Karten haben Sie mit flexiblen, teureren Tickets (etwa Y, B, M in der Economy oder G, E, N in der Premium Economy).

American Express Punkte als Upgrade-Booster

Wer nicht ständig fliegt, für den fühlt sich das Meilensammeln oft zäh an. Genau hier kommt die American Express Platinum Card ins Spiel. Die damit gesammelten Membership Rewards Punkte sind eine flexible Währung für Reisende.

Ihre wahre Stärke entfalten die Punkte, wenn man sie zu Airline-Partnern transferiert. Ein direkter Weg zu Miles & More ist in Deutschland zwar nicht möglich, aber über Umwege wie Payback klappt es dann doch im vorteilhaften 1:1-Verhältnis. So wird die Kreditkarte zum mächtigen Werkzeug, um das Miles & More Konto schnell aufzufüllen.

Ein Upgrade ist so viel mehr als nur ein bequemerer Sitz. Es verwandelt eine anstrengende Reise in ein echtes Erlebnis – und mit der richtigen Taktik ist es oft überraschend erschwinglich.

Diese Flexibilität ist Gold wert. Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein Flug in der Lufthansa 747-400 Business Class von Frankfurt nach Toronto kostet oft nur 55.000 Meilen plus rund 650 Euro Steuern. Kauft man das Ticket regulär, werden schnell 3.516 Euro fällig. Rechnet man das gegen, erzielt man einen genialen Gegenwert von 5,2 Cent pro Meile. Mehr über das Potenzial von Meilen auf Flügen mit der Boeing 747 erfahren Sie bei hometravelz.de.

Praktische Tipps für eine hohe Trefferquote

Um Ihre Chancen auf das ersehnte Upgrade zu maximieren, sollten Sie nicht nur Meilen sammeln, sondern auch strategisch vorgehen. Timing und Vorbereitung sind alles.

  • Verfügbarkeit checken: Schauen Sie vor Ihrer Anfrage, ob in der Business Class noch reguläre Prämienplätze (Buchungsklasse I) frei sind. Das ist fast immer ein starkes Signal für gute Upgrade-Chancen.
  • Früh handeln: Sobald Ihr Flug gebucht ist, können Sie das Upgrade anfragen. Je früher Sie dran sind, desto besser die Aussichten.
  • Flexibel sein: Flüge mitten in der Woche oder außerhalb der großen Ferienzeiten haben oft eine deutlich bessere Upgrade-Verfügbarkeit.

Wer diese einfachen Regeln beherzigt, kann sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon bald auf einen Platz im legendären Oberdeck der „Königin der Lüfte“ freuen. Eine ganz detaillierte Analyse, wann und wie sich ein Lufthansa Upgrade mit Meilen wirklich lohnt, haben wir für Sie in einem separaten Guide zusammengefasst.

So knacken Sie den Jackpot: Prämienflüge wie ein Profi buchen

Ein Upgrade ist eine feine Sache, keine Frage. Aber der wahre Königsweg ist es, einen kompletten Prämienflug in der Lufthansa 747-400 Business Class zu ergattern. Stellen Sie sich das mal vor: Sie fliegen vorne mit, genießen den vollen Komfort und zahlen dafür nur die Steuern und Gebühren. Das ist kein Traum, sondern mit der richtigen Meilenstrategie absolut machbar.

Eine Person plant Prämienflüge mit Smartphone, Kreditkarte, Weltkarte und dem Buch "Prämienflüge Meistern".

Das Geheimnis liegt darin, die sogenannten „Sweetspots“ zu finden. Das sind die Rosinen im Kuchen der Vielfliegerprogramme – also besonders günstige Prämienflüge, die ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Der Trick ist, nicht nur stur bei Miles & More zu suchen, sondern die Power der gesamten Star Alliance für sich zu nutzen.

Die Trumpfkarte: American Express Punkte

Genau an dieser Stelle kommen die American Express Membership Rewards Punkte ins Spiel. Sehen Sie diese Punkte als eine Art Schweizer Taschenmesser für Meilensammler. Warum? Weil Sie sie zu einer ganzen Reihe von Airline-Partnern transferieren können. Das öffnet Ihnen Türen zu Programmen, die oft weitaus bessere Konditionen für Lufthansa-Flüge bieten als Miles & More selbst.

Diese Flexibilität ist der entscheidende Vorteil. Sie sind nicht an ein einziges Programm gefesselt, sondern können Ihre Punkte genau dorthin schieben, wo der Deal am besten ist. So umgehen Sie geschickt hohe Meilenanforderungen oder unattraktiv hohe Zuzahlungen.

Ein Paradebeispiel ist der Transfer zu Singapore Airlines KrisFlyer. Hier wartet ein echter Schatz, wenn Sie in den Nahen Osten fliegen möchten. Für einen Business-Class-Flug von Frankfurt nach Dubai brauchen Sie beispielsweise nur 29.000 KrisFlyer-Meilen. Selbst mit dem aktuellen 3:2-Transferverhältnis von Amex sind das gerade einmal 43.500 Punkte – ein absolutes Schnäppchen. Und das Beste: Der Transfer dauert oft nur 24 Stunden, was sogar spontane Buchungen möglich macht.

Die Meilenprogramme im direkten Duell

Um den besten Deal zu landen, müssen Sie die Optionen kennen und vergleichen. Jeder Sweetspot hat seine Tücken – mal ist der Meilenpreis niedrig, aber die Zuzahlungen sind horrend, mal ist es umgekehrt.

Hier ist ein kurzer Überblick über die wichtigsten Kandidaten für Lufthansa Business Class Flüge:

  • Avianca LifeMiles: Oft der klare Sieger, wenn es um niedrige Zuzahlungen geht. Hier fallen selten hohe Treibstoffzuschläge an, was die Gesamtkosten enorm drückt. Die Meilenwerte selbst sind dabei auch noch ziemlich fair.
  • Miles & More: Als hauseigenes Programm hat es natürlich einen großen Vorteil: die beste Verfügbarkeit, vor allem für Statuskunden. Der Haken sind aber oft die sehr hohen Steuern und Gebühren, die den Wert der Meilen stark schmälern können. Eine goldene Ausnahme sind hier die monatlichen Meilenschnäppchen.
  • Singapore Airlines KrisFlyer: Wie schon erwähnt, die Top-Wahl für Ziele im Nahen Osten. Die Zuzahlungen sind moderat und die benötigten Meilenwerte einfach unschlagbar.

Ein Prämienflug ist wie ein Puzzle. Man muss die richtigen Teile – Programm, Route und Reisezeit – zusammenfügen, um das perfekte Bild zu bekommen.

So finden und sichern Sie sich Ihren Flug

Die cleverste Strategie nützt nichts, wenn keine Plätze frei sind. Die Suche nach Verfügbarkeiten ist daher der wichtigste und manchmal kniffligste Teil des Ganzen. Ihr größter Trumpf dabei: Flexibilität.

Ein echter Profi-Tipp ist es, die Suchmaschinen anderer Star Alliance Partner zu nutzen, selbst wenn Sie dort gar nicht buchen wollen. Die Website von United Airlines ist zum Beispiel Gold wert, um freie Prämienplätze bei Lufthansa und anderen Partnern zu finden. Die Kalenderansicht dort ist einfach unschlagbar übersichtlich.

Haben Sie einen passenden Flug entdeckt? Dann heißt es schnell sein. Transferieren Sie Ihre Amex-Punkte zum ausgewählten Programm und schlagen Sie zu. Vergessen Sie nicht: Gute Verfügbarkeiten sind oft schnell wieder weg. Wer gut vorbereitet ist, sichert sich die besten Plätze an Bord der „Königin der Lüfte“. Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie Sie Lufthansa Flüge mit Meilen buchen, finden Sie übrigens auch in unserem großen Guide zu diesem Thema.

Mein Fazit: Lohnt sich ein Flug in der alten „Queen“ noch?

Ein Flug in der Business Class der Lufthansa 747-400 ist heute mehr als nur ein Mittel zum Zweck – es ist eine bewusste Entscheidung für ein Stück Luftfahrtgeschichte. Klar, der Sitz kann mit den modernen Suiten, die andere Airlines verbauen, nicht mehr ganz mithalten. Aber das Gesamtpaket, allen voran das fast schon private Flair im Oberdeck, macht die Reise für jeden Luftfahrt-Fan und schlauen Meilennutzer zu einem echten Highlight.

Am Ende hängt das Erlebnis ganz entscheidend von der richtigen Sitzplatzwahl ab. Wer allein oder zu zweit fliegt und maximale Ruhe und Exklusivität sucht, für den gibt es nur eine Antwort: das Oberdeck. Die Fensterplätze dort sind mit ihren zusätzlichen Staufächern einfach unschlagbar. Im Hauptdeck ist der vordere 2-2-Bereich eine solide Alternative. Die hintere Kabine mit der 2-3-2-Anordnung? Die ist eigentlich nur für Familien interessant. Und den Mittelsitz sollten Sie meiden wie die Pest.

Wer die Chance bekommt, im Oberdeck der „Königin der Lüfte“ zu fliegen, sollte sie ergreifen. Der Reiz liegt hier weniger in der hochmodernen Technik als vielmehr in diesem einzigartigen, fast schon intimen Ambiente, das man so nirgendwo sonst findet.

Ihre Checkliste für den perfekten Flug

Damit bei Ihrer nächsten Reise alles glattläuft, habe ich die wichtigsten Punkte nochmal in einer kleinen Checkliste zusammengefasst. So können Sie das Gelernte direkt in die Tat umsetzen.

Vor der Buchung:

  • Fluggerät checken: Vergewissern Sie sich, dass auf Ihrer Wunschroute auch wirklich eine Boeing 747-400 fliegt. Flugpläne ändern sich manchmal kurzfristig.
  • Upgrade-Chancen ausloten: Buchen Sie eine upgradefähige Klasse (in der Premium Economy sind das oft N, E oder G), um Ihre Chancen auf die Business Class zu erhöhen.
  • Meilenstrategie überlegen: Vergleichen Sie die Meilenwerte. Manchmal ist ein Sweetspot über Partnerprogramme wie KrisFlyer (perfekt für Amex-Punkte) günstiger als bei Miles & More direkt.
  • Verfügbarkeit prüfen: Suchen Sie erst nach freien Plätzen, bevor Sie Punkte transferieren. Die United-Website ist dafür ein super Tool, auch wenn Sie dort nicht buchen.

Nach der Buchung & kurz vor dem Abflug:

  • Sitzplatz sofort reservieren: Ab ins Oberdeck! Sichern Sie sich Ihren Fensterplatz, sobald die Buchung durch ist. Warten Sie auf keinen Fall bis zum Check-in, dann sind die besten Plätze weg.
  • Upgrade einleiten: Wenn Sie ein Upgrade planen, reichen Sie Ihr Gebot oder den Meilenantrag so früh wie möglich ein.
  • Essen vorbestellen: Schauen Sie nach, ob Lufthansa auf Ihrer Strecke die Vorbestellung des Hauptgangs anbietet. So bekommen Sie garantiert Ihr Wunschgericht.

Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Bei einem Klassiker wie der Lufthansa 747-400 Business Class tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Hier habe ich die Antworten aus meiner Erfahrung für Sie zusammengefasst, damit Sie für Ihre nächste Reise mit der „Königin der Lüfte“ bestens gewappnet sind.

Welcher ist denn nun der beste Sitzplatz?

Ganz klar: Wer allein unterwegs ist, sollte sich einen Fensterplatz im Oberdeck sichern. Die Sitze 83A und 83K sind hier meine absoluten Favoriten. Dank der seitlichen Staufächer hat man nicht nur mehr Ablagefläche, sondern auch einen angenehmen Abstand zum Gang – fast wie in einer kleinen Suite. Und das Beste: Man muss nicht über den Sitznachbarn klettern. Ein kleiner Geheimtipp ist die Reihe 81, die oft spürbar mehr Beinfreiheit bietet.

Welchen Sitz man hingegen meiden sollte wie die Pest? Das ist der Mittelsitz, zum Beispiel 26E, in der 2-3-2-Konfiguration auf dem Hauptdeck. Kein Fenster, kein direkter Zugang zum Gang – man sitzt buchstäblich in der Falle. Das ist mit Abstand die schlechteste Option in der gesamten Kabine.

Lohnt sich ein Meilen-Upgrade überhaupt noch für diesen Sitz?

Unbedingt! Auch wenn der Sitz nicht mehr der modernste auf dem Markt ist, hat ein Flug in der 747, ganz besonders im Oberdeck, einfach einen unvergleichlichen Charme. Dieses nostalgische Gefühl gibt es sonst nirgends. Gerade wenn man aus einer flexiblen Premium Economy-Klasse upgradet, ist der Gegenwert für die eingesetzten Meilen oft fantastisch.

Ein Upgrade ist hier mehr als nur ein flaches Bett. Es ist die Chance, ein Stück Luftfahrtgeschichte zu erleben – und das oft für einen Bruchteil des regulären Preises, wenn man zum Beispiel clever Amex-Punkte umwandelt.

Auf welchen Routen kann ich die 747-400 noch erwischen?

Die Flotte wird zwar langsam kleiner, aber die „Queen of the Skies“ ist von Frankfurt (FRA) aus immer noch auf einigen Langstrecken unterwegs. Lufthansa setzt sie vor allem auf Routen nach Nordamerika und Asien ein. Typische Ziele, auf denen man gute Chancen hat, sind zum Beispiel:

  • Toronto (YYZ)
  • Seattle (SEA)
  • Vancouver (YVR)
  • Seoul (ICN)
  • Bengaluru (BLR)

Aber Achtung: Flugpläne können sich kurzfristig ändern. Schauen Sie daher vor der Buchung immer auf der Lufthansa-Website oder bei einem Tool wie Flightradar24 nach, welcher Flugzeugtyp für Ihre Verbindung geplant ist. Sicher ist sicher.

Oberdeck oder Hauptdeck – was ist besser?

Für die allermeisten lautet die Antwort ganz klar: das Oberdeck. Die Kabine ist viel kleiner und mit der reinen 2-2-Bestuhlung fühlt es sich fast an wie in einem Privatjet. Es ist spürbar ruhiger und der Service wirkt durch die geringere Passagierzahl oft eine ganze Ecke persönlicher.

Das Hauptdeck ist natürlich deutlich größer und kann sich lauter und wuseliger anfühlen, vor allem im hinteren Bereich mit der 2-3-2-Anordnung. Diese Konfiguration kann allerdings für Familien oder eine Dreiergruppe genau die richtige Wahl sein. Für alle anderen bleibt das Oberdeck die unangefochtene Empfehlung.


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